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    Geroda

    Kindergartenkinder besuchen Bauernhof in Geroda

    Matthias Kohl vom Seifertshof bei Geroda hatte die Idee, den Kindern nahe zu bringen, wo denn beispielsweise die Milch herkommt, die Mama und Papa im Geschäft kaufen, oder aus was denn der leckere Joghurt besteht, den sie so gerne beim Frühstück im Kindergarten genießen ... Die Kinder stiegen vorab in das Thema Bauernhof ein und informierten sich durch Austausch von schon vorhandenem Wissen beziehungsweise Erfahrungen sowie durch Bilderbuchbetrachtungen und auch mit Hilfe des Internets.

    An einem sonnigen Vormittag wanderten dann alle von Geroda zum Seifertshof und wurden von Matthias Kohl, seiner Mutter Brigitte und den beiden Hofhunden begrüßt. Nach einem ausgiebigen Picknick ging es los. Zuerst durften die Kinder in den neuen Kälberstall und alle Kälbchen begrüßen. Das jüngste Tier, das erst am Abend vorher geboren wurde, nahm Matthias aus seiner Box heraus, so dass die Kinder es auch einmal streicheln konnten und erleben durften, wie schnell ein Kälbchen schon selbstständig und mobil sein kann. Die Waage für die Kälber war ebenso interessant, und manches zweibeinige "Kälbchen" ließ sich gerne mitwiegen.


    Acht Zehn-Liter-Eimer

    Anschließend folgten sie Matthias Kohl in den großen Kuhstall. Freundliches Schnauben der vielen Kühe begrüßte die muntere Kinderschar. Viele zeigten keine Scheu und hielten den großen Mäulern Gras- oder Heubüschel entgegen. Matthias Kohl hatte im Mittelgang des Stalles die einzelnen Futtersorten in mehreren Haufen zurechtgelegt und erklärte diese: Silage, Heu und Kraftfutter aus verschiedenen Getreidearten. Nun ging es ans Rätseln und Schätzen, wie viel davon jede einzelne Kuh am Tage frisst. Zum Begreiflich machen nutzten Brigitte und Matthias eine große Dezimalwaage mit Gewichten, und die Kinder hatten die Aufgabe, soviel vom jeweiligen Futter in einen Behälter zu geben, bis das Gewicht stimmte. Anhand der Menge war zu erkennen, das eine Kuh ganz schön viel pro Tag benötigt. Sehr anschaulich war auch die Wassermenge, die eine Kuh am Tag verbraucht: Jedes Kind durfte mithelfen, denn es galt mit einem Schlauch acht Zehn-Liter-Eimer zu befüllen.


    Melken anschaulich gemacht

    Das nächste Highlight folgte in Form einer Kuh aus Holz, deren Plastikeuter Wasser enthielt. Alle Kinder konnten selbst auszuprobieren, wie früher die Bauersleute ihre Kühe gemolken haben und das dies gar keine leichte Arbeit war. Auch das war wieder sehr anschaulich für die Kinder: Zwei Trinkwasserkästen mit circa 22 Flaschen zeigte die Menge an, die eine Kuh pro Tag an Milch liefert.

    Nach so vielen Erlebnissen erhielten die Kinder noch Milchprodukte sowie Malbücher und Stifte und bedankten sich ganz herzlich bei Matthias und Brigitte Kohl mit einem Lied über den "netten Bauern" und einem Präsent.

    Bei der Nachbereitung dieses Aktionstages staunte das Kindergartenteam, wie viele Eindrücke bei den Kindern entstanden sind, und was sie sich alles gemerkt haben. Ein Mädchen malte seine Eindrücke auf ein vierseitiges Bild mit Details, die nicht mal von den Erwachsenen alle wahrgenommen wurden. Redaktion

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