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    Bad Kissingen

    Kissinger Sängervereinigung mit Doppelpremiere beim Adventskonzert

    Die Kissinger Sängervereinigung präsentierte sich bei ihrem Adventskonzert mit einigen Neuerungen: Zum ersten Mal dabei war Thomas Betzer als künstlerischer Leiter sowie der Jugendchor Chorisma. An der Orgel überzeugte ein 18-Jähriger.
    Der Jugendchor Chorisma (erste Reihe) und der Konzertchor von der Kissinger Sängervereinigung bei ihrem Adventskonzert im Kurtheater. Thomas Renninger
    Der Jugendchor Chorisma (erste Reihe) und der Konzertchor von der Kissinger Sängervereinigung bei ihrem Adventskonzert im Kurtheater. Thomas Renninger

    Die Kissinger Sängervereinigung wird im kommenden Jahr 175 Jahre alt. Dass sie immer wieder für positive, erfrischende Überraschungen gut ist, bewies die Chorgemeinschaft mit ihrem Auftritt zum traditionellen Adventskonzert im gut besuchten Saal des Kurtheaters.

    Vertretungsweise übernahm Korrepetitor Thomas Betzer, Musiklehrer am Schweinfurter Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, die künstlerische Leitung bei einem Konzert des Traditionschores. Zudem bestand der seit 2018 zum Verein zählende Jugendchor Chorisma seine Feuertaufe im Kurtheater. Beide Premieren kamen beim Publikum sehr gut an und wurden mit langem Applaus quittiert.

    Das Konzert stand unter dem Motto "Weihnachten in aller Welt". Zu Beginn des Konzerts standen beide Chöre gemeinsam auf der Bühne und sangen "Advent ist ein Leuchten" des österreichischen Komponisten Lorenz Maierhofer. Die stellvertretende Vorsitzende Christine Weiß übernahm die Moderation. Es folgte in der Fassung von Walter Rein die Kleine Adventskantate "Es kommt ein Schiff, geladen". Hierbei wurde der Konzertchor von Pia Betzer und Monika Zimmer einfühlsam auf der Blockflöte begleitet.

    Sicherer Nachwuchs an der Orgel

    Zum ersten Mal allein auf der Bühne im Kurtheater stand der von Antje Kopp geleitete Jugendchor Chorisma mit dem Stück "Wir sagen Euch an den lieben Advent". Das Stück wurde in einer moderneren Fassung vorgetragen und von Thomas Betzer am Klavier begleitet. Auf dem a capella gesungenen "Maria durch ein Dornwald ging" folgte mit "Carol of the Bells" ein englischsprachiges Lied des ukrainischen Komponisten Mykola Leontowytsch. Antje Kopp, seit Oktober 2019 Kulturehrenbriefträgerin des Landkreises Bad Kissingen , stimmte ihr vor sechs Jahren gegründetes Ensemble gut auf das Konzert ein.

    An der Orgel wusste der erst 18-jährige Manuel Kleinhenz, ein Orgelschüler des Bad Kissinger Stadtkantors Burkhard Ascherl, zu überzeugen. Zunächst im Hintergrund den Chor begleitend, zeigte er bei seinem Solostück "Carillon - Fanfare" von Peter J. Wilhousky sein Talent. Es war eine Freude, dem Abiturienten des Münnerstädter Johann-Philipp-von-Schönborn Gymnasiums zuzuhören. Er spielte eine Vielzahl von nicht enden wollender Fugen aus Achtel- und Sechszehntelnoten souverän.

    Andachtsjodler aus Südtirol

    Der zweite Teil wurde vom Konzertchor mit dem in Latein gesungenen "Tollite Hostias" des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns eröffnet. Es folgte mit "Jul, Jul, strahlender Jul" ein skandinavisches Weihnachtslied, gefolgt von einem vom Männerchor vorgetragenen Andachtsjodler mit der eingängigen Textzeile "Tjo-tjo-i-ri". Dabei handelt es sich um ein in dieser Form selten gehörtes Stück aus Norditalien, welches in Sterzing (Südtirol) um 1830 entstanden ist.

    Die Sopranistin und Opernsängerin Yvonne Düring sang als Solopartie "Höre, Israel" von Felix Mendelssohn Bartholdy, welches der weltbekannte Komponist aus dem gleichnamigen jüdischen Glaubensbekenntnis ableitete. Ein abwechslungsreiches und im Vortrag stimmiges Konzert steuerte mit der auf Französisch gesungenen "Cantique de Noel" von Gabriel Fauré auf seinen Schluss zu. Hierbei wechselte sich die Solistin Düring mit dem Chor im Vortrag gekonnt ab.

    Mit der gemeinsam von den Chören und dem Publikum gesungenen Zugabe "Tochter Zion" endete das diesjährige Adventskonzert der Sängervereinigung.

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