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    Sulzthal

    Kommandanten des Dienstbereiches 3 - Altlandkreis Hammelburg - trafen sich in Sulzthal

    Jochen Reinsch sprach  über Probleme beim Löschen von E-Autos im Feuerwehrhaus in Sulzthal. Hilmar Ruppert
    Jochen Reinsch sprach über Probleme beim Löschen von E-Autos im Feuerwehrhaus in Sulzthal. Hilmar Ruppert

    Die diesjährige Arbeitstagung der Kommandanten des Dienstbereiches 3 - Altlandkreis Hammelburg - fand in der Sulzthaler Mehrzweckhalle statt. Auflockerung erfuhr die Versammlung durch Vorträge , wie zum Beispiel über den Umgang mit Elektro-Autos oder über die psychologische Versorgung der Einsatzkräfte sowie durch die Vorstellung von Polizeioberkommissar Martin Kuhn. Gewählt wurden der Vertreter der Vereinsvorstände und der Vertreter der Kreisbrandmeister .

    Die Feuerwehr werde oft unterbewertet und sei doch mit ihren Einsätzen zwingend erforderlich, sagte Bürgermeister August Weingart bei seiner Begrüßung der Versammlung. KBI Thomas Eyrich ging auf die Leistungsprüfungen ein, davon gab es 89 bei der Gruppe im Löscheinsatz, 23 Technische Hilfeleistungen und 13 Prüfungen im Jugendbereich.

    Er berichtete von der Brandserie in Hammelburg und von Einsätzen auf der A7. "Bei der Entfernung von Ölspuren oder Türöffnungen sind wir vielmals in der Rolle als eierlegende Wollmilchsau, obwohl es oft nicht unsere Aufgabe ist ", vertrat Eyrich die Meinung. Er erinnerte an die beiden Jubiläen in Völkersleier und Diebach im nächsten Jahr und gab auch mit dem 20. November schon das Datum für die Dienstversammlung im nächsten Jahr bekannt.

    "Wie wir uns darstellen, werden wir wahrgenommen", argumentierte KBR Benno Metz . Er sprach die Anmeldungen an der Feuerwehrschule und die angedachte Übung mit der Autobahnmeisterei an. Außerdem leitete er die schriftliche Wahlen, aus der Elmar Eisenmann als Vertreter der Kreisbrandmeister und Tiemo Stürzenberger als Vertreter der Vereinsvorsitzenden hervorgingen.

    Polizeioberkommissar Martin Kuhn nutzte die Versammlung, um sich zu vernetzen. Er sprach den Lkw-Unfall bei Fuchsstadt, die Vermisstensuche bei Euerdorf und die Brandstifterserie in Hammelburg an. Alleine diese drei Einsätze zeigten, welch breitgefächerten Kenntnisse notwendig seien. Dass dies Ehrenamtliche stemmen, sei beachtenswert.

    Der Brand eines Elektroautos könne sich über eine Woche hinziehen, lautete das Fazit von Referent Jochen Reinsch. Kühlen laute die Devise, nicht löschen. Im Worst-Case werde das Auto mit einem Spezialkran in einem Wassercontainer versenkt. Die Probleme mit den E-Autos seien für die Feuerwehr noch nicht richtig absehbar, auch fehlten Initiativen der Autobauer.

    Das PSNV-E Team steht für Psycho-Soziale -Notfall-Versorgung für Einsatzkräfte und setzt sich derzeit aus 18 Personen zusammen. Markus Frank stellte es vor. Dadurch sollen psychische Folgen vermieden und die Motivation erhalten bleiben. Angeboten werden Prävention, Schulungen und Einsatz-Nachbesprechungen. Bei längeren Einsätzen könne eine Einsatzbegleitung vor Ort gestellt werden.

    Andreas Arzt, seit zwei Jahren Leiter der Bundeswehrfeuerwehr am Standort Lager Hammelburg, sprach über Waldbrände - speziell auf Truppenübungsplätzen - und stellte ihre Arbeit und den Fuhrpark vor. Hauptaufgabe sei es hier, Wald-, Wiesen- und Flächenbrände die aufgrund des Schieß- und Übungsbetriebes entstehen, schnellst möglich zu bekämpfen und eine Ausbreitung zu vermeiden. Arzt informierte, dass die Bundeswehrfeuerwehr im Rahmen der Amtshilfe dazu gerufen werden könne, im umgekehrten Fall warnte er jedoch davor, ohne Auftrag oder Weisung auf den Truppenübungsplatz zu fahren.

    Abschließend verabschiedete Eyrich Dieter Halbig (FFW Sulzthal ), Dieter Stöhling und Dirk Zirwick (beide FFW Euerdorf) und KBM Klaus Wüscher aus ihrem Dienst.

    Hilmar Ruppert

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