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    Burkardroth

    Markt Burkardroth: Bauarbeiten stehen an

    In Wollbach rollen im kommenden Jahr wohl die Bagger: Der Gemeinderat brachte jüngst die Erschließung des Baugebiets "Brennofen" auf den Weg. Außerdem stand die Haushaltsjahresrechnung von 2018 auf der Tagesordnung.
    Im Frühjahr 2020 sollen die Bauarbeiten am  'Brennofen' in Wollbach beginnen. Damit und mit einer weiteren Bauvoranfrage  beschäftigte sich der Burkardrother Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Symbolfoto: Robert Günther/dpa-tmn       -  Im Frühjahr 2020 sollen die Bauarbeiten am  'Brennofen' in Wollbach beginnen. Damit und mit einer weiteren Bauvoranfrage  beschäftigte sich der Burkardrother Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Symbolfoto: Robert Günther/dpa-tmn
    Im Frühjahr 2020 sollen die Bauarbeiten am "Brennofen" in Wollbach beginnen. Damit und mit einer weiteren Bauvoranfrage beschäftigte sich der Burkardrother Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Symbolfoto: Robert Günther/dpa-tmn

    Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Markt Burkardroth ging es ums Geld und das Bauen. Das Gremium besprach das Neubaugebiet "Brennofen" in Wollbach, die Haushaltsjahresrechnung des Jahres 2018 und stimmte über eine Bauvoranfrage sowie einen Bauantrag ab.

    Frühjahr 2020: Bauarbeiten in Wollbach

    Im kommenden Frühjahr sollen die Bauarbeiten am "Brennofen" in Wollbach beginnen. Das Konzept für das Neubaugebiet zeigt, dass der Markt Burkardroth sich vor Starkregenereignissen schützen will. Das Ingenieurbüro Stubenrauch aus Königsberg stellte den Erschließungsplan vor, den der Gemeinderat bewilligte. Außerdem soll die Ausschreibung vorbereitet werden. Geplant ist ein Regenrückhaltebecken, das 850 Kubikmeter Wasser fasst. Damit sei das Baugebiet sogar vor einem Starkregen, wie es ihn statistisch gesehen nur alle 50 Jahre gibt, geschützt. Der Bebauungsplan verpflichtet Bauherren dazu, Regenrückhaltungen wie Zisternen mit einer Mindestgröße von fünf Kubikmetern zu errichten. 25 Bauplätze mit Größen zwischen 650 und 1000 Quadratmetern sollen dort entstehen. Statt Gehwegen will der Markt Burkardroth im "Brennofen" für die Fußgänger einen Mehrzweckstreifen neben der Fahrbahn bauen. Dieser ist optisch durch ein Pflaster vom Asphalt der Straße getrennt. Die Kosten dafür würden laut Malte Feltel vom Ingenieurbüro nun berechnet.

    Bauanträge und -Voranfragen beschäftigten das Gremium

    Auch wegen des Baugebiets, das durch den Beschluss vor der Erschließung steht, lehnte das Gremium eine Bauvoranfrage ab. Ein Bauherr wollte wissen, ob er in Wollbach ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage errichten darf. Das Gremium lehnte die Anfrage aus mehreren Gründen ab. Es gebe bereits ausreichend bestehende Bauplätze und in Kürze kämen am "Brennofen" weitere hinzu. Außerdem könnte sein Gebäude in einem zukünftigen Baugebiet liegen. Durch das Einfamilienhaus und die Doppelgarage wäre die Erschließung des möglichen Baugebiets mit Straße und Kanal erschwert. Das gemeindliche Einvernehmen erhielten dagegen zwei Bauanträge aus Lauter.

    Außerdem befasste sich der Gemeinderat mit der Jahresrechnung für 2018 und entlastete anschließend die Gemeinderatsmitglieder. Der Verwaltungshaushalt schloss mit 14.474.358 Euro ab. Angesetzt waren ursprünglich 14.105.000 Euro. Wie Kämmerer Heiko Schuhmann in seiner Übersicht vorstellte, seien rund 200.000 Euro mehr an Gewerbesteuer eingenommen worden, als ursprünglich gedacht. Auch der Anteil an der Einkommensteuer fiel um 37.070 Euro höher aus als in den Planungen vorgesehen. Aus dem Verwaltungshaushalt wurden 3.125.595 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt. Die Planung hatte noch bei 2.397.223 Euro gelegen. Schuhmann wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass unter anderem bei Straßensanierungen 83.795 Euro eingespart werden konnten.

    Der Vermögenshaushalt schloss mit 6.270.646 Euro, im Vergleich dazu lagen die Planungen bei 12.050.000 Euro. Für Investitionen waren ursprünglich 3.691.800 Euro vorgesehen, tatsächlich waren es 1.698.385 Euro. Die niedrigere Summe führt Schuhmann unter anderem auf Bauarbeiten zurück, die entweder nicht wie geplant erledigt werden konnten oder noch nicht vollständig abgerechnet sind. Als Beispiele nennt der Kämmerer die energetische Sanierung des Rathauses in Burkardroth , das nun auch barrierefrei ist. Die Kosten dafür betrugen 750.000 Euro. Ein anderes Großprojekt war die Generalsanierung der Mittelschule in Burkardroth mit zwei Millionen Euro.

    Wie Bürgermeister Waldemar Bug bereits in den Bürgerversammlungen deutlich gemacht hatte, hatte die Kommune auch im Jahr 2018 Geld aus den Rücklagen entnehmen müssen. Allerdings fiel die Summe im Vergleich zum Plan, der bei 6.518.875 Euro lag, mit 1.398.601 Euro deutlich niedriger aus.

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    Johannes Schlereth

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