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    Fuchsstadt

    Pfosten sichern den Schulhof in Fuchsstadt

    Die Einfahrt in den Schulhof der Johannes-Petri-Schule in Fuchsstadt und die Friedhofsgestaltung beschäftigten den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.
    Der Pausenhof der Johannes-Petri-Teilschule in Fuchsstadt wird endgültig mit drei Klapppfosten versehen, um ihn auch als Spielfläche von parkenden Fahrzeugen freizuhalten.  Fotos: Winfried Ehling
    Der Pausenhof der Johannes-Petri-Teilschule in Fuchsstadt wird endgültig mit drei Klapppfosten versehen, um ihn auch als Spielfläche von parkenden Fahrzeugen freizuhalten. Fotos: Winfried Ehling

    Der Vermögenshaushalt der Gemeinde für das laufende Jahr dürfte um rund ein Viertel gegenüber dem Vorjahr anwachsen. Den Entwurf dazu legte Kämmerer Andreas Mützel dem Gemeinderat vor, in dessen Kompetenz die Entscheidung noch fällt. Ohne Änderungen schließt der Investitions-Etat mit 2,99 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben ab.

    Damit sind ca. 790 000 Euro mehr im Topf als 2019. Größter Ausgabeposten ist die Erschließung des 3. Bauabschnitts des Neubaugebiets "Hinterm Turm II" mit 510 000 Euro, gefolgt von zwei "Nachläufern", der Abrechnung zur Neugestaltung der Kissinger Straße (400 000 Euro) und der Sanierung des Schul- und Turnhallen-Komplexes mit 210 000 Euro. An den Start gehen die Straßensanierungsmaßnahmen "Am Kohlenberg" und "Obere Dorfstraße" - hier sind 200 000 Euro eingestellt - und der Naturfriedhof mit 170 000 Euro, dessen Baubeginn sich verzögerte.

    Der Verwaltungshaushalt zeigte sich im Vergleich zu 2019 ausbalanciert. Mit 3,70 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen, beträgt die Differenz zum Vorjahr etwa 75 000 Euro. Bei den Einnahmen sind die Einkommensteuerbeteiligung, die Gewerbesteuer und die Schlüsselzuweisungen die ertragreichsten Positionen. Personal- und -nebenkosten, die Kreisumlage und die Verwaltungsgemeinschafts-Umlage liegen an der Spitze der Ausgaben.

    Die vorhandenen Rücklagen betrugen zum Jahresbeginn 1,311 Millionen Euro. Dies ist eine Reduzierung zum Vorjahr von etwa 242 000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung belief sich zu Neujahr auf "0", Fuchsstadt ist schuldenfrei.

    Sternschnuppen-Baum

    Der Naturfriedhof muss in eine Satzung gekleidet werden, deren Entwurf Verwaltungsleiter Elmar Schubert vorlegte. Die Satzung soll die Kriterien festlegen und wird in einer der nächsten Sitzungen beschlossen. Sie beinhaltet beispielsweise gemeinsame Bestattungsmöglichkeiten an Freundeskreis- und Familienbäumen. Dafür sind zehn Plätze vorgesehen. Auch einen so genannten "Sternschnuppen-Baum" will die Gemeinde für verstorbene Kinder bis zu drei Jahren einbringen. Die Bestattungen sind hier, nach Zustimmung der Gemeinde, gebührenfrei. Des weiteren beriet das Gremium die Gestaltung und Vorgaben für den Grabschmuck, der in der Regel nur in den ersten zehn Tagen nach einer Beerdigung gestattet ist. Für ein Gedenken ist ein Namensschild am Baum in der Größe von 8 mal 5 Zentimeter vorgesehen. Eine in drei Kategorien unterteilte Gebührensatzung, die noch erstellt wird, ist bei der Gemeinde einsehbar, ebenso ein Lageplan.

    Ein schriftlicher Elternbeiratsantrag führte zur Regelung über die Nutzung und Einfahrt in den Schulhof der Johannes-Petri-Schule in Fuchsstadt . Den Pausenhof - ohnehin Feuerwehranfahrtszone - belegen immer wieder Nutzer der Mehrzweckhalle mit ihren Fahrzeugen, darunter auch Mitglieder mehrerer Vereine und Veranstalter. Darauf hingewiesen, empörten sich einige Parkenden mit dem Hinweis, dass keine Schule sei. Doch wird der Schulhof häufig - auch außerhalb der Schulzeiten - von Kindern als Spielfläche benutzt, was die Schule als Ausgleich zum Unterricht ebenfalls befürwortet.

    Ein einzelner Pfosten verhindere jedoch nicht die Einfahrt. Schulleiterin Brigitte Dehe möchte deshalb eine Regelung wie die in Langendorf, ließ Stefanie Schneider vom Elternbeirat wissen. Widerstand gab es gegen die von Bürgermeister Peter Hart vorgeschlagenen drei Klapppfosten, für die Befugte einen Schlüssel erhalten. Doch sprach sich die Ratsmehrheit für diese Lösung aus. Im Zuge dieser Maßnahme regelte das Gremium auch das Parken in der Zufahrtsstraße "Am Kiegel". Künftig darf hier nur bergab halbseitig geparkt werden. Dem stimmte der Rat einmütig zu.

    Ohne Einwände passierte auch der nachträglich aufgenommene Punkt über die Einstellung einer Register- und Archivkraft für das Allianz-Projekt. Die auf 300 000 Euro bezifferte Maßnahme ist auf fünf Jahre angelegt und erhält eine Förderung von 90 000 Euro. Die Mitgliedsgemeinden sind prozentual an den Kosten beteiligt. Für Fuchsstadt beläuft sich der jährliche Beitrag auf 3743 Euro.

    Grünes Licht erhielt der einzige Bauantrag, der Teilausbau einer Unterstellhalle zu einer Wohnung in der Hauptstraße. Auch dem Zehrgeld bei der Kommunalwahl stimmte der Rat zu. Am Hauptwahltag erhalten Wahlhelfer 50 Euro, an einem Stichwahltag 25 Euro.

    Winfried Ehling

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