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    Bad Kissingen

    Landkreis Bad Kissingen: Vergleichsweise weniger corona-betroffene Branchen

    Laut der Untersuchung des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos steht der Landkreis Bad Kissingen in der Krise relativ gut da.
    Laut einem Bericht des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos steht Bad Kissingen - hier der Regentenbau - in der Corona-Krise relativ gut da.  Foto: Peter Rauch       -  Laut einem Bericht des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos steht Bad Kissingen - hier der Regentenbau - in der Corona-Krise relativ gut da.  Foto: Peter Rauch
    Laut einem Bericht des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos steht Bad Kissingen - hier der Regentenbau - in der Corona-Krise relativ gut da. Foto: Peter Rauch

    Das Unternehmen hatte die wirtschaftlichen Folgen der Eindämmungsmaßnahmen in den Regionen Deutschlands untersucht. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift "Kommunal" veröffentlicht. "Kommunal" ist eine Zeitschrift, die die Interessen der deutschen Städte und Gemeinden vertritt und öffentlich macht.

    Wie "Prognos" berichtet, sind die Auswirkungen der Einschränkungen in allen Branchen und gesellschaftlichen Bereichen zu spüren. Das Unternehmen drückt es folgendermaßen aus: "In allen Bundesländern leidet die Mehrheit der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter einer hohen bis mittleren Betroffenheit." Den Ergebnissen zufolge arbeiten etwa 61 Prozent der Beschäftigten in Branchen, die mittel bis hoch von der Corona-Krise betroffen sind.

    Das Verarbeitende Gewerbe sei besonders stark betroffen: vor allem die Chemie- und Kunststoffindustrie , die Metall- und Elektroindustrie und Stahlindustrie . Weniger betroffen ist hingegen der Dienstleistungssektor . Nachfrage der öffentlichen Verwaltung, der Erziehungs- und Unterrichtsdienstleistungen sowie des Gesundheits- und Sozialwesen besteht weiterhin. Diese können ihre Aufgaben weitestgehend gut erfüllen und Gehälter bezahlen - und das trotz Home-Schooling und geschlossenen Bürgerämtern .

    Im Durchschnitt sind in ganz Deutschland 22 Prozent der sozialversicherten Beschäftigten in einer Branche beschäftigt, die zu den hoch Betroffenen zählt, so die Ergebnisse von "Prognos". Heruntergebrochen auf Bundesländer befindet sich Bayern mit 27 Prozent auf dem zweiten Platz unter Baden-Württemberg. Denn dort, wo Automobilbau, Chemieindustrie und andere Branchen des Verarbeitenden Gewerbes die Wirtschaft der Region stark prägt, ist die Betroffenheit entsprechend.

    Andererseits sind laut "Prognos" auch touristisch geprägte Regionen und Großstädte von den Einschränkungen betroffen.

    Aber: Regionen, in denen der Anteil der Dienstleitungs- und der systemrelevanten Berufe größer ist, haben geringere Probleme. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Bad Kissingen zu den Glücklicheren zählt: Der Landkreis gehört zu den Regionen, die bundesweit den geringen Anteil von Branchen mit mittlerer bis hoher Betroffenheit haben. In diesen Städten und Regionen liegt der Wert laut "Prognos" bei unter 50 Prozent der Gesamtbeschäftigten.

    Mit dem Wissen über regionale Unterschiede richten die Verfasser ihren Blick in die Zukunft: Es müsse also eine Lockerungsstrategie in Bezug auf die Maßnahmen geben, die auf die Gegebenheiten der Regionen angepasst sind. In allen Bundesländern sehen sie wichtige Zukunftsaufgaben: Sie müssten die regionale Gesundheitsversorgung und die digitale Infrastruktur ausbauen. Außerdem müssten sie Lieferketten stärken.

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    Ellen Mützel

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