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    Bad Kissingen

    Kissinger Geschäftswelt: Bürocenter Kiesel schließt

    Seit 26 Jahren gibt es die Firma Kiesel Computersysteme in der Maxstraße. Der Laden schließt aus gesundheitlichen Gründen. Die IT-Sparte des Unternehmens besteht weiter.
    Seit 1994 betriebt Ralph Kiesel das Bürocenter in der Maxstraße. Ende Februar ist nach 26 Jahren damit Schluss. Benedikt Borst       -  Seit 1994 betriebt Ralph Kiesel das Bürocenter in der Maxstraße. Ende Februar ist nach 26 Jahren damit Schluss. Benedikt Borst
    Seit 1994 betriebt Ralph Kiesel das Bürocenter in der Maxstraße. Ende Februar ist nach 26 Jahren damit Schluss. Benedikt Borst

    m Schaufenster weisen seit Donnerstag gelbe Schilder mit roter Schrift auf den Räumungsverkauf hin, drinnen sprechen die Kunden Inhaber Ralph Kiesel immer wieder auf die bevorstehende Schließung seines Ladens für Schreibwaren und Bürobedarf an. "Zu Schulbeginn war der Laden immer voll. Wir haben hier schon Kinder zur Einschulung betreut, die später mit ihren eigenen Kindern zu deren Einschulung wiedergekommen sind", erzählt der Geschäftsmann.

    Seit 26 Jahren besteht das Bürocentrum in der Maxstraße als Familienbetrieb. Die ersten Jahre war der Bruder noch mit beteiligt, seit 1998 führt Kiesel das Geschäft gemeinsam mit seiner Frau Sandra. Bis Ende Februar ist der Laden noch geöffnet, danach ist Schluss. "Wir sehen das aber ganz entspannt", sagt der 50-Jährige. Bis Juni zahlt er noch Miete für die 150 Quadratmeter großen Räumlichkeiten - und hat damit ausreichend Zeit, die Schließung abzuwickeln.

    IT-Geschäft läuft weiter

    Vor allem aus gesundheitlichen Gründen gibt das Paar den Schreibwarenladen auf. Einen Nachfolger gibt es nicht. Neben dem Gesundheitszustand seiner Frau haben auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle bei der Entscheidung gespielt. Unter anderem die Konkurrenz im Onlinehandel mache es zunehmend schwieriger, wirtschaftlich zu arbeiten, sagt der gelernte Kaufmann.

    Zur Ruhe setzt er sich aber nicht. Das Bürocentrum war Teil seiner Firma Kiesel Computersysteme. Hier bietet er mit sechs Mitarbeitern IT-Dienstleistungen an, vor allem betreut die Firma die Computertechnik in anderen Unternehmen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Touristikbranche, vor allem Reisebüros zählen zu den Kunden . Für die ändert sich nichts. Kiesel: "Im IT-Bereich arbeiten wir wie bislang weiter." Die Geschäftsentwicklung sei gut, zuletzt verzeichnete er steigende Kundenzahlen.

    Zurück zu den Wurzeln

    1991, drei Jahre bevor das Bürocentrum am Massaplatz öffnete, machte sich Kiesel bereits mit seiner IT-Firma mit Computerreparaturservice in der Groppstraße selbstständig. Vorher schraubte er im Ingenieurbüro des Vaters im Elternhaus in Kleinbrach hobbymäßig an Computern herum. "Im Büro standen die großen Zeichentische für die Bauzeichner. Da konnte ich mich super mit meinen Computern ausbreiten", erzählt er. Ein Teil seiner sechs Mitarbeiter im IT-Bereich arbeitet im Home-Office, die übrigen sollen nach dem Aus in der Maxstraße in den ehemaligen Ingenieurbüroräumen in Kleinbrach unterkommen.

    Zwei Mitarbeiter betroffen

    Und dennoch: Da sind die zwei Mitarbeiterinnen, die ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch den direkten Kontakt zu den Kunden wird Kiesel vermissen. "Die Arbeit hier hat immer viel Spaß gemacht und macht es immer noch", sagt er. Ganz ohne Wehmut geht es beim Abschied vom Bürocenter nicht.

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    Benedikt Borst

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