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    LKR Bad Kissingen

    Münnerstadt will die Turner stolpern lassen

    Münnerstadts Lucas Fleischmann (links) möchte gegen die FT Schweinfurt möglichst wieder ein Tor schießen wie gegen den F...

    FT Schweinfurt - TSV Münnerstadt (Samstag, 16 Uhr) Bei der FT Schweinfurt (1./16) an der Maibacher Höhe gastiert der TSV Münnerstadt (11./6) und trifft dort auf Ex-Coach Adrian Gahn. Der sorgt mit seinem Team nach dem direkten Wiederaufstieg in der Bezirksliga mächtig für Furore.

    Unterspiesheim wurde beispielsweise mit 7:0 vom Platz gefegt und eine so ambitionierte Mannschaft wie Oberschwarzach bekam sechs Kisten eingeschenkt. In nackten Zahlen bedeutet das 27 erzielte Tore in sechs ungeschlagenen Partien. Einzig am vergangenen Wochenende mussten sich die "Turner" gegen Forst mit einem Remis (3:3) begnügen. In der Torschützenliste rangiert der vielumworbene Dominik Popp mit zehn Treffern ganz oben, gefolgt von seinen Teamkameraden Yannik Saal (6) und Rico Geiling (4).

    Es steht der Mürschter Truppe um Coach Klaus Keller also eine Mammutaufgabe ins Haus; doch die Flinte ins Korn wollen die "Nägelsieder" nicht gleich werfen. "Wir fahren mit großem Respekt dorthin, denn man muss nur die Statistik lesen, um zu wissen, welche Qualität in der Truppe steckt. Wir müssen die Bereitschaft sowie den Willen zeigen, die Vorgaben eins zu eins umzusetzen und benötigen vielleicht auch ein bisschen Glück", sieht Keller in seiner Mannschaft durchaus das Potenzial, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Beim 3:0-Erfolg über Krum konnten sich seine Jungs wieder Selbstvertrauen holen und siegten völlig verdient mit 3:0, was Münnerstadts Trainer wohlwollend zur Kenntnis nahm: "Es hat alles soweit funktioniert. Für mich war entscheidend, dass wir auf dem Platz Präsenz gezeigt haben und die drei Tore Unterschied spiegeln auch den Spielverlauf wider. Die Schwierigkeit ist es, so eine Leistung im Amateurbereich Woche für Woche abrufen zu können. Vor allem sind die Turner nochmal eine ganz andere Aufgabe."

    Für Kollege Gahn findet Keller lobende Worte: "Es ist sicher ein Verdienst vom Trainer, wenn man bedenkt, dass die FT zwischenzeitlich auf dem absteigenden Ast war. Die Symbiose zwischen Sportleiter Ernst Gehling und Gahn passt. Sie gehen einen gemeinsamen Weg und scheinen alles richtig zu machen."

    FC 06 Bad Kissingen - FC Thulba (Sonntag, 15 Uhr) Zum Derby bittet der FC 06 Bad Kissingen (8./7) im Hans-Weiß-Sportpark den FC Thulba (2./14). Bereits vor zweieinhalb Wochen standen sich beide Teams im Toto-Pokal gegenüber. In Thulba gewannen die 06er mit 4:1. Einen Schaden trugen die Frankonen dort aber nicht davon, wie Spielertrainer Victor Kleinhenz meint. Das Pokalspiel sei "kein Maßstab für die Punkterunde, denn beide Teams haben damals ordentlich rotiert."

    In der Liga sind die Kleinhenz-Mannen ohnehin "on fire" und nach dem 5:1-Sieg über Aufsteiger Dettelbach Spitzenreiter FT Schweinfurt heftig auf den Fersen. "Der Sieg war auch in der Höhe okay. Dettelbach wehrte sich bis zum 1:1, aber spätestens nach dem 3:1 war die Messe gelesen. Viele Dinge die wir uns vorgenommen haben, haben gut geklappt", war Thulbas Spielertrainer zufrieden.

