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    Trimberg

    Launiger Jazz auf der Trimburg

    Das Jazzfest auf der Trimburg lockte auch heuer wieder Hunderte von Besuchern in die alten Mauern. Diesmal von einem zweiten Ensemble, der "Golden Brass Band", als Opener begleitet, sorgten die Jazz-Veteranen unter Leitung von Wolfgang Görner erneut für eine Musik-Session, die alle begeisterte.
    Der Sound aus den "goldenen Jahren" - Jazz , Swing, Blues, Dixie und Boogie Woogie - erfreut sich noch immer der Gunst ungezählter Zuhörer, die, teils in die Jahre gekommen, ihre Jugend und die damit verbundene Lebensfreude mit diesen Klängen verbinden, wie an den strahlenden Gesichtern abzulesen war.
    Ein sonniger Sommernachmittag, das Speisen- und Getränkeangebot der bewirtschaftenden Pfarrgemeinde Elfershausen und wohl auch der Fußball-Krimi der deutschen Nationalmannschaft, gaben der Stimmung Auftrieb. Neben der musikalischen Bandbreite forderte das Können und Zusammenspiel der Protagonisten sowie ihre Solisten-Ausflüge den verdienten Applaus, den die Fangemeinde nicht versagte.
    Wer Lust auf Jamming hatte kam und konnte mitspielen. Das waren beispielsweise Rainer Nöth, der auch die Brass Band leitete, Günter Dengel mit dem Wolfgang Görner vor 60 Jahren zum ersten Mal auf der Bühne stand, Ralf Meyer-Natus, Wolfgang Kriener, Hilda Wischnewski, Matthias Ernst, Katharina Fenn, Joachim Schwigon und eine Sängerin, die ihr Versprechen wiederzukommen hielt: Silvia Völker aus Fulda.


    Erstmalig staunte das Publikum auch über einen südkoreanischen Gitarristen, Hyun Bin Park, den Ernst aus Nürnberg mitbrachte und der sich nahtlos in den Klangteppich einreihte. Park ist Mitbegründer des Jazz-Ensembles "Djangology" das - wie der Name vermuten lässt - Django Reinhardt nacheifert und von diesem, neben eigenen Stücken, mindestens 100 Titel spielt, wie der Musiker aus Fernost versichert.
    Unter dem Strich also eine entspannte und obendrein noch kostenfreie Veranstaltung, deren Spendenerlös jeweils zur Hälfte den Freunden der Trimburg und ihrem Schwesterverein "musifit" zugedacht ist. Dennoch fehlte der Darbietung etwas, nämlich die Frau, die immer mit einer Spendenbox durch die Reihen ging und sich mit den Besuchern unterhielt, Renate Görner. An ihre Stelle trat jetzt Gisela Walz, ein Mitglied des Freundeskreises.
    Kürzlich an einer Krankheit verstorben, ist die Gattin von Wolfgang Görner die eigentliche Ideengeberin für dieses Musik-Event gewesen, das zu einem "Dauerbrenner" wurde und heuer zum 16. Mal stattfand. Die Mitbegründerin des Jazzfests erwies sich als treibende Kraft bei den Vorbereitungen und in der Organisation und als "guter Geist", der hinter den Kulissen wirkte. Ihr wurde in Form einer Foto-Schautafel ein Gedenken auf der Burg gewidmet.
    "Es wäre auch im Sinne von Renate gewesen, das Jazzfest zu veranstalten und weiterzuführen", ist sich der verwitwete Ehemann sicher, und fügt hinzu "solange dies möglich ist". Denn auch die Akteure sind in die Jahre gekommen und niemanden ist gegeben, vorherzusagen, ob alle beim nächsten Mal noch dabei sind. Winfried Ehling

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