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    Bad Kissingen

    Kreis Bad Kissingen: Rathäuser bereiten sich auf Wahlen vor

    Tanja Schottdorf und Björn Denner vom Bad Kissinger Wahlamt mit Mustern für die Stimmzettel für die Landtags- und Bezirk...

    Die bevorstehende Landtags- und Bezirkstagswahl hält Björn Denner und Tanja Schottdorf auf Trab. Sie organisieren die Abstimmungen in der Großen Kreisstadt und sind verantwortlich dafür, das rund 17 700 Wahlberechtigte am 14. Oktober ihre Stimme abgeben können. Schottdorf ist die Chefin des Bad Kissinger Bürgerbüros , Denner leitet im Rathaus die übergeordnete Abteilung zentrale Dienste.

    Schon zu Beginn des Jahres haben sie mit den Vorbereitungen begonnen, zum Beispiel um Räume für die 15 Urnenwahllokale und 13 Briefwahllokale zu reservieren. Die Wahlbenachrichtigungen werden in den nächsten Tagen zugestellt, berichtet Denner. Und: "Seit Donnerstag ist das Briefwahlbüro eingerichtet." Dort können sich Stimmberechtigte ihre Wahlunterlagen abholen, um dann in Ruhe zu Hause ihre Kreuze zu setzen. Wer will, kann seine Stimmzettel aber auch direkt im Briefwahlbüro ausfüllen und gleich wieder abgeben.

    Der Termin stand diesmal im Vergleich zu anderen Landtagswahlen zwar erst vergleichsweise spät fest, wurde dafür aber auch um einen Monat nach hinten verlegt. "Wir haben zunächst gedacht, dass uns das Zeit bringt, aber dem ist nicht so", berichtet Denner. Es sei kein Entzerrungseffekt spürbar gewesen, die Organisation laufe wie immer ab.

    Stefan Stöth vom Hammelburger Wahlamt ist hingegen froh darüber, dass diesmal nicht im September gewählt wird. Für ihn zählt jeder Tag, den er zusätzlich zum Vorbereiten hat. Rund 8924 stimmberechtigte Hammelburger werden am Wahlsonntag nicht nur über Landtagsabgeordnete und Bezirksräte abstimmen, sondern voraussichtlich auch über die Zukunft des Bürgerhauses. Am Montag entscheidet der Stadtrat darüber, ob der von Kritikern angestrebte Bürgerentscheid (siehe hier ) zulässig ist. "Uns bleibt dann nichts anderes übrig, als das zu organisieren", meint Stöth. Für die Stadt sei es von Vorteil, den Bürgerentscheid mit den Wahlen zusammenzulegen. "Es ist zwar ein sehr großer Zeitaufwand das zu organisieren, aber wir sparen uns große Kosten", sagt er. Verwaltung und Wahlhelfer müssen so für den Bürgerentscheid nicht noch einen zusätzlichen Dienst übernehmen.

    Stöth plant normalerweise mit rund 160 Wahlhelfern, um die Wahllokale zu besetzen und die Stimmen auszuzählen. Wird der Bürgerentscheid zugelassen "haben wir mit Sicherheit 180 Helfer". Hinzu kommen noch einmal zehn Helfer als Reserve, die kurzfristig einspringen können.

    Denner und Schottdorf haben für Bad Kissingen 300 Wahlhelfer plus 30 Mann Reserve eingeteilt. 270 besetzen die Wahllokale , 30 verrichten ihren Dienst im Rathaus. Die meisten Wahlhelfer sind Behördenmitarbeiter, etwa von der Stadt und vom Landratsamt. "So versuchen wir das meiste abzudecken. Es gibt aber auch Freiwillige, die sich melden", berichtet Schottdorf. Zum Beispiel volljährige Schüler vom Jack-Steinberger-Gymnasium. Grundsätzlich hat jeder Wahlberechtigte die Möglichkeit, sich als Wahlhelfer zu melden. Für den Einsatz gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung von 20 Euro.

    Der Dienst als Wahlhelfer ist grundsätzlich eine ehrenamtliche Aufgabe - allerdings eine, die man nicht einfach so zurückweisen kann. Wer berufen wurde, muss gut begründen können, wieso es ihm nicht möglich ist, den Dienst zu übernehmen. "Eine Person zu befreien ist möglich, aber es gibt hohe Hürden", sagt Denner. Wer sich grundlos entzieht, dem droht sogar ein Ordnungsgeld.

    Wahllokale in Bad Kissingen

    Änderungen Wegen der Baumaßnahmen im Landratsamt wurde das dort untergebrachte Wahllokal 105 diesmal in das evangelische Gemeindehaus in die Salinenstraße 2 verlegt.

    Statistik In Bad Kissingen gibt es auch diesmal wieder zwei Repäsentativstimmbezirke: die Feuerwache Bad Kissingen und das katholische Pfarrzentrum in Garitz. In diesen Wahllokalen werden für wahlstatistische Auszählungen Stimmzettel verwendet, auf denen Geschlecht und Geburtsjahr vermerkt sind. Eine Verletzung des Wahlgeheimnisses ist ausgeschlossen.

    Benedikt Borst

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