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    LKR Bad Kissingen

    Öffnungszeiten-Regelung gekippt: Bad Kissinger Gastronom positiv gestimmt

    Nach Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs am Freitag dürfen Wirte wieder zu ihren üblichen Öffnungszeiten zurückkehren.
    Für bayerische Restaurantbetreiber kehrt Woche für Woche mehr Normalität zurück.  Foto: Ellen Mützel       -  Für bayerische Restaurantbetreiber kehrt Woche für Woche mehr Normalität zurück.  Foto: Ellen Mützel
    Für bayerische Restaurantbetreiber kehrt Woche für Woche mehr Normalität zurück. Foto: Ellen Mützel

    In der Gastronomie gab es vergangene Woche weitere Lockerungen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat am Freitag, 19. Juni, einen Beschluss verfasst: Die Regelung, die die Abgabe von Speisen und Getränken nur von 6 bis 22 Uhr erlaubt, sei nicht rechtskonform.

    Daraufhin erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag der Deutschen Presse-Agentur : "Es gibt jetzt keine spezifischen Vorgaben für die Öffnungszeiten mit Blick auf die Corona-Pandemie. Das gilt ab sofort." Somit dürfen Gaststätten seit Freitag wie zu Normalzeiten geöffnet haben.

    Emmanuel Papadopoulos ist Besitzer des Emmanuel's Restaurant und Bar in Bad Kissingen. Er hat am vergangenen Wochenende gute Erfahrungen mit den beschränkungslosen Öffnungszeiten gemacht: "Es ist schon besser gewesen. Wenn die Leute vorher um acht, halb neun kamen, mussten sie schnell etwas essen und trinken, weil ich um 22 Uhr wieder schließen musste."

    Zu Beginn der Wiedereröffnungen ab dem 18. Mai sei es noch schwieriger gewesen. Zu dieser Zeit durften die Lokale nur bis 20 Uhr geöffnet haben. Dieses Wochenende jedoch habe die Kundschaft sich Zeit lassen können, und zwei oder drei, statt nur eins Getränkes bestellt.

    Guter Dinge

    Doch nicht nur die Rückkehr zu den gewohnten Öffnungszeiten hat sich bei Papadopoulos positiv bemerkbar gemacht, sondern auch die Lockerung der Kontaktbeschränkung. Seit Mittwoch dürfen sich wieder Gruppen von bis zu zehn Personen und mehr als zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen: "Es ist schon etwas anderes, wenn Stammtische nun wieder zusammenkommen dürfen. Ich sehe das alles sehr positiv", sagt der Gastronom .

    Der Restaurant-Betreiber sei guter Dinge, dass sich in den nächsten zwei bis drei Wochen wieder alles normalisiert. Schon jetzt ist er relativ zufrieden: "Ich stehe hier auf dem Marktplatz, es ist alles gut besucht: Zwei Drittel der Plätze sind belegt."

    Tages- und Hotelgäste wichtig

    Aber er führt an: "In Bad Kissingen spielt die Witterung eine große Rolle. Wir arbeiten mit vielen Tagesgästen." 30 bis 40 Prozent der Gäste in Bad Kissingen seien Urlauber , Touristen , Tagesgäste: "Wenn die Besucher sich in die Listen eintragen, die wir jetzt führen müssen, sieht man: Viele kommen aus Fulda, Bamberg und aus der weiteren Umgebung."

    Ebenfalls sei es wichtig, dass die Zahl der Hotelgäste wieder steige: "Davon profitieren wir dann auch", sagt Papadopoulos. Er geht dabei auf die ausfallenden Veranstaltungen ein: "Eigentlich wäre derzeit Kissinger Sommer , da wären auch noch mal sehr viele Besucher in der Stadt gewesen." Was Papadopoulos zu seiner vollen Zufriedenheit noch fehlt? Dass die Hotels wieder voll sind, und seine Angestellten nicht mehr den ganzen Tag in der Hitze mit Maske arbeiten müssen.

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    Ellen Mützel

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