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    Wildflecken

    Premiere: Neuer Film über Wildflecken gezeigt

    Im August hatte Filmemacher Thomas Rübbeck von "Singularity Film" bei besten Wetterbedingungen Szenen für den neuen Kurzfilm über Wildflecken gedreht. Foto: Daniel Kleinheinz
    Im August hatte Filmemacher Thomas Rübbeck von "Singularity Film" bei besten Wetterbedingungen Szenen für den neuen Kurzfilm über Wildflecken gedreht. Foto: Daniel Kleinheinz

    Wildflecken ist schon historisch bedingt ein ganz besonderes Fleckchen Erde. Das weiß jeder, der den Kurzfilm "9000 Mann und 1500 Pferde" gesehen hat. Der Film war im Jahr 2017 erschienen und beleuchