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    Münnerstadt

    Neues Baugebiet in Reichenbach soll im Herbst 2019 erschlossen sein

    In gut einem Jahr soll es in Reichenbach 13 neue Baugrundstücke geben. Bauwillige gibt es nach Auskunft von Bürgermeister Helmut Blank (CSU) bereits: "Wir haben viele Familien, die Interesse haben, bald bauen zu können" . Auch Ortsreferent Fabian Nöth (Neue Wege) geht davon aus, dass die Nachfrage groß sein wird.

    Der Ortssprecher ist auch beruhigt, weil Planer Matthias Kirchner im Rahmen einer Ortseinsicht versicherte, dass das geplante Regenrückhaltebecken am Ende des Neubaugebietes kindersicher ist. Matthias Kirchner betonte, dass es sich um ein reines Erdbecken handle, das kaum einmal mit Wasser gefüllt sein wird. Fabian Nöth ist das nicht nur als Ortssprecher wichtig, sondern auch als Familienvater, denn das Bauwerk entsteht gleich hinter seinem Garten. Das Regenrückhaltebecken konnte allerdings an keiner anderen Stelle gebaut werden, erklärt Kirchner. Auf die Entwässerung des Baugebiets lag ein besonderes Augenmerk, denn über dort liegende Gräben werden große Wald- und Feldflächen in den Reichenbach entwässert. Matthias Kirchner ist überzeugt, dass nach der Erschließung die Gefahr eines kurzfristigen Hochwassers sogar sinkt. Die Abflüsse würden sich verbessern, erklärt er.

    In der Stadtratssitzung stellte Kirchner die Planung nochmals im Detail vor. Er verwies auf günstige Erschließungskosten. Dies liegt zum einen daran, dass fest der gesamte Erdaushub aus den Erschließungsmaßnahmen als Füllmaterial für den Straßenunterbau in Lohe II verwendet werden kann. Außerdem erfolgt die Ableitung von Regenwässern bei einem Teil der Grundstücke direkt in einen offenen Graben. Das spart aufwendige Kanalbauarbeiten. Solche Gräben hätten sich andernorts gut bewährt, stellte Kirchner fest.

    Herzstück des Baugebiets ist ein Grünanger, um den sich alle 13 Grundstücke gruppieren. Mit diesem Kniff wurde eine dreizeilige Bebauung möglich. Matthias Kirchner findet sie ideal, weil der Anger Spielflächen für Kinder direkt vor der Haustüre bietet. Somit sei auch eine Sozialkontrolle möglich.

    Erschlossen wird das Gebiet über den Reichenbacher Heideweg. Die Grundstücksgrößen variieren zwischen 650 und 1000 Quadratmetern. "Da sollte jeder etwas finden", stellte Kirchner bei der Ortseinsicht fest. Alle Grundstücke befinden sich in städtischer Hand.

    Das Neubaugebiet endet an einer Wendeplatte. Sollte es in zehn, 15 oder 20 Jahren tatsächlich zu einer Erweiterung kommen, wird die Platte in einen Platz umgewandelt und die Straße einfach weitergeführt.

    Kosten ermittelt

    Die Erschließungskosten schätzt Kirchner derzeit auf rund 850 000 Euro, wobei jede Preisberechnung derzeit ein Lotteriespiel sei, ergänzte er im Stadtrat. Auf Grundlage seiner Berechnungen hat er einen Quadratmeterpreis bei der Erschließung von rund 35 Euro pro Quadratmeter ermittelt. Das sei sehr wirtschaftlich.

    Zum Stichwort "Baugebiete" gab es in der jüngsten Stadtratssitzung auch den einzigen Kritikpunkt. Dieser betraf allerdings keine Planung, sondern die Tatsache, dass Bürgermeister Helmut Blank am Donnerstag, 13. September, eine Bürgerinformationsveranstaltung über Bau- und Gewerbegebiete angesetzt hat, von denen die Stadträte aus der Zeitung erfuhren. Dieter Petsch und Rita Schmitt (beide Forum aktiv) zeigten sich verwundert über die Vorgehensweise, während Helmut Blank betonte, es sei sein Recht, zu solchen Terminen zu laden. Dazu müsse er den Stadtrat nicht informieren.

    Heike Beudert

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