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    Modlos

    Lustiger, als die Polizei erlaubt

    Beim Modloser Büttenabend wurde das Publikum auf eine Reise durch die Galaxie mitgenommen. Von Außerirdischen bis zum Polizeiplaneten war alles dabei. Seitenhiebe auf die Oberleichtersbacher durften nicht fehlen.
    Die Modloser Polizeiinspektion ist auf zack - wenns drauf an kommt.  Foto:  Marion Eckert       -  Die Modloser Polizeiinspektion ist auf zack - wenns drauf an kommt.  Foto:  Marion Eckert
    Die Modloser Polizeiinspektion ist auf zack - wenns drauf an kommt. Foto: Marion Eckert

    Fasching in Modlos - da ist jede Menge Spaß und Stimmung garantiert. Dass am gleichen Abend auch die beliebte Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks " Fastnacht in Franken " in Veitshöchheim über die Bildschirme flimmerte, war für die Modloser kein Thema. Sie waren natürlich im Sportheim, um die Akteure aus ihrem Ort zu unterstützen.

    Die ließen sich auch in diesem Jahr nicht lumpen. Auf eine Reise durch die Galaxie wurde das Publikum mitgenommen. Das Bühnenbild entführte in die Weiten das Universums, und mittels eines spektakulären Raketenauftritts wurde Moderator Torsten Leitsch in den Orbit befördert. Dass diese Rakete den Namen "Greta" trug, war sicherlich nur ein Zufall. Die Begegnung mit den ersten Außerirdischen ließ nicht lange auf sich warten. Zum Star-Wars-Sound zücken die Damen des Elferrates ihre Lichtschwerter und eroberten die Bühne. "Völlig losgelöst von der Erde schwebt das Raumschiff, völlig losgelöst", war ihr Schlachtruf für diesen Abend. Auch die Deko des Abends entsprach dem Thema inklusive essbarer Miniraumschiffe auf den Tischen.

    Nach seinem garantiert "feinstaubsicherem Auftritt dank Greta", rief Leitsch im schönsten Modloser Dialekt ins Publikum "Gehn mers an", und die Reise in Ferne Galaxien zu immer neuen Planeten nahm ihren Lauf. Die Witze mit Lokalkolorit schienen dem Moderator nicht auszugehen, und auch die Schunkelrunden wurden so zwischen den Darbietungen platziert, dass keine Langeweile aufkommen konnte.

    Wenn der Postbote ...

    Zum Elferrat gehörten in diesem Jahr Maria Klug, Isabell Fröhlich, Judith Hahn, Pia Schönstein, Laura Diller, Emma Ferkinghoff, Johanna Klug und Laura Reith. Im ersten Sketch ging es auf den Planet der Teenies mit  "Wenn der Postmann 2 x klingelt". Merkwürdig sahen die Kinder ja schon aus. Der Sohn ( Felix Müller ) mit großer Nase, die Tochter (Linus Leitsch) mit großen Ohren. Wo sie die wohl her haben? Weder der Vater (Emilio Hahn) noch die Mutter (Anton Leitsch) hatten diese Merkmale. Wenn da nicht der Postbote (Elias Schneider) seine Finger mit ihm Spiel hatte? Hatte er doch tatsächlich große Ohren und eine lange Nase. Das Publikum lachte herzhaft über diesen gespielten Witz der Newcomer. Abwechslung und jede Menge Schwung brachte die Teenie-Showtanzgruppe der 1. Karnevalsgesellschaft Bad Brückenau auf die Bühne.

    Weiter ging's auf den Polizeiplaneten mit dem Sketch " Polizeiruf ". Modlos hat eine eigene Polizeistation, neben dem alten Backhaus, da hier doch das größte Gefahrenpotenzial lauere. Zur  Musik von "Aktenzeichen" ging es los, und eine neue Polizistin kam auf die Station, wurde aber sogleich zurecht gewiesen, dass fürs Fingernägelfeilen keine Zeit sei. Das Telefon stehe ja zu keinem Moment still. Da musste der Kollege aus Oberleichtersbach, ausgerüstet mit einer zünftigen Brotzeit, aushelfen. Doch auf der Wache in Modlos wird kein Bier getrunken - nur Hugo ist erlaubt. Diverse Anrufe von besorgten Bürgern wurden auf höchst kreative Weise gelöst. Dazu zählten Entführung , zu laute Nachbarn, Aliens und ein Gewitter über Detter.

    Stromausfall in der Polizeiinspektion

    Seitenhiebe auf die Nachbarn in Oberleichtersbach durften auch nicht fehlen, die ja "das Niveau von Modlos " gar nicht haben können. Der Stromausfall in der Polizeiinspektion Modlos brachte schließlich ein pikantes Techtelmechtel ans Licht. Diesen Sketch spielten Isabell Schneider, Jasmin Leitsch, Kerstin Jaborek, Susanne Mack, Simone Müller, Stefanie Leitsch und Yvonne Klug. "Der Integrationsbeauftragte von Kissingen tät die Hacken schlagen, alles eingeheiratete", dankte Leitsch den Damen für ihren Auftritt.

    Für unterschwelligen Wahlkampf sorgte "Waldis Fußballstammtisch" mit seiner illusteren Expertenrunde bestehend aus Doro, die mit dem Flugtaxi gekommen war, und als Digitalministerin für "hohle Wortphrasen" bekannt sei, und der Nationaltrainer des SV Detter, "Jogi Luftpumpe". Am Ende der umfassenden Diskussion war klar, dass der Fußball zu digitalisieren sei, und es so etwas letztlich nur in Modlos gibt. Weiter ging es mit "DäänSINN´s und "The greatest däänSINN´s Show". Aus Schönderling waren sie nach Modlos gekommen und zeigten ein starke Show mit viel Power und mutigen Einlagen. "Saustark" fand es auch Leitsch.

    Galopp quer durch die Familiengeschichte

    "Weils in Modlos so schö' ist" leitete Jürgen Keßler seinen musikalischen Auftritt ein und lud das Publikum unter anderem zu einem lustigen Galopp quer durch die Familiengeschichte . Mit "Tratsch aus dem Wartezimmer" unterhielten Sabine Fröhlich und Elke Schuhmann, und ein "ganz normales Gespräch" unter Bauarbeitern stellten Alexander Fröhlich, Manuel Brust, Lukas Fröhlich, Nico Schroll und Jakob Hahn auf ihrer ganz speziellen Baustelle vor. Einen Höhepunkt des Abends setzte das Männerballett Modlos mit Steffen Schneider, Gerhard Mack, Andreas Zink, Florian Heier, Patrick Bub und Alexander Bub mit ihrem "Tanz in Säcken", bevor der Nachwuchs (Ralph Leitsch, Andreas Klug, Alexander Bub, Michael Hahn , Gerhard Mack, Alexander Fröhlich, Elke Schuhmann, Manuel Hohmann, Jakob Hahn, Isabell Fröhlich) zum Besten gab, was sie an Klischees und Brauchtümer aus Modlos in die Wiege gelegt bekommen haben. Da kam so manche Kuriosität zu Tage.

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    Marion Eckert

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