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    Wildflecken

    Neue Feldgeschworene für Wildflecken

    In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung hat Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) für die Feldgeschworenen in Wildflecken zwei neue Ehrenamtsträger vereidigt. Das Siebener Geheimnis kennt er selbst jedoch auch nicht. Das wird vom Obmann an die neu vereidigten Feldgeschworenen weitergegeben.

    Paul Gundelach und Gerhard Kleinheinz heißen die beiden Wildfleckener, die von den Feldgeschworenen gewählt und anschließend dem Markt Wildflecken benannt wurden. Bei der Suche nach einem neuen Feldgeschworenen wurde neben guten Ortskenntnissen auch Wert auf eine gute Physis gelegt - und natürlich müssen die Neuen in den bestehenden Kreis passen.

    Erfreulich also, so der Wildfleckener Rathauschef, dass Paul Gundelach und Gerhard Kleinheinz alle Anforderungen erfüllen und bereit sind, dieses Ehrenamt auf Lebenszeit auszuüben. Mit deren Vereidigung sind die Feldgeschworenen für Wildflecken mit sieben Aktiven wieder komplett und können sich ihren Aufgaben widmen.

    Der Einsatz der Feldgeschworenen wird in der Regel vom Vermessungsamt angefordert, um bei Abmarkungen mitzuwirken; das betrifft zum Beispiel das Anbringen von Grenzzeichen, das Verbringen von Grenzzeichen in die richtige Lage, das Erneuern sowie das Entfernen von Grenzzeichen.



    Feldgeschworene können aber auch von Privatpersonen beauftragt werden, um bei der Suche nach Grenzsteinen behilflich zu sein oder zu deren Bergung während einer Baumaßnahme und späteren erneuten Setzung. Auch das Instandhalten der Grenzsteine und die Organisation von Grenzbegehungen, an denen Bürgermeister, Marktgemeinderäte und Bürger teilnehmen, gehört zu den Aufgaben der Feldgeschworenen.

    Im Landkreis Bad Kissingen verfügt jede Gemeinde und Stadt (außer Bad Kissingen) über Feldgeschworene. Die Feldgeschworenen des Altlandkreises Bad Brückenau treffen sich alle zwei Jahre zu einer Feldgeschworenentagung, bei der Ehrungen und Neuvereidigungen vorgenommen werden. Die erste Feldgeschworenentagung des Landkreises Bad Kissingen (übrigens in Wildflecken) fand am 6. Mai 1962 statt, an der seinerzeit 140 Feldgeschworene teilnahmen.

    Das Ehrenamt der Feldgeschworenen ist eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung in Bayern. Das "Siebener Geheimnis" kommt von der früher stets üblichen Anzahl von sieben Beauftragten pro Gemeinde und den geheimen Grenzmarken, mithilfe derer sich feststellen ließ, ob ein Grenzstein "gewandert" war. "Im Kreis der Siebener in Wildflecken werden Kameradschaft und Gemeinschaft stets vorbildlich gelebt", so Kleinhenz. Sebastian Schmitt

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