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    Hammelburg

    Kunstnacht in Hammelburg

    Stahlköpfe beim Gespräch im Schlossgarten. Foto: Winfried Ehling
    Stahlköpfe beim Gespräch im Schlossgarten. Foto: Winfried Ehling

    Die Kunstnacht bereichert den Reigen an Veranstaltungen in der Stadt. Die Gruppe "Kunst vereint" präsentierte diesmal an vier Orten Werke von 34 Künstlern, die sich eines beachtlichen Publikumszuspruchs erfreuten.

    Im alten Kaufhaus am Marktplatz stellte sich zur Vernissage unter dem Motto "bewegt" ein regelrechter Andrang ein. Die drei Initiatorinnen, Maria Heckmann, Barbara Winter und Maria Rinecker, begrüßten die Besucher. Das Quintett "Sweet Inspirations" flankierte den Auftakt mit Gesangstücken.

    "Es ist unglaublich was sich aus Kunst vereint und der Kunstnacht entwickelt hat", sagte Bürgermeister Armin Warmuth ( CSU ). Gut, dass sich der geplante Umbau noch etwas hinziehe, meinte er etwas überraschend zum alten Kaufhaus.

    Was die Künstler jeweils bewegt, halten sie in ihren Werken fest: in Malerei , Plastiken, Gedichten, Fotografien, Radierungen , einer Videoarbeit, am Computer erzeugte Bilder sowie in Collagen mit unterschiedlichen Materialien. Die Beteiligung reichte über den Landkreis hinaus. Ein großer Teil der Künstler kam aber auch aus der Stadt und der Umgebung.

    In den Arbeiten von Betty Kohl-Spies ist zum Beispiel die von Wind und Wasser umtoste, langsam erodierende Nordseeinsel Sylt zu sehen. Weitere Beispiele sind die Gemälde und Figuren, darunter ein beweglicher Harlekin, von Mathy Steller-Vrolyk oder Berthold Schürgers "Rastlose Stadt".

    Beim Thema Bewegung spielt der Tanz eine wichtige Rolle, ausgedrückt in Gemälden und Skulpturen : Flamenco tanzenden Paaren von Heidi Schmid folgen Gemälde von Quallen, Vögeln, Feuer und Rauch. Anita Haub setzt Figuren aus Draht, Papier und Farbe in Schwingung.

    Am Viehmarkt schloss sich bei der Kunstnacht die Darbietung junger TV/DJK-Mitglieder an, die unter Leitung von Simon Bahmer und Lukas Gößmann-Schmitt eine Parkour-Vorführung präsentierten. Über Kästen springen, rollen, Entfernungen überbrücken und Wände überwinden - die Vorführung setzte das Thema Bewegung sportlich-kunstvoll um.

    Das Rineckerhaus barg eine Ausstellung von Christel Dräger, die ihren Bildern die Dynamik der eigenen Gefühlswelt verleiht. Sie haucht dabei Phasen ihres Lebens Emotionen ein, denen sie in ihren bewegten Werken Ausdruck gibt. In der Scheune des Anwesens traten "Bernstein & Ebenholz" auf, ein Geschwisterpaar aus Hammelburg das mit mythischen Liedern und Balladen der Kunstnacht eine weitere Variante hinzufügte: die Dynamik des Wortes und Gesangs.

    Ein Gemeinschaftsprojekt von Elmar Gößmann, Klaus Schwarz und Gerhard Vollert erwartete die Besucher im Garten des Kellereischlosses. Fantasievolle, illuminierte Metallskulpturen und andere Werke gewannen durch unterschiedliche Beleuchtung ihre eigenen Charaktere. Die Live-Musik dazu spielte Melvin Beck.

    Die Ausstellung im alten Kaufhaus noch bis zum 21. Juli samstags von 10 bis 14 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden. Die Upcycling-Kunst im Schlossgarten ist bis zum 7. Juli zu sehen.

    Winfried Ehling

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