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    Bad Kissingen

    Mit Vollgas in die Zusatzausbildung

    Bad Kissingens Landrat Thomas Bold beglückwünscht eine Absolventin. Foto: Frank Bernard
    Bad Kissingens Landrat Thomas Bold beglückwünscht eine Absolventin. Foto: Frank Bernard

    Ein weiteres erfolgreiches Jahr des Azubiakademie des Bundes der Selbständigen geht zu Ende und erstmalig wurden die Zertifikate der drei Standorte in Unterfranken gemeinsam in Würzburg überreicht. Präsidentin Gabriele Sehorz übergab die Urkunden des Standorts Main Spessart, an dem im Schuljahr 2018/2019 10 Firmen mit 45 Azubis teilnahmen. Auch Landrat und Schirmherr Florian Töpper ließ es sich nicht nehmen, die Urkunden des Standortes Schweinfurt, im ersten Jahr bereits mit elf Firmen und 42 Azubis, persönlich zu überreichen. Ebenso übernahm Landrat und Schirmherr Thomas Bold die Übergabe für den Standort Bad Kissingen mit 8 Firmen und 22 Azubis.

    Profisportler Andreas Eichhorn gab zu Beginn einen Einblick in die Welt des Profi-Rennsports. In seinem motivierenden Vortrag gab er den Azubis nützliche Tipps mit auf dem Weg. "Setzt Euch erst einmal kleine Ziele, wie zum Beispiel jeden Morgen 15 Minuten joggen. Nach einer Woche dann 30 Minuten und dies stetig steigern. Dazu gut auf die Ernährung achten", so sein Apell an die Zuhörer. "Mit 37 Jahren gehöre ich schon etwas zum älteren Eisen, dazu hatte ich wenige Freunde, die mich in meinem Vorhaben, Profi-Rennfahrer zu werden, unterstützten. Ich hatte mit einigen Rückschlägen zu kämpfen, habe mich aber nicht von meinen Zielen abbringen lassen", erklärte Eichhorn. "Nun fahre ich in der Rennserie " Chevrolet Cruze Eurocup" im Pfister-Racing Team, bin in der führenden Position bei noch vier ausstehenden Wertungsläufen 2019", so der Profisportler abschließend.

    Präsidentin Sehorz betonte in ihrem Grußwort die große Chance, die der heutige Ausbildungsmarkt für die junge Generation bereithält und wies auch - ganz im Sinne des Mittelstandsverbandes - darauf hin, dass viele Ausbildungsbetriebe in einigen Jahren auch dringend Unternehmensnachfolger brauchen. Auch das könnte eine attraktive Zukunfts-Option für die heutigen Auszubildenden sein. Dies sei mit vielen Freiheiten verbunden, aber auch mit Fleiß und einem herausfordernden Arbeitspensum.

    In den Grußworten von Landrat Töpper und Landrat Bold beglückwünschten beide die Auszubildenden dafür, dass sie die Möglichkeit, die ihnen ihre Ausbildungsbetriebe mit der BDS Azubiakademie geboten hat, genutzt haben und betonte die große Bedeutung der zusätzlichen Qualifikation. Landrat Töpper "Gerade in den Zeiten des Fachkräftemangels ist diese unternehmerische Initiative wichtig, um etwas für den eigenen Nachwuchs zu tun und diesen ganzheitlich auszubilden". Landrat Bold schloss sich seinem Kollegen an: "Die BDS Azubiakademie bietet einen Mehrwert für alle Teilnehmer, die in der täglichen Arbeit verwendet werden kann. Es wird eine soziale Kompetenz vermittelt, als Chance, über den Tellerrand zu schauen. Dieses Projekt unterstütze ich gerne".

    Dem BDS Bayern gehören rund 15.000 Unternehmen und Selbständige mit rund 320.000 Mitarbeitern an. Über 90 Prozent der Unternehmen aus allen Branchen des bayerischen Mittelstands sind in Familienbesitz.

    Die vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unterstützte BDS Azubiakademie steht allen Ausbildungsbetrieben gegen eine Aufwandspauschale offen, BDS-Mitglieder zahlen nichts. Sie ist eine Möglichkeit für kleine und mittelständische Unternehmen , ihre Ausbildung zu erweitern und die Attraktivität zu steigern. "Es werden Inhalte und Werte vermittelt, die oft über den Berufsschulstoff hinausgehen - eine Selbstverständlichkeit in der Industrie und Großbetrieben - bei kleineren Unternehmen aber oft schwer umsetzbar, da personelle und finanzielle Mittel anderweitig gebunden sind", lobte Projektleiter Frank Bernard das einzigartige Projekt. "Die Themen legen die Unternehmerinnen und Unternehmer im Dialog gemeinsam fest", so Bernard abschließend. Die Workshops werden abwechselnd von den Ausbildern gehalten, deren Firmen an der BDS Azubiakademie teilnehmen. Sie finden in der Regel an einem Vormittag einmal im Monat statt.

    Nach der Verleihung der Zertifikate wurden alle Teilnehmer zu eKart-Rennen eingeladen, mit Qualifying und anschließendem Rennen. Sieger wurde Ausbilder und Seminarleiter Jochen Henkel von der Firma Höchemer Büro Gmbh & Co. KG aus Großenbrach. Für die ersten drei Plätze gab es eine Flasche des selbst gebrauten BDS Bier, dem Bier der Selbständigen.

    Redaktion

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