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    Münnerstadt

    Münnerstadt: Lichter und Gesang ein Balsam für die Seele

    Die Verbindung aus Kerzenschein und gemeinsamen Singen ist für Karin und Martin Fischer der ganz besondere Zauber an einem Taizé-Gottesdienst. Dieser hat auch in Münnerstadt Tradition.
    Eigens für den Taizé-Gottesdienst wird eine Mauer in der evangelischen Kirche aufgebaut, in die Lichter gestellt werden können.Karin Fischer       -  Eigens für den Taizé-Gottesdienst wird eine Mauer in der evangelischen Kirche aufgebaut, in die Lichter gestellt werden können.Karin Fischer
    Eigens für den Taizé-Gottesdienst wird eine Mauer in der evangelischen Kirche aufgebaut, in die Lichter gestellt werden können.Karin Fischer

    Das Münnerstädter Ehepaar ist seit vielen Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde engagiert und organisiert dort die Taizé-Gottesdienste. Einst gab es sie einmal im Jahr. Mittlerweile finden sie zweimal jährlich statt. Der nächste ist wieder am Freitag, 27. März. Beginn ist um 18.45 Uhr mit einem Einsingen. Der Gottesdienst wird ab 19 Uhr gefeiert.

    Bekannt ist dieser Gottesdienst auch unter dem Namen "Nacht der Lichter", erklärt Karin Fischer. Denn neben dem gemeinsamen Gesang spielt der Wechsel vom Dunkeln in das Licht eine besondere Rolle.

    Idee aus Frankreich

    Die Taizé-Gottesdienste haben ihren Namen von einem kleinen Ort in Frankreich. Dort gründete im Jahr 1944 der Schweizer Protestant Roger Schutz eine geistliche Gemeinschaft. Dieser Bruderschaft gehören inzwischen rund 100 protestantische und katholische Männer aus ca. 25 Ländern an. Im Laufe der Jahre wurde Taizé aber auch zu einem Pilgerort für gläubige Jugendliche und im Mittelpunkt stehen dort die Taizé-Gottesdienste.

    Intensive Erfahrung

    Karin und Martin Fischer waren ebenfalls schon in der französischen Gemeinschaft und sind seitdem fasziniert und berührt gleichermaßen von der Intensivität dieser Gottesdienste . Bewusst wird die Nacht der Lichter deshalb in der dunkleren Jahreszeit gefeiert, um die Wirkung von Licht und Dunkel zu haben. Schon der Kirchenaufgang und das Foyer werden dazu mit Lichtern geschmückt.

    Wie in Taizé haben die beiden Münnerstädter Christen für ihre Nacht der Lichter die Elemente des dortigen Gottesdienstes übernommen: Neben den Lichtern die Stille, das Gebet und das gemeinsame Singen. Die Gottesdienste wirken für Karin Fischer wie ein Energie-Ort. Sie bieten ein Innehalten vom Alltag, erklärt sie. Die gemeinsam gesungen Lieder seien so, dass jeder schnell mitsingen kann.

    Unmittelbar vor Beginn des Gottesdienstes findet dazu ein kurzes Einsingen statt. Aber es sei keine Pflicht mitzusingen, sagt Karin Fischer. Man könne den Gesang auch einfach nur auf sich wirken lassen, erklärt die Münnerstädterin. Schön findet Karin Fischer, dass bei diesem kirchlichen Angebot die Konfirmanden mit eingebunden sind. Bei jedem Taizé-Gottesdienst wird eine symbolische Mauer aufgebaut, in die während der Andacht Lichter gestellt werden. Am Ende können die Besucher dort selbst Gedenklichter entzünden oder Steine ablegen.

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    Heike Beudert

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