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    Kothen

    Online-Schulungen kommen sehr gut an

    Die Kothener Feuerwehr übt auch in Corona-Zeiten: Kerstin Beck präsentierte eine Auffrischung in Sachen Erste Hilfe. Auch die Übung für die Atemschutzgeräteträger begeisterte die Teilnehmer.
    Lea (links) und ihre Mutter Kerstin Beck präsentierten einen Teil der zweiten Online-Übung. Beide sind HvOler und zeigten eine Präsentation zu Erste-Hilfe-Maßnahmen, auch unter Zuhilfenahme einer 'Erzählfigur', um die stabile Seitenlage zu demonstrieren. Foto: Thomas Beck       -  Lea (links) und ihre Mutter Kerstin Beck präsentierten einen Teil der zweiten Online-Übung. Beide sind HvOler und zeigten eine Präsentation zu Erste-Hilfe-Maßnahmen, auch unter Zuhilfenahme einer 'Erzählfigur', um die stabile Seitenlage zu demonstrieren. Foto: Thomas Beck
    Lea (links) und ihre Mutter Kerstin Beck präsentierten einen Teil der zweiten Online-Übung. Beide sind HvOler und zeigten eine Präsentation zu Erste-Hilfe-Maßnahmen, auch unter Zuhilfenahme einer "Erzählfigur", um die stabile Seitenlage zu demonstrieren. Foto: Thomas Beck

    Die Kothener Feuerwehr führt auch in Corona-Zeiten Übungen durch - die Technik macht es möglich. Zwar haben die Wehren von der Feuerwehrdirektion die Empfehlung erhalten, auf Übungen zu verzichten, doch die Kothener wissen sich zu helfen.

    Bereits zwei Mal sendeten Übungsleiter von zuhause aus in die verschiedenen Wohn-, Arbeits- oder Esszimmer der Teilnehmer. Kerstin Beck, die einen Teil der zweiten Übung mit Auffrischung in Sachen Erste Hilfe präsentierte, zeigt sich begeistert. "Es lief wirklich gut, es war schön", sagt die vierfache Mutter und gibt zu: "Ein ganz großer Vorteil ist auch, dass man während der Präsentation doch noch ein bisschen Hausarbeit erledigen kann."

    Dynamisch, aufgelockert und abwechslungsreich

    Auch für die Teilnehmer ist eine solche Stunde am PC oder am Laptop besser in den Alltag zu integrieren, als eine große Übung. Durch die Dreiteilung der Übungsstunde wurde sie zudem als dynamisch, aufgelockert und abwechslungsreich empfunden.

    Statt biblischer Geschichte stabile Seitenlage

    Ganz spontan hatte die gelernte Erzieherin die Übernahme einer Übungssequenz zugesagt, als Feuerwehrfrau und Helfer vor Ort (HvO) ist sie Ersthilfe-erprobt. Bei der Power-Point-Präsentation half Sohn Luca, seine Zwillingsschwester Lea "assistierte" ihrer Mutter. Zufällig hatte diese Wochen zuvor eine Drahtpuppe, die im Kindergarten als "Erzählfigur" für die Darstellung von biblischen Geschichten eingesetzt wird, gebastelt. Mithilfe dieser konnte Lea auch die stabile Seitenlage demonstrieren.

    Nicht nur Erste-Hilfe-Maßnahmen funktionieren theoretisch sehr gut, auch Knoten und Stiche sowie Verhalten am Unfallort sind als Online-Schulung möglich. Hier kann sich die Kothenerin sogar vorstellen, dass solche Einheiten auch nach den Ausgangsbeschränkungen weiterhin online abgehandelt werden können. Natürlich bleibt die jetzige Handhabe eine Notfalllösung: "Praktisches Üben ist allemal besser", so die 46-Jährige.

    Wenigstens Theorie anbieten

    Das sieht Sebastian Bug, stellvertretender Kommandant der Kothener Wehr, genauso. Praktische Übungen müssen derzeit allerdings verschoben werden. Doch sind einige Themen wie Unfallverhütungsvorschriften oder Corona-Maßnahmen auch online gut zu vermitteln. Ende März war der 33-Jährige auf Grund der Ausgangsbeschränkungen und des Übungsstopps auf die Idee gekommen, wenigstens die Theorie anzubieten, damit das bereits erworbene Wissen nicht vergessen wird.

    Mehr Teilnehmer, höhere Übungsfrequenz

    Der Informatiker plant unter normalen Bedingungen die meisten Übungen selbst, nun war es für ihn ein Leichtes, dies ins Netz zu verschieben. Über " Microsoft Teams" werden die Teilnehmer zu den Übungen eingeladen. Insgesamt sehen die Kothener Feuerwehrfrauen und -männer die Online-Schulungen "sehr positiv und wollen unbedingt weitere Online-Übungen", erzählt Bug. Nicht nur die Teilnehmerzahl, auch die Übungsfrequenz ist bei den Online-Übungen höher als bei den praktischen. Auch die geforderte regelmäßige Teilnahme an den Übungen können die Leiter so überprüfen.

    Die erste geplante Übung war für die Atemschutzgeräteträger konzipiert. Dieser Testlauf funktionierte weitestgehend wie geplant, zeigte allerdings auch, dass es noch reibungsloser verläuft, wenn für eventuelle technische Probleme seitens der Teilnehmer zwei zusätzliche IT-Ansprechpartner eingeplant werden.

    1. Kommandant Ralf Hornung freut sich ebenfalls: "Wir haben zwar noch wenig Erfahrungen damit, aber es funktioniert sehr gut." Das Technische sei weder für die Jüngeren, noch für die Generation 40 plus ein Problem. "Sebastian hat alles vorbereitet, wir müssen uns nur einloggen."

    Durch die Ausgangsbeschränkungen getrennt und doch zusammen - die Kothener Feuerwehrleute sind auf den Geschmack gekommen und trafen sich über Microsoft Teams auch schon zum Frühschoppen.

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    Stephanie Elm

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