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    Oberthulba

    Junge Bäume für Streuobst-Aktion übergeben

    Im Rahmen der landesweiten Pflanzaktion Streuobst fand in Oberthulba ein Aktionstag statt. Das Aktions-Motto lautete "Streuobstwiese - ein wahrer Schatz der Biodiversität".
    Die  Bäume werden bei der Streuobstaktion in Oberthulba übergeben. Foto: Hilmar Ruppert
    Die Bäume werden bei der Streuobstaktion in Oberthulba übergeben. Foto: Hilmar Ruppert

    "Manchmal könnte man meinen, Biodiversität sei ganz was Neues, aber uns beschäftigt das Thema schon sehr lange", eröffnete Behördenleiter des AELF Bad Neustadt, Oliver Kröner, die Streuobstaktion 2019. Schwung bekommen hätte das ganze natürlich mit dem Volksbegehren, und damit hänge auch die Veranstaltung "Streuobst" zusammen.

    Der Streuobstbestand sei stark zurückgegangen, aber in der Rhön sind wir noch gut aufgestellt. Die öffentlichen Flächen mit den darauf gepflanzten Hochstämmen haben Vorbildcharakter und dienen auch als Lernorte für Bildungsveranstaltungen. Vorbereitet wurde der Aktionstag, der unter landesweiten Motto "Streuobstwiese - ein wahrer Schatz der Biodiversität " stand, von Theresia Dietz, Abteilung Beratung und Bildung.

    "Das Projekt lindert das Trauma, das wir gegenwärtig wegen der Trockenheit im Wald haben", führte Bürgermeister Gotthard Schlereth an. Wir leben hier im ländlichen Raum, aber wenn wir eine Schulklasse besuchen, stellt man fest, dass das Wissen um Obstsorten oder andere Naturthemen nicht mehr da ist. Der stellvertretende Landrat Emil Müller erinnerte sich an die Flurbereinigung während seiner Amtszeit als Bürgermeister. Tausende Obstbäume seien es wohl gewesen, die damals gepflanzt worden seien. Er hofft mit dem Projekt auf eine Initialzündung, und auch dass es mit der Baumpflege klappt.

    Drei Projekte im Landkreis

    Christine Bender , Gartenbauzentrum, umriss das Projekt: In Unterfranken gebe es neun Aktionen mit insgesamt 129 Bäumen. Drei Projekte - mit zusammen 38 Bäumen - sind im Landkreis Bad Kissingen angesiedelt. Die Bäume wurden im Komplettpaket mit Pfahl, Seil und Verbiss-Schutz geliefert. Als Sorten wurden Apfel, Birne, Quitte, Kirsche, Pfirsich, Pflaume, Zwetschge und Reneclode ausgesucht - alles alte und bewährte Hochstamm-Sorten.

    Baumpatenschaften für Kinder auf der Streuobstwiese von Oberthulba sind das Projekt 1. Verantwortlich sind Margot Schottdorf und Wolfgang Reidelbach vom OGV Oberthulba . Die 17 Bäume sollen eine Verbindung von jungen Familien zur Natur schaffen und einen persönlichen Bezug zur Heimat darstellen. Beim Projekt 2 wird eine reaktivierte Streuobstwiese ergänzt und zum Lern- und Genußort. Verantwortlich für die Pflanzung von acht Bäumen ist Eric Fischer von der Interessensgemeinschaft Dorf Morlesau . Beim Projekt 3 soll die Streuobstwiese Wernarz das touristische Angebot der Stadt Bad Brückenau erweitern. Eva Nelkenstock erläuterte, stellvertretend für Robert Hildmann (OGV Wernarz ), das Projekt. Mit den 13 Obstbäumen werde man die Streuobstwiese ergänzen. Das Grundstück liege direkt am Weg, der vom Zentrum des Ortes Wernarz hinunter ins Sinntal zur "Wernarzer Brücke" führt.

    Referat über Streuobst, Pflanzung und Pflege

    Wildlebensraum-Berater Bastian Dürr vom AELF Karlstadt referierte über Streuobst, Pflanzung und Pflege. So seien in Bayern von einst 22 Millionen nur rund sechs Millionen Streuobst-Bäume übrig geblieben. Probleme machten die Pflege und die Vermarktung. Dabei seien im Lebensraum Streuobstwiese über 5000 Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Neben mehreren tausend Apfelsorten gebe es unzählige Kern- und Steinobstfrüchte.

    Heimisch, Bio und wohlschmeckend - so war die Umschreibung des Streuobstbuffets "Allerlei Genüsse aus Apfel & Co", das Margot Schottdorf zusammen mit Helferinnen des OGV Oberthulba hergestellt und aufgebaut haben.

    Hilmar Ruppert

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