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    Rottershausen

    local heroes Bayern: Diese Finalisten spielen in Rottershausen

    Hoffnungen und Träume, aber auch die psychischen Abgründe der Verlorenheit werden in den Songs von "Lonely Spring" thematisiert. Foto: Katharina Aigner
    Hoffnungen und Träume, aber auch die psychischen Abgründe der Verlorenheit werden in den Songs von "Lonely Spring" thematisiert. Foto: Katharina Aigner

    Diese Fachjury hatte ordentlich zu tun: Bis Ende März waren unabhängige Experten aus der Musikbranche gefragt, die vier besten Bewerber des local heroes Bayern-Jahrgangs 2019 zu nominieren. Jetzt steht fest: "Savanna Skean" aus Würzburg, "Betamensch" aus Nürnberg, "Lonely Spring" aus Passau und "Machete Dance Club" aus München haben das Rennen gemacht. Sie kämpfen am 14. Juni auf der Zeltbühne des "ab geht die Lutzi"-Festivals in Rottershausen um den Einzug ins local heroes-Bundesfinale und damit um den Titel "Beste deutsche Nachwuchsband".

    "Die letzten Wochen waren wohl die bislang aufregendsten des Jahres 2019", sagen Dani Straßner, Lisa Fuchs und Nicole Oppelt in einer Pressemitteilung. Die drei ehrenamtlichen Organisatorinnen von local heroes Bayern kamen mit dem Daumendrücken für ihre Schützlinge gar nicht mehr hinterher. Nachdem Ende Februar die Bewerbungsphase für die Wiederauflage des bayernweiten Nachwuchs-Wettbewerbs abgeschlossen war, zogen sie gemeinsam mit den befreundeten Musikinitiativen aus Hammelburg und Bad Neustadt eine erste Bilanz und übergaben ein Paket mit den 20 vielversprechendsten Bewerbungen in die Hände einer unabhängigen Fachjury.

    Diese hat nun ihr Urteil gefällt. Ihrer Ansicht nach haben "Savanna Skean", "Betamensch", "Lonely Spring" und "Machete Dance Club" das Zeug, um den Freistaat im kommenden November im local heroes-Bundesfinale zu vertreten und vielleicht sogar den Sieg des bundesweiten Wettbewerbs für sich zu entscheiden. Welche Band am Ende nach Sachsen-Anhalt reist, entscheidet sich am 14. Juni auf der Zeltbühne des "ab geht die Lutzi" in Rottershausen .

    Drums, Gitarre und Gesang - mehr braucht es nicht

    Die großen Hoffnungen, die nun in das Finalisten-Quartett gesetzt werden, sind nicht unberechtigt. Denn allesamt bringen sie das Potenzial für die großen Bühnen dieses Landes mit. Die unterfränkische Formation "Savanna Skean" will das Publikum in Rottershausen mit "West-Coast Grunge-Rock " von sich überzeugen. Ihr Motto "Musik ist Passion!" vereint alles, vom klassischen Alternative-Rock mit Grunge-Einflüssen, über Rock'n'Roll bis hin zu Blues. Sie selbst beschreiben diese Mixtur als "leidenschaftliche, ehrliche Rockmusik, ganz puristisch, die eben laut und böse sein kann oder auch mal verhältnismäßig sanfte Töne anschlägt". Und die Drei stellen klar: "Drums, Gitarre und Gesang . Mehr ist da nicht, aber mehr braucht es auch nicht."

    Mit Elan und Do-It-Yourself-Manier

    Die Mittelfranken von "Betamensch" setzen hingegen auf "plattitüdenfreien Rock mit Pop-Appeal". "Was Anfang 2014 mit einer Schnapsidee begann, wurde bis heute mit Elan und Do-It-Yourself-Manier konsequent verfolgt", berichten sie über ihren Werdegang als Band. Dass 2019 ein "großes Jahr" für sie werden würde, war für "Betamensch" übrigens klar. Nach Produktionen mit Produzenten wie Florian Nowak und Kurt Ebelhäuser, beschloss die Band, sich im Sommer 2018 in das eigene Studio zu "verschanzen", um neues Material aufzunehmen. Mit Erfolg, denn die erste Single "Heldentrauma", die anschließend im Herbst mitsamt einem Tour-Impressionen Video veröffentlicht wurde, landete prompt auf diversen Spotify Playlisten, geschmückt mit einem Cover Feature. Anfang des Jahres erschien dann ihre Single "Neonlicht". Doch damit nicht genug, denn am 26. April erscheint die zweite EP "Was Wir Waren" mit neuem Futter, so in einer Pressemitteilung.

    Aufbruch und Veränderung

    Aus Niederbayern werden "Lonely Spring" anreisen. Beeinflusst von Szenegrößen wie " Papa Roach ", " My Chemical Romance ", " Billy Talent " oder "Emil Bulls", die bereits selbst in Rottershausen zu Gast waren, will dieses Quartett Mitte Juni mit ihren Ideen von Emo, Post-Hardcore und Rock punkten. Was das Publikum dann erwartet, beschreibt etwa "Der Gute Ton Musik Reviews": "Cleanparts und gutturaler Gesang geben sich die Klinke in die Hand und errichten mit der Unterstützung von Bass, Drums und Gitarre ein abwechslungsreiches Songlabyrinth, bei dem der Ausgang nach dem fünften Mal hören noch immer nicht in Sicht ist. Die Lieder vermitteln jedoch nicht die sehr häufig auftretende 'Die Welt geht unter und wir werden alle sterben'-Stimmung, sondern fordern eher zum Aufbruch sowie zur Veränderung auf."

    Knallige Mischung aus 80s-Sound und harten Riffs

    "Machete Dance Club" aus der Landeshauptstadt lassen ebenfalls aufhorchen, wenn sie ihren " Michael Jackson Metal & Porndance" ankündigen. Seit ihrer Gründung im Frühjahr 2018 erspielen sie sich mit einer "knalligen Mischung aus 80s-Sounds, harten Riffs und poppig-eingängigen Vocals" eine immer größer werdende Fanbase. Übrigens, erst vor kurzem stand für die Band ein wichtiger Meilenstein an. Am 12. April veröffentlichte das Quartett seine erste EP "A Trip Outta Hell Into Heaven And Back" und passend dazu sind sie als Main-Support der 90erJahre-Crossover-Helden von "Dog eat Dog" (New York) auf ihrer Europa-Tour zu erleben. Dass diese Vier absolut hörens- und sehenswert sind, attestierte ihnen bereits die Stuttgarter Zeitung. Für die Redaktion waren sie nämlich bei ihrem dortigen Tour-Stopp mit "Feine Sahne Fischfilet " der Konzerttipp der Woche.

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