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    Schondra

    Klappern in Schondra: Eine Tradition - diesmal von zuhause aus

    Vieles ist dieses Jahr in der Karwoche und an Ostern wegen der Corona-Pandemie anders: Öffentliche Gottesdienste finden nicht statt. Die zentralen Gottesdienste des Kirchenjahres an Gründonnerstag, Karfreitag und in der Osternacht erleben die meisten per Fernsehübertragung oder Youtube.
    Die Brüder Alexander und Maxim Conze klappern in Zeiten der Corona-Krise vom Balkon aus. Zusammen mit vielen anderen Kindern aus Schondra übernehmen sie von Gründonnerstag Abend bis zur Osternacht den Dienst der Kirchenglocken. Foto: Horst Conze       -  Die Brüder Alexander und Maxim Conze klappern in Zeiten der Corona-Krise vom Balkon aus. Zusammen mit vielen anderen Kindern aus Schondra übernehmen sie von Gründonnerstag Abend bis zur Osternacht den Dienst der Kirchenglocken. Foto: Horst Conze
    Die Brüder Alexander und Maxim Conze klappern in Zeiten der Corona-Krise vom Balkon aus. Zusammen mit vielen anderen Kindern aus Schondra übernehmen sie von Gründonnerstag Abend bis zur Osternacht den Dienst der Kirchenglocken. Foto: Horst Conze

    Auch traditionelle Bräuche rund um Ostern können aufgrund der Kontaktbeschränkungen aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus nicht abgehalten werden, wie es traditionell angedacht ist. Deshalb musste das alljährliche Klappern durch die Klapperkinder in Schondra abgesagt werden. So einfach ließen sich die Ministranten der Pfarreiengemeinschaft Oberleichtersbach-Schondra den Dienst nicht aus der Hand nehmen. "Wenn wir schon nicht vor die Tür dürfen, dann klappern wir eben von zu Hause aus", sagt Maxim Conze, Klappermeister aus dem Hinterdorf in Schondra .

    Das Klappern läuft in diesem Jahr etwas anders ab. Während noch 2019 zu den Gottesdiensten zum ersten, zweiten und letzten mal geklappert wurde, künden die Kinder heuer die festen Gebetszeiten Punkt 6 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr als Hinweis auf den Engel des Herrn an. Um 21 Uhr wird an das Gebet in der Corona-Krise erinnert mit dem Gebet "Herr, bleibe bei uns", einem Vaterunser und einem Ave Maria. Und am Karfreitag wird um 15 Uhr mit dem Klappern an die Todesstunde Jesu gedacht. Zum letzten mal erinnern die Kinder um 22 Uhr an die Osternacht - und rufen die Gläubigen dazu auf, in diesem Jahr die Osternacht zu Hause im Fernsehen mitzufeiern (zum Beispiel um 22 Uhr im Bayerischen Rundfunk: Osternacht live aus München-Sendling).

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    Horst Conze

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