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    Bad Kissingen

    Neue Beschilderung für Kissinger Spazierwegenetz

    Bei neuen Angeboten setzt die Staatsbad GmbH auf die Natur. Gesundheitswandern und Waldbaden sind neu im Programm, außerdem wird die Wanderinfrastruktur neu konzipiert - mit neuen Rundwegen und neuer Beschilderung.
    Seit Jahrzehnten stehen die Holzwegweiser an Kissingens Spazierwegen. Die Witterung hat sichtbare Spuren hinterlassen. Jetzt sollen sie durch neue Schilder getauscht werden.  Benedikt Borst
    Seit Jahrzehnten stehen die Holzwegweiser an Kissingens Spazierwegen. Die Witterung hat sichtbare Spuren hinterlassen. Jetzt sollen sie durch neue Schilder getauscht werden. Benedikt Borst

    Die aktuellen Gästezahlen der drei Staatsbäder bestätigen wieder einen schon länger bekannten Trend: Der durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Hotel oder einer Klinik wird immer kürzer. In Bad Brückenau ist die Aufenthaltsdauer der gut 75 000 Gäste auf 4,3 Tage gesunken. Hätten sie wie im Vorjahr exakt fünf Tage lang Bad Brückenau besucht, hätten Stadt und Staatsbad 56 000 Übernachtungen mehr zum Vorweisen.

    In Bad Kissingen blieb die Verweildauer zwar konstant (rein rechnerisch ist sie sogar um 0,03 Tage gestiegen), dennoch sieht Kurdirektorin Sylvie Thormann es als Hauptaufgabe für die Tourismus- und Gesundheitsbranche, mehr Gäste für die Stadt zu begeistern. "Um die Übernachtungszahlen insgesamt stabil zu halten, müssen wir mehr Gäste für den Standort gewinnen", sagt sie. Das werde die zentrale Herausforderung für die nächsten Jahre sein.

    Wegenetz digital erfasst

    Um konkurrenzfähig zu bleiben, "haben wir in den vergangnen Jahren viel strategisch gearbeitet." Die Profilschärfung als Gesundheitsstandort und die Ausrichtung auf die Schwerpunktthemen seelische und mentale Gesundheit seien wichtige Schritte gewesen. Natürlich habe man auch neue Trends und Entwicklungen im Blick. 2020 neu ins Veranstaltungsprogramm aufgenommen hat die Staatsbad GmbH Gesundheitswanderungen, Angebote zum Waldbaden sowie eine Unesco-Themenführung.

    Als ein größeres Projekt will die Kurverwaltung außerdem die Wanderinfrastruktur neu konzipieren. Thormann: "Aktiv sein in der Natur ist für uns ein sehr interessantes Thema." Das bestehende mehr als 100 Kilometer lange Promenade- und Wanderwegenetz in und um Bad Kissingen wurde dazu in einem digitalen Kataster erfasst. "Wir werden die bestehenden Wege neu beschildern und neue Rundwege ausweisen", kündigt die Kurdirektorin an. Die alten und aufgrund der Witterung teils schwer lesbaren Holzwegweiser werden durch neue ersetzt. Die neuen Schilder sollen sich optisch an der in der Rhön üblichen Beschilderung orientieren - etwa an der für den Hochrhöner.

    Angedacht sind kürzere und längere Rundwege, beginnend bei einer Länge von fünf Kilometern. Die Routen sollen markante touristische Punkte ansteuern (das kann ein Aussichtspunkt wie das Sisi-Denkmal sein oder auch eine Einrichtung wie das Bismarckmuseum) und zum Ausgangspunkt zurückführen.

    Herausforderungen für Betriebe

    Strukturelle Defizite, die den Betrieben in Bad Kissingen das Leben schwer machen, sieht Thormann keine. Allgemeine Herausforderungen wie Fachkräftemangeln und Unternehmensnachfolge beschäftigen Kurhalter, Hoteliers und Klinken in der Stadt schon. Bei großen Veranstaltungen seien mitunter Kapazitätsprobleme bemerkbar und mitunter gebe es Investitionsstaus in Betrieben. "Da sind die großen Häuser gut dabei", lobt Thormann. Hier werde kontinuierlich renoviert.

    Benedikt Borst

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