    In Bad Kissingen erwartet er "ein Spiel auf Augenhöhe". Der FC 06 habe viel individuelle Qualität nach vorne und Christian Laus ziehe im Mittelfeld immer noch mächtig die Fäden. Zudem stehe auf Kissinger Seite die geballte Fußballkompetenz, die weiß was zu tun ist, spaßt Kleinhenz in Bezug auf das Online-Fußballmanager-Spiel, bei dem sich Mario Wirth, Christian Heilmann, Christian Laus, Kleinhenz selbst und noch einige hiesige Fußballgrößen mehr Jahr für Jahr heiße Duelle im Internet liefern.

    Bad Kissingens Coach Mario Wirth, frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt und von Stefan Greubel bestens vertreten, war mit dem Punktgewinn beim letzten Spiel in Dampfach (1:1) durchaus zufrieden: "Wir wollten defensiver agieren, weil wir zuletzt zu viele Gegentore kassiert haben und Dampfach spielstark ist. Das haben wir scheinbar ganz gut hinbekommen. Gegen Thulba erwarte ich ein hochspannendes Spiel. Der Gegner ist ungemein spielstark mit Akteuren wie Vicky oder Florian Heim. Vicky wird sie wieder gut einstellen, davon bin ich überzeugt."

    Auch Wirth will den Pokalsieg nicht überbewerten und sieht ein ganz anderes Match auf seine Jungs zukommen: "Dennoch wollen wir Thulba möglichst vom Tor fernhalten und selbst mutig nach vorne spielen, wie wir das immer versuchen zu tun." Zurück im Kader der 06er sind Christian Heilmann und Florian Heimerl.

    TSV Forst - SV Riedenberg (Sonntag, 15 Uhr) Mit dem zweiten Saisonsieg aus dem Altbessingen-Spiel im Gepäck reist der SV Riedenberg (5./9) am Wochenende zum punktgleichen Tabellennachbarn TSV Forst (4./9). Für die bisher eingespielten neun Zähler in sechs Partien reichten den Sinntalern minimalistische sechs Tore. Das funktionierte nur deshalb, weil das Spiel gegen den Ball bisher nahezu perfekt lief. Mit vier Gegentreffern stellen die Grün-Weißen die beste Defensive der Liga, die auch in Forst wieder auf der Hut sein muss. "Das wird ein sehr schweres Match. Forst nimmt normalerweise das Spiel in die Hand. Für uns ist das gar nicht so schlecht, wenn wir über unser Konterspiel kommen können", sagt Co-Trainer Stefan Dorn, der Thorsten Seufert zuletzt vertrat.

    In Altbessingen zuvor war es ein anderes Spiel, "weil der Gegner mit acht Leuten tief stand und mit langen Bällen auf die Offensive operierte. Aber wir waren darauf eingestellt und haben gute Lösungen gefunden. Nach dem Rückstand, der aus einer einzigen Unachtsamkeit resultierte, haben wir Patrick Barthelmes ins Mittelfeld gezogen und sind da dann schlagkräftiger geworden. Vorne hat Kevin Lormehs unglaubliche Wege gemacht", lobte Dorn.

    Der TSV Forst konnte Spitzenreiter FT Schweinfurt jüngst ein 3:3 abtrotzen. Der Ausgleich der Schweinfurter in der fünften Minute der Nachspielzeit sorgte dabei für Unmut beim TSV-Anhang, der ein klares Foulspiel des Torschützen sah. Dennoch haben die Forster die Qualität, vorne mitzuspielen, was Dorn unterstreicht: "Wenn wir dort zu einem Zähler kommen, sind wir hochzufrieden." Der Kader der Riedenberger bleibt weitgehend unverändert. Dorn: "Wir sind gut aufgestellt."

    Stephan Penquitt

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