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    Euerdorf

    Neues Rathaus in Euerdorf nimmt Gestalt an

    Das neue Rathaus von hinten: Teile des Hauses Hammelburger Straße 10 bleiben erhalten (links). Sie werden mit dem Neubau (Mitte) verbunden. Im niedrigen Anbau rechts wird der neue Sitzungssaal eingerichtet.Foto: Arkadius Guzy
    Das neue Rathaus von hinten: Teile des Hauses Hammelburger Straße 10 bleiben erhalten (links). Sie werden mit dem Neubau (Mitte) verbunden. Im niedrigen Anbau rechts wird der neue Sitzungssaal eingerichtet.Foto: Arkadius Guzy

    In den vergangenen Tagen ging es rund um den neuen Sitz für die Gemeinde und die Verwaltungsgemeinschaft (VG) etwas ruhiger zu. Ab kommender Woche ist wieder mehr Aktion zu sehen: Dann wird ein Kran aufgestellt, damit im Laufe des Monats der Bau des Dachstuhls beginnen kann. Und auch wenn es von der Straßenseite aus nicht leicht zu erkennen ist: Der Gebäudekomplex hat schon deutlich Form angenommen.

    Er nimmt den Platz des Häusertrios Hammelburger Straße 14, 12 und 10 ein. Mit Ausnahme von Teilen der alten Fachwerkkonstruktion des Hauses Nummer 10 wurden die Häuser , die teils schon seit Jahren leer standen, abgerissen. Ein neuer Baukörper hat ihren Platz eingenommen.

    Zur Straße wird die Fassade die alte Anmutung und Aufteilung des Häuserzugs aufgreifen - mit Ausnahme eines verglasten Einschnitts im Erdgeschoss, der den Eingangsbereich akzentuiert. "Wir wollten die Dreigliedrigkeit erhalten", sagt Bürgermeisterin Patricia Schießer ( CSU ). Damit werde ein Stück Identität bewahrt.

    An der Rückseite, zum Innenhof hin, entfaltet sich dagegen die moderne Gebäudeidee. Klarheit und Funktionalität zeichnen sie aus, weshalb sich der Entwurf des Büros Lieb+Lieb aus Freudenstadt im Rahmen eines Wettbewerbs auch durchgesetzt hatte.

    So findet sich an der Rückseite der Aufzugsschacht und das Treppenhaus, vor dem eine gebäudehohen Glasfassade montiert wird. Die Raumeinteilung im Inneren ist zweckmäßig und klar. Im Vergleich zum bisherigen Sitz der Gemeinde und VG verbessert sich die Raumsituation. Es wird ein zweites Besprechungszimmer geben und die drei Bürgermeister aus Aura, Ramsthal und Sulzthal bekommen eigene Räume. Bisher müssen sie Bürofläche teilweise teilen, wie Schießer erklärt.

    Das neue Gebäude ist barrierefrei. Der Sitzungssaal, der sich in einem Anbau im Innenhof befinden wird, ist ebenerdig zu erreichen.

    Im Oktober 2017 hatten die Bauarbeiten mit dem Abriss der Häuser und Nebengebäude angefangen. Dabei ist laut Schießer ein Gemenge an Materialien zutage getreten, das über die Jahrzehnte in die Häuser gesteckt worden war. Unter anderem die Entsorgungsfrage hat zu einer Verzögerung geführt, wie Schießer erklärt. Außerdem wurde eine archäologische Untersuchung notwenig, weil im Grund Mauerreste einer historischen Bebauung - wohl aus dem 15. Jahrhundert - aufgetaucht waren.

    Anders als ursprünglich gedacht muss außerdem das Dach komplett neu errichtet werden. Teile des Vorgängerdachstuhls konnten nicht genutzt werden, erklärt die Bürgermeisterin.

    Das Dach des Fachwerkbaus dagegen soll saniert werden. Teile der Fachwerkkonstruktion bleiben erhalten und werden mit Stahlstützen stabilisiert, sagt Martin Konrad vom Büro Albert-Architekten aus Salz, das die Bauleitung übernommen hat. Das Fachwerkgebälk wird im fertigen Rathaus allerdings nicht zu sehen sein. Aus Brandschutzgründen verschwindet es hinter einer Verkleidung.

    Auf einen Termin, wann der neue Verwaltungssitz fertig wird und der Umzug beginnen kann, will Schießer sich nicht festlegen. Aber: Richtfest könnte vielleicht im August sein. Neben der Aufstellung des Krans und den Vorbereitungen für die Arbeiten am Dach wird in den kommenden Wochen noch mehr passieren, wie Konrad beschreibt. Um Ostern herum sollen die Fenster eingesetzt werden. Danach können die Arbeiten im Elektro- und Sanitärbereich beginnen.

    Arkadius Guzy

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