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    Bad Kissingen

    Zeitplan für Schulcampus in Hammelburg und Millionen-Aufträge für BBZ in Münnerstadt

    Grafik: Klaus Heim
    Grafik: Klaus Heim

    Die Mitglieder des Kreisausschusses haben sich in ihrer Sitzung am Montag mit dem geplanten neuen Schulcampus in Hammelburg befasst. Der soll am östlichen Stadtrand entstehen. Wie Landrat Thomas Bold ( CSU ) dem Gremium berichtete, ist angedacht, das Schulzentrum mit einer neuen Straße zu erschließen, die die Kissinger Straße mit der Straße "Am Sportzentrum" verbindet. Über diese Straße soll künftig auch der Schulbusverkehr laufen, passend dazu ist eine busbahnhofsmäßige Gestaltung auf dem südlich angrenzenden Schulgelände angedacht.

    Grundstücke schon gekauft

    Auf dem südlichen Grundstück sollen das Frobenius-Gymnasium, die Realschule, Mensa und Sportanlagen untergebracht werden, die kleinere nördliche Fläche bietet sich als späterer Standort für die Saaletalschule an. "Die Grundstücke befinden sich zum allergrößten Teil im Besitz des Landkreises und der Stadt", sagte Bold. Man sei handlungsfähig, um das Projekt voranzubringen.

    Zum Hintergrund: Weil die Sanierung des Gymnasiums nötig ist, aber zu viel gekostet hätte, entschied sich der Landkreis für einen Neubau (geschätzte Kosten liegen derzeit bei rund 30 Millionen Euro) Nach der Fertigstellung des Gymnasiums sollen die ebenfalls sanierungsbedürftige Realschule und langfristig auch die Förderschule an den neuen Standort umziehen.

    Laut Bold ist bis zum Frühjahr die Erschließungsplanung voranzubringen, so dass dann 2020 ein Architektenwettbewerb ausgeführt wird. "Wir versuchen 2020 final einen Planer zu bestimmen und zu beauftragen", sagte der Landrat.

    Forderungen zum Energiesparen

    Johannes Wegner (Grüne/BfU) merkte an, dass bei der Planung auch die Anbindung mit Bahn und Rad zu berücksichtigen ist und dass das Gebäude am besten nach Passivhaus-Standards zu errichten sei. Schulleiter Matthias Ludolph bestätige in der Sitzung, dass das Thema Nullemissionshaus auch bei den Schülern als wichtig betrachtet wird.

    Aufträge für das Berufsbildungszentrum vergeben

    Ebenfalls Thema der Sitzung war das Berufsbildungszentrum Münnerstadt. Der Kreisausschuss hat für rund 2,3 Millionen Euro Gewerke für den Neubau vergeben. Die Firma Hahner Technik aus Hessen setzte sich nach Auskunft der Kreisverwaltung gegen zehn weitere Unternehmen mit dem wirtschaftlichsten Angebot (290 846,71 Euro) für die Stahlbauarbeiten an den Außentreppen durch. Die Auftragssumme liegt leicht über der Kostenschätzung.

    Der Ausschuss erteilte den Zuschlag einstimmig. Für rund 1,95 Millionen Euro wurde die Firma Fleischhacker aus Würzburg beauftragt, die gesamte Freianlage des BBZ herzurichten. Dazu gehören unter anderem der Campushof, die Treppen, ein grüner Pausenbereich sowie ein Kräuterbereich für die Küche, ein Notausgang, die Feuerwehrzufahrt und der Wirtschaftshof, die Verbindungswege sowie ein Allwetterplatz. Auch, dass die neu zu pflanzenden Bäume und Büsche aus Garantiegründen drei Jahre lang gepflegt werden, gehört zu den Leistungen.

    Drei Millionen für Ortsdurchfahrt

    Die dritte Vergabe der Sitzung betrifft die Ortsdurchfahrt Reichenbach. Für rund drei Millionen Euro werden dort Straße, Gehwege und vor allem der für Starkregenereignisse zu klein gewordene Kanal erneuert.

    Der Landkreis trägt die Hälfte der Kosten, die andere Hälfte zahlen die Stadt Münnerstadt sowie der Abwasserzweckverband Saale-Lauer. Den Zuschlag für die Arbeiten erhielt - vorbehaltlich der Zustimmung der Regierung von Unterfranken - einstimmig das Bauunternehmen Ullrich aus Elfershausen.

    Benedikt Borst

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