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    Ramsthal

    Neubau für den Kindergarten in Ramsthal

    Auf dieser Fläche soll der neue Kindergarten in Ramsthal entstehen. Rechts davon ist das Haus "Erlebenskunst" zu sehen. Foto: Andreas Lomb
    Auf dieser Fläche soll der neue Kindergarten in Ramsthal entstehen. Rechts davon ist das Haus "Erlebenskunst" zu sehen. Foto: Andreas Lomb

    Der Neubau des Kindergartens war das zentrale Thema der Gemeinderatssitzung. In einer vorangegangenen Sitzung hatte sich der Gemeinderat gegen einen Umbau des alten Gebäudes entschlossen. Als neuer Standort ist eine Freifläche hinter dem Haus "Erlebenskunst" vorgesehen, die sich im Eigentum der Gemeinde befindet.

    Alexander Albert vom gleichnamigen Architekturbüro in Bad Neustadt stellte dem Gemeinderat einen ersten Rohentwurf vor. Die Planung sieht ein zweistöckiges, stufenförmiges Gebäude vor. Für einen Kindergarten auf einer Ebene reicht die Grundstücksfläche von 1330 Quadratmetern nicht aus.

    Der Entwurf sieht Räume für eine Krippengruppe und zwei Regelgruppen vor. Beide Ebenen verfügen über einen barrierefreien Zugang. Der Einbau eines Aufzuges wird erwogen. Die gesamte Planung ist orientiert an den Förderrichtlinien der Regierung von Unterfranken . Die geplanten Kosten liegen bei 2 682 000 Euro. Davon können rund 2 000 000 zur Förderung eingereicht werden. Die Höhe der Förderung, die bis zu 90 Prozent betragen kann, richtet sich nach der Finanzkraft der Gemeinde und weiteren Voraussetzungen.

    Bürgermeister Alfred Gündling ( CSU ) erhielt vom Gemeinderat den Auftrag, zusammen mit der Verwaltung bei der Bezirksregierung vorstellig zu werden und sich anhand der Planunterlagen Klarheit über den Förderbetrag zu verschaffen. Wenn ein Ergebnis vorliegt, wird das Thema erneut im Gemeinderat behandelt.

    Änderungen in der Grobplanung sollen in der nächsten Zeit unter Beteiligung des Kindergartenpersonals vom Gemeinderat mit dem Architekturbüro erarbeitet werden. Da der Bedarf für den Neubau wegen der erwarteten Kinderzahl dringlich ist, sollen die weiteren Schritte möglichst schnell eingeleitet werden.

    Der Architekt rechnet unter optimalsten Bedingungen mit einem Baubeginn frühestens im Herbst 2020. Realistisch sei eher das Frühjahr 2021, was auch der Verfügbarkeit von Baufirmen geschuldet sei. Auch die finalen Baukosten könnten durch die hohe Auslastung der Baufirmen und hohe Angebotssummen bei der Ausschreibung noch steigen.

    Der Gemeinderat bekräftigt, dass er das Vorhaben zügig angehen will, und auch durch die im kommenden Jahr anstehende Kommunalwahl keine Verzögerung entstehen soll. Der jetzige Gemeinderat will noch alle erforderlichen Entscheidungen treffen.

    In einer speziell anberaumten Sitzung hatte sich der Gemeinderat für die ortsfernste Variante für den Bau eines Regenrückhaltebeckens entschieden. Das Bauwerk soll nach der Abzweigung der alten Straße an der KG 4 entstehen. Gemeinderat Roland Herterich bemängelte die Protokollführung dieser Sitzung hinsichtlich der besprochenen Bausummen. Diese tauchten im vorgelegten Protokollentwurf nicht auf. Der Gemeinderat entschied, das Protokoll noch einmal zu ergänzen, damit auch in Zukunft die Kriterien für die kostenintensivste, aber aus Sicht des Gemeinderates sinnvollste Entscheidung nachvollziehbar sind.

    Die gepflasterten Hofeinfahrten an der Hauptstraße und Teile der Kirchgasse weisen erhebliche Schäden auf. Diese Schäden sollen im September ein beauftragtes Unternehmen beheben. Der schlechte Zustand der Betonstraßen zu den Aussiedlerhöfen hat den Gemeinderat bereits mehrfach beschäftigt. Die Verwaltung hatte den Auftrag erhalten, zu klären, ob Teile der Straße in das Förderprogramm Kernwegenetz aufgenommen werden könnten, bei dem unter bestimmten Bedingungen Zuschüsse bis zu 75 Prozent beantragt werden können. Generell ist nach Angaben des Bürgermeisters eine Aufnahme der Straße in das Programm möglich, hierbei sind allerdings noch diverse Voraussetzungen zu erfüllen, die der Bürgermeister jetzt klären soll.

    Am Ende der Sitzung zog der Bürgermeister sein Resümee zur Kunstwoche 2019. Sein Lob und Dank galt allen Verantwortlichen und dem Team des Vereins "Erlebenskunst". Gündling bezeichnete die Veranstaltung als großen Erfolg, durch den auch die Gemeinde gewonnen habe. Auch die Resonanz der Künstler sei gut gewesen.

    Andreas Lomb

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