• aktualisiert:

    Bad Kissingen

    Linkspartei mit 21 Kandidaten für Kissinger Kreistag

    Die Linkspartei tritt zum ersten Mal bei den Kommunalwahlen im Landkreis an. Neben den Kandidaten für den Kissinger Stadtrat, schickt die Partei auch Bewerber für den Kreistag ins Rennen. Ganz vorne stehen da zwei Gewerkschafter.
    Christian Hänsch (Mitte) und Maximilian Gerber (rechts) treten für die Linke sowohl für den Kissinger Stadtrat, als auch für den Kreistag an.    Kreisvorsitzemder Frank Hertel  unterstützt die Kandidaten im Wahlkampf. Benedikt Borst/Archi       -  Christian Hänsch (Mitte) und Maximilian Gerber (rechts) treten für die Linke sowohl für den Kissinger Stadtrat, als auch für den Kreistag an.    Kreisvorsitzemder Frank Hertel  unterstützt die Kandidaten im Wahlkampf. Benedikt Borst/Archi
    Christian Hänsch (Mitte) und Maximilian Gerber (rechts) treten für die Linke sowohl für den Kissinger Stadtrat, als auch für den Kreistag an. Kreisvorsitzemder Frank Hertel unterstützt die Kandidaten im Wahlkampf. Benedikt Borst/Archi

    Die Linkspartei tritt zum ersten Mal zur Wahl des Bad Kissinger Kreistages an. Der Kreisverband Main-Rhön hat 21 Kandidaten dafür nominiert, darunter 15 Männer und sechs Frauen. Mit Dreifachnennung wird die Liste auf die maximal möglichen 60 Plätze aufgefüllt. Gerhard Klamet führt die Kandidatenliste auf Platz 1 an. Klamet ist zwar seit Jahren Mitglied bei der Linkspartei, im Landkreis ist er aber bislang vor allem als Gewerkschaftsfunktionär in Erscheinung getreten. Der 51-Jährige ist seit sieben Jahren Vorsitzender des Kreisverbandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Klamet arbeitet in der Industrie in Schweinfurt und lebt in Aura an der Saale . Als Gewerkschafter habe er mehr mit bundespolitischen Themen zu tun gehabt.

    Keine Kosten für Kitas und ÖPNV

    Seine Schwerpunkte in der Sozialpolitik will er im Fall einer erfolgreichen Wahl in den Kreistag mit einbringen. "Viel Soziales kann ich da nicht entdecken", kritisiert er. Er fordert zum Beispiel, dass der Kreistag Aufträge bevorzugt an Unternehmen vergibt, die ihre Mitarbeiter nach Tarif bezahlen. Für den Flächenlandkreis Bad Kissingen brauche es mehr Anstrengungen, um den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auszubauen. Die Linkspartei fordert die Einführung von kostenlosen Schüler- und Sozialtickets. "Wir haben hier viele Arbeitslose , Aufstocker und Bedürftige, denen man kostenlose Bustickets anbieten müsste", findet Klamet.

    Was steht noch im Programm der Linkspartei zur anstehenden Kommunalwahl? Die öffentliche Daseinsvorsorge solle in kommunaler Hand bleiben. Konkret wollen sich die Kissinger Linken zum Beispiel dafür einsetzen, dass wieder eine Geburtsstation im Landkreis angesiedelt wird. Bildungspolitisch fordern die Linken gebührenfreie Kitas und kostenlose Verpflegung in Schulen und agrarpolitisch die Förderung von Ökolandbau. Um auf lokaler Ebene gegen den Klimawandel zu handeln, müsse eine vollständige Energieversorgung aus erneuerbaren Energien das Ziel sein.

    Auf Listenplatz 2 haben die Linken Victoria May gesetzt. Die Bad Kissingerin war mehrere Jahre Vorsitzende der unterfränkischen Jusos und ist aktuell stellvertretende Vorsitzende beim DGB-Kreisverband.

    Auf Platz vier der offenen Liste bewirbt sich Sonja Johannes für den Kreistag. Johannes tritt auch in Münnerstadt für die Satirepartei "Die Partei" als Bürgermeisterkandidatin an. Auf Platz zehn nominiert ist Christian Hänsch, der Wirt der Kissinger Traditionskneipe Zoom Eulenspiegel. Hänsch führt außerdem die Liste der Linkspartei zur Bad Kissinger Stadtratswahl an.

    Kandidaten Für die Linkspartei treten zur Kreistagswahl an: Gerhard Klamet, Victoria May, Florian Beck, Sonja Johannes, Oliver Plume, Heike Kellen, Maximilian Gerber, Lisa Sauer, Christian Hänsch, Amelie Hänsch, Magnus Metzner, Renate Vogt, Hans Kaiser , Werner Reutlinger, Domenic Weinmann, Maximilian Maier, Tobias Burigk, Franz Peter Christoph, Allan Pereira Bagszas, Stefan Bannert und Jörg Sauer.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Bad Kissingen-Newsletter!

    Benedikt Borst

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!