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    Hammelburg

    Ökologie leben: Aus alt mach neu

    Harald Fischlein prüft seinen Werkstoff: Das Holz einer abgebauten Scheune. Foto: Elisabeth Assmann
    Harald Fischlein prüft seinen Werkstoff: Das Holz einer abgebauten Scheune. Foto: Elisabeth Assmann

    Schreiner Harald Fischlein setzt auf Nachhaltigkeit. Vor kurzem hat er die Balken einer kompletten Fachwerkscheune beim Abriss übernommen. Die Balken ließ er zu Brettern sägen. Für die Einlagerung hat er sich extra eine Scheune angemietet. Daraus fertigt er moderne Couchtische , Waschbeckenablagen und vieles mehr - alles nach Kundenwunsch. Gebrauchtes Holz hat für ihn Charakter und ist viel zu schade, um nur verheizt zu werden. Zu sehen sind einige seiner Möbelstücke auf dem "Markt der Möglichkeiten" am 21. September in Hammelburg .

    Hammelburg: Ökologische Möbel

    "Ich habe viele Kunden , die eine Wiederverwendung von ihrem gebrauchten Holz wünschen. Da stecken Erinnerungen dahinter. So werte ich alte Holztüren wärmedämmend so weit auf, dass sie modernen Standards entsprechen," erklärt Fischlein. "Oder wir schaffen aus alten Balken etwas Neues wie etwa Tischplatten oder Waschtische." Weil dies auch für den Klimaschutz wichtig ist, wird Schreiner Fischlein mit seiner Idee vom Holzrecyceln beim vom Bund Naturschutz (BN) organisierten Markt der Möglichkeiten, am Samstag, den 21. September, ebenfalls auf dem Hammelburger Viehmarkt mit einigen Exponaten zu finden sein.

    Thema des Marktes ist "Unser Essen - unser Klima". Bei den Vorbereitungstreffen mit örtlichen Vereinen und Geschäftsleuten kristallisierte sich heraus, dass unser Verbraucherverhalten nicht nur beim Essen einen großen Einfluss auf die Klimaerwärmung hat, auch der oft zu große Konsum an Kleidung, Gebrauchsgegenständen und Möbeln hinterlässt Spuren an der Umwelt.

    Engagement jederzeit möglich

    "Der Fantasie zum Mitmachen beim Umweltschonen sind keine Grenzen gesetzt," meint die Organisatorin der BN-Biodiversitätstage, Elisabeth Assmann. Über das vom bayerischen Umweltministerium geförderte BN-Umweltbildungsprojekt "Unser Essen - unser Klima" soll der "Markt der Möglichkeiten" zum Stopp der Klimaerwärmung auf allen Ebenen anregen.

    Neben Infoständen zu nachhaltiger Lebensmittelproduktion und regionaler Vermarktung, Erhalt der Artenvielfalt durch Streuobstwiesen, Verzicht auf Plastik beim Einkauf, bietet ein Repaircafe in der Markthalle die Möglichkeit, Gerätschaften vor dem Wegwerfen zu bewahren. Floristikerin Kathrin Sell zeigt in ihrem Geschäft in der Kissingerstraße, welche Pflanzen heimisch und insektenfreundlich sind.

    Am Freitag, den 20.September, dem internationalen Klimastreiktag, bietet die Fachtagung der Assoziation Ökologischer Lebensmittelhersteller bereits vielseitige Anstöße mit Beiträgen aus Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft. Am Samstag geht es weiter mit Workshops, die neben Anregungen konkrete Beispiele zu regionaler Vermarktung bieten wollen.

    Elisabeth Assmann

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