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    Langenleiten

    Platz für die Jugend im "Haus für Alle"

    Gemeinsam mit Bürgermeisterin Sonja Reubelt sprachen die Jugendlichen  über die künftige Gestaltung des Jugendraums in Langenleiten. Foto: Marion Eckert
    Gemeinsam mit Bürgermeisterin Sonja Reubelt sprachen die Jugendlichen über die künftige Gestaltung des Jugendraums in Langenleiten. Foto: Marion Eckert

    Lange suchte die Langenleitener Jugend ein dauerhaftes Domizil. Immer wieder mussten sie umziehen, doch jetzt werden sie im neuen Dorfgemeinschaftshaus sesshaft. Dem Willen des Stifterehepaares Leonie und Helmut Schmitt entsprechend, wurde das "Haus für Alle" so konzipiert, dass die Jugend eigene Räume bekommt. Das Haus für Alle ist somit ein Begegnungsort für alle Langenleitener Bürgerinnen und Bürger , für die Jugend, für Familien, für ältere Menschen, ein Ort für gelebte dörfliche Gemeinschaft.

    Als bekannt wurde, dass die Stiftung über eine Million Euro für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses mit Jugendraum verwendet werden soll, haben sich die Jugendlichen von Anfang an in die Planungen eingebracht. Und sie haben sich in der Bauphase aktiv beteiligt. Auch wenn die Jugend einen eigenen Bereich mit separaten sanitären Anlagen und eigenem Zugang bekommt, es sei nie zwischen Jugendbereich und allgemeinem Bereich unterschieden worden. Es wurde mit angepackt, wo es nötig war. Jetzt sind die Räume nahezu fertig gestellt und Bürgermeisterin Sonja Reubelt besuchte die Jugendlichen, die sich Anfang August in einem Verein zusammen geschlossen haben. "Ich bin sehr froh, dass ein Verein gegründet wurde. So hat die Gemeinde und der Stiftungsvorstand einen konkreten Ansprechpartner. Es ist auch in Sinn des Stifters."

    Reubelt hatte die Langenleitener Jugendlichen bei der Vereinsgründung unterstützt, ein Treffen mit den Verantwortlichen des Club`74 in Schmalwasser gemeinsam mit Jürgen Hesselbach vom Kreisjugendring ermöglicht, die aus ihren Erfahrungen berichteten. Den Vorsitz des neu gegründeten Jugendvereins übernahm Dennis Kirchner, sein Stellvertreter ist Nicolas Kirchner. Als Schriftführer fungiert Bastian Metz und die Kasse führt Niklas Keßler.  Als Beisitzer gehören zum Vorstand Moritz Bühner, Jonas Dieling und Fabian Voll. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Verein", gratulierte Reubelt zur erfolgreichen Vereinsgründung.

    Dem Verein könne jeder beitreten. Bis zum 14. Lebensjahr sei die Mitgliedschaft beitragsfrei. Der Verein müsse nun natürlich erst aufgebaut werden, doch klar sei den bisher rund 30 Mitgliedern, dass sie sich für die Unterstützung und die neuen Räume auf ihre Weise bedanken wollen. Die Jugend bietet bei künftigen Veranstaltungen jeglicher Art, ob privat oder über einen Verein oder die Gemeinde Servicekräfte an. "Wir wollen uns revanchieren", sagt Kirchner. "Die Jugend wird die erste Anlaufstelle bei der Suche nach Helfern und Servicekräften sein." Die Anfrage laufe über die Koordinatorin des Haus für Alle, Anna Kessler beziehungsweise die Internetseite www.hausfüralle.de.

    Bevor die Jugendlichen im neuen Dorfgemeinschaftshaus neue Räume bekommen haben, waren sie in der ehemalige Schule in der Ortsmitte. Das ist allerdings schon nahezu 30 Jahre her. Das Gebäude wurde abgerissen und es folgte der Neubau des Gemeindehauses. In der Übergangsphase waren sie im ehemaligen Ministrantenraum in Gemeindehaus. Der nächste Umzug steht vor der Türe, denn noch sind die neuen Räume nicht ganz fertig. Das Logo "Haus für Alle" soll noch im Jugendraum an der Wand angebracht werden. Angeschafft werden müssen auch noch eine Couch und Sitzgruppe mit Tisch und Stühlen. Auch die technische Seite mit Fernseher und Musikanlage muss noch installiert werden. Die Jugendlichen können den Raum über einen eigenen Eingang an der Dorf zugewandten Seite betreten. Auf dieser Seite soll auch die Möglichkeit zum Aufenthalt im Freien entstehen. Zum künftigen freien Platz vor dem Gebäude kommen sie über eine Terrasse. Allerdings werde die Außenanlage wohl erst im Frühjahr nächsten Jahren umgesetzt.

    Marion Eckert

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