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    Elfershausen

    Planungen gehen voran

    Die Arbeiten zum Bau der drei Windkraftanlagen (WKA) im "Heinrichstal" beginnen in zwei Monaten. Über die Vorbereitungen, den Transport, die Ausgleichsmaßnahmen und die Verträge informierten die Projektentwicklerinnen der Firma Prowind im Gemeinderat, die Anfang September die Baugenehmigung erwarten. Daran anschließend will Prowind dem Markt Elfershausen ein Beteiligungsangebot offerieren.
    Die Planung sieht vor, notwendige Rodungen im Zeitraum zwischen Mitte September bis Mitte Oktober vorzunehmen. Diese sind mit Förster Bräunig bereits abgesprochen. Danach wird die Kabeltrasse realisiert. Im April nächsten Jahres startet der Wege- und Fundament-Bau. Die Inbetriebnahme ist auf den Dezember 2019 terminiert.
    Die ausführende Firma beabsichtigt außerdem einen Änderungsantrag zu stellen, der bei der Nabenhöhe einen Meter zulegt und einen stärkeren Generator vorsieht. Die Änderungen sind durch den Hersteller bedingt, der die Turmteile etwas schmaler und leichter produziert, um sie besser transportieren zu können. Die vorgesehene Grundfläche wird jedoch nicht überschritten.
    Die Zuwegung und den Transport erläuterte Projektantin Anja Gerseker. Demnach sind rund 100 Transporte für den Schotter, zehn Transporte für die Baumaschinen und geschätzte 50 Transportfahrten für das Containerdorf, Verbrauchsmaterialien, etc. fällig. Der Projektgröße sind Streckenführungsänderungen speziell in Kurvenbereichen geschuldet.


    Die Kompensationsflächen für forstliche Umbauarbeiten sind mit der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) und der Unteren Naturschutzbehörde geklärt und von einem Gutachter abgesegnet. So entsteht kein Konflikt mit einer möglichen Steinbrucherweiterung. Bei ökologischer Begleitung übernimmt Prowind die Kosten für alle waldbaulichen Maßnahmen. Für den Artenschutz von Fledermäusen, Vögeln, die Haselmaus und den Hirschkäfer wird in Form von artentypischen Behausungen gesorgt. Hinzu kommen forstliche Ausgleichsmaßnahmen auf rund 2,8 Hektar.
    Projektantin Karin Seidel erläuterte die Kabeltrasse die, soweit möglich, den vorhandenen Feld- und Flurwegen folgt und im Umspannwerk des Bayerwerks in Fuchsstadt mündet. Auf knapp drei Kilometer in der Gemarkung Elfershausen geführt, beschränkt sich Prowind auf eine offene Bauweise und Spülbohrverfahren bei einer Verlegungstiefe von mindestens 80 Zentimetern. Ein Hindernis ist die Autobahnbrücke, die weder unter- noch überbaut werden darf. Hier muss das Kabel in 20 Meter Abstand vom Brückenbauwerk liegen. Der Gemeinderat billigte die Planungen mehrheitlich, im Falle der Kompensationsflächen einmütig.
    Der Markt will umgehend die Restaurierung der drei Portale im Innenhof der Trimburg angehen. Vor einem Jahr beschlossen und nach einem Termin mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Restaurator Alexander Kessler aktualisiert, informierte Bürgermeister Karlheinz Kickuth über die gewährten Fördermittel der rund 36 000 Euro teuren Baumaßnahme. Für sie stellt die Denkmalpflege 7 000 Euro, der Bezirk Unterfranken 4800 Euro und die Sparkasse Bad Kissingen 500 Euro als Unterstützung bereit. Der Rat stimmte dem einmütig zu.
    Im Zeichen der 1200-Jahr-Feier, die Elfershausen 2020 begeht, stand die Festlegung des Budgets für die viertägigen Festivitäten. Von Freitag bis Montag ist ein buntes Programm geplant, das beworben und ausgerichtet werden muss. Nach Vorschlag des Bürgermeisters sollten dafür 40 000 Euro bereitstehen.
    Der Rat nahm als Orientierungshilfe die im vorigen Jahr erfolgreiche Jahresfeier in Fuchsstadt an. Er wird eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gründen und einen Steuerberater hinzuziehen. Das Gros der Räte plädierte dafür, die genannte Summe zur Verfügung zu stellen, alles über ein Konto abzuwickeln und hofft auf ein Einnahme-Plus. Diese Vorgehensweise nahm das Gremium gegen eine Stimme an. Winfried Ehling

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