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    Elfershausen

    Markt Elfershausen: Räte entscheiden über Lagerhaus, Kindergarten und Aufwandsentschädigung

    Die Marktgemeinderäte legten eine Alternative für die Pellets-Heizung im Kindergarten fest. Außerdem befassten sie sich mit einem Antrag des Vereins für Gartenbau und Landespflege.
    Das Arzthaus in Elfershausen wird derzeit ausgebaut und soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Foto: Winfried Ehling       -  Das Arzthaus in Elfershausen wird derzeit ausgebaut und soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Foto: Winfried Ehling
    Das Arzthaus in Elfershausen wird derzeit ausgebaut und soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Foto: Winfried Ehling

    Eine Alternative zur Pellets-Heizung suchte der Marktgemeinderat für den neuen Kindergarten. Der Antrag kam von Volker Partsch . Energieberater Andreas Mittesser vom gleichnamigen Ingenieurbüro und sein Mitarbeiter, Werner, untersuchten mehrere Varianten unter denen sie eine Mischform aus Photovoltaik, Pellets und Luft-Wasser-Pumpe als das am meisten effiziente und günstiges Modell entwickelten.

    Demnach genügt eine kleinere Photovoltaik-Anlage zu Stromerzeugung als Zusatz zur Pellets-Heizung. Eine von Jürgen Simon angefragte Kühlung in heißen Sommern sah Architekt Thomas Ruser durch die Dreifach-Verglasung und das Gras-Dach gegeben. Eine sehr große Photovoltaik- Anlage bedeute zusätzliche Kosten von rund 150 000 Euro. Diese Summe würde sich in etwa zehn Jahren amortisieren. Das Ratsgremium genehmigte die so genannte "kleine Lösung" mit einer Photovoltaik-Anlage von 15 KWp als Ergänzung zur Pellets-Heizung. Eine Lösung mit einer größeren Photovoltaik-Unterstützung wäre wünschenswert doch mit dem finanziellen Aufwand von 150 000 zu teuer.

    Verein wollte Lagerhalle nutzen

    Der Verein für Gartenbau und Landespflege Langendorf möchte eine Halle des ehemaligen Baywa-Lagerhauses im Ortsteil für seine Zwecke nutzen. Nach Auskunft des Gemeindehofs wird die Lagerhalle bereits vom Markt genutzt und weiterhin benötigt. Die Räte lehnten deshalb die Überlassung eines Raumes ab. Unterstellung von Gerätschaften sind jedoch nach Absprache möglich.

    Den geänderten Entwurf der Geschäftsordnung legte Verwaltungsleiter Elmar Schubert auf. Einen Disput gab es bei dem Thema, ob und wie Zuhörenden das Wort in der Sitzung erteilt werden kann. Denn: Dies ist nicht möglich, ausgenommen das Gremium stimmt dem zu. Dies ist etwa möglich bei fachlichen Ausführungen. Dieser Regelung stimmte der Rat schließlich mehrheitlich zu. Mitglieder des Gemeinderats sind in Ausschüssen, denen sie nicht angehören, ebenfalls nur Zuhörende. Der Bürgermeister kann künftig alleine über eine Ausgabe in Höhe von 10 000 Euro bestimmen, muss den Gemeinderat jedoch umgehend darüber informieren. Dieser Beschluss fiel mit acht gegen sieben Stimmen.

    Finanzspritze als Dankeschön

    Dank der Initiative "Unser soziales Bayern" erhält der Markt Elfershausen über das Landratsamt knapp 2000 Euro quasi als Dank für die Unterstützung bei der Pandemiebekämpfung. Als Empfänger kommen die Wehren im Markt für die Verteilung der Schutzmasken und die Wählergemeinschaft SPD/FWG für ihren angebotenen Einkaufsservice für ältere Mitbürger in Frage. Der Beschluss fiel zugunsten der Ortsfeuerwehren, die den Betrag - in Ortsgröße aufgeteilt - erhalten.

    Die Anregung Alfons Hausmanns zur Bestellung von Wald- und Forst-Beauftragten fiel auf fruchtbaren Boden. In jedem Gemeindeteil soll ein solcher Beauftragter benannt werden, was auch Förster Rainer Bräunig als Bindeglied zwischen Gemeinderat und Förster befürwortete. Nach Dafürhalten Hausmanns sollten die zu Benennenden Gemeinderäte sein, die in der nächsten Sitzung gewählt werden.

    Den Bauanfragen gaben die Räte grünes Licht. Dies sind eine Tektur zum Anbau eines Wintergartens und der Vergrößerung der Terrasse und des Balkons in der Schlossstraße, die Errichtung einer Dachgaube am Trimberger "Pfaffenberg" sowie die Errichtung einer Überdachung in der Garagenzufahrt Am Friedhof in Elfershausen . Keine Einwände gab es gegen die Errichtung einer Terrasse auf einer Flachdach-Garage am Machtilshausener "Kehrweg" und den Bau eines Balkons mit Stahltreppe am "Neuen Weg" in Elfershausen .

    Aufwandsentschädigung festgelegt

    Im vorherigen, nicht öffentlichen Sitzungsteil beschloss das Gremium die Aufwandsentschädigungen für die Zweite Bürgermeisterin Christine Neeb-Wittmann, die 529 Euro monatlich erhält. Dritter Bürgermeister Volker Partsch erhält die bisherige Entschädigung von rund 132 Euro.

    Bürgermeister Johannes Krumm informierte über mehrere Projekte, etwa die geänderte Planung für das Baugebiet Machtilshausen und die Arztpraxis, für die der Mietvertrag abgeschlossen und die Aufträge vergeben sind. Für das Baugebiet "Trimberg Weg" ist die Bepflanzung vergeben. Seit dem 1. Juni ist Anna-Lena Bolz Jugendpflegerin des Marktes. Die Pflasterarbeiten am Friedhof beginnen Anfang Herbst. Die Ferienbetreuung durch die AWO entfällt, es gibt nur eine Anmeldung.

    Notfallversorgung abgelehnt

    Eine gastronomische Notfallversorgung für Wanderer zur Trimburg wurde wegen der aktuellen Situation abgelehnt. Der Markt will ein Budget für Obdachlose bereitstellen, die eventuell in einem Wohnwagen Unterkunft finden. Erwogen wird eine weitere Lösung für den Busverkehr in Machtilshausen, der möglicherweise über die Ringstraße führen könnte. Gemeinderätin Kohlhepp regte nach dem Tod von Bäcker Heribert Roth eine Reaktivierung der Bäckerei in Elfershausen an.

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    Winfried Ehling

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