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    Münnerstadt

    Münnerstadt: Ärger um den Flurweg in der Au

    Ein Flur- und Radweg war Ausweichstrecke, als im Herbst bei Münnerstadt eine Fahrbahnsanierung auf der Bundesstraße B 287 durchgeführt wurde. Jetzt wird diskutiert, wie sehr die Umleitung den Weg geschädigt hat.
    Der Flurweg in der Unteren Au ist sanierungsbedürftig. Jetzt geht es um die Frage, wie hoch der Kosten-Anteil ist, den das Straßenbauamt übernimmt. Heike Beudert       -  Der Flurweg in der Unteren Au ist sanierungsbedürftig. Jetzt geht es um die Frage, wie hoch der Kosten-Anteil ist, den das Straßenbauamt übernimmt. Heike Beudert
    Der Flurweg in der Unteren Au ist sanierungsbedürftig. Jetzt geht es um die Frage, wie hoch der Kosten-Anteil ist, den das Straßenbauamt übernimmt. Heike Beudert

    Einspurig wurde der Verkehr über den Weg zwischen der Münnerstädter Spitalmühle und dem Gewerbegebiet in der Unteren Au gelenkt. Damit wollte die Stadt auch eine Vollsperrung der B 287 vermeiden, die für den ansässigen Handel schwierig gewesen wäre.

    Eigentlich ist die Stadt davon ausgegangen, dass auftretende Schäden durch den Verkehr vom Straßenbauamt Schweinfurt mitgetragen werden. Groß war die Verwunderung der Stadträte, als sie hörten, die Behörde wolle nur 10 000 Euro zuschießen. Die Sanierungskosten werden aber auf ca. 110 000 Euro geschätzt.

    Bürgermeister Helmut Blank versicherte allerdings in der Sitzung, dass er nochmals mit dem Straßenbauamt in Verhandlung über die Höhe der Entschädigung treten will.

    Behördenleiter Dr. Michael Fuchs bestätigt auf Anfrage dieser Zeitung, dass zur Höhe der Kostenbeteiligung vermutlich noch nicht das letzte Wort gesprochen sei. Er signalisierte ein Entgegenkommen der Behörde. Allerdings konnte er über eine mögliche Höhe keine Auskünfte geben. Michael Fuchs erklärt jedoch, dass es vor der Maßnahme ein Beweissicherungsverfahren gegeben hatte, das den Zustand der Straße festgehalten hat.

    Genau dieses Beweissicherungsverfahren irritiert Stadtrat Dieter Petsch. Der Landwirt ist nämlich der Überzeugung, dass die Schäden, die durch die Nutzung als Umleitungsstrecke für die Bundesstraße deutlich höher sind als jetzt angegeben.

    Der Wiesenweg ist seinerzeit mit Mitteln der Jagdgenossen und der Wiesenbaugenossenschaft entstanden, weiß Petsch Die Schäden, die vorhanden waren, hätte man mit einer neuen Deckschicht relativ kostengünstig beheben können. Durch das Befahren sind nach Auskunft von Dieter Petsch nun aber massive Senkungen zusätzlich aufgetreten; diese verteuern die Sanierung des Weges deutlich.

    Viele Lkw-Fahrer hätten die Ausweichstrecke genutzt, obgleich sie eigentlich für den Schwerverkehr gesperrt gewesen wäre, erläutert Dieter Petsch. Er weiß das, weil die Landwirte das einen Tag lang gezielt beobachtet haben. Pro Minute sei mindestens ein 40 Tonner gefahren. Dieser Belastung sei der Weg nicht gewachsen gewesen. Dieser wird zwar auch von schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt, aber in deutlich geringerem Ausmaß. Was bei der Umleitung in einer halben Stunde gefahren ist, rollt sonst in einem Jahr darüber, meint Petsch.

    Dringend sei eine Wiederherstellung des Weges, da dieser auch als Fahrradweg ausgeschildert ist. Petsch berichtet bereits von einem Sturz. Er hofft jetzt, dass die Beteiligung des Straßenbauamtes an den Kosten deutlich höher ausfällt als in der Sitzung genannt.

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    Heike Beudert

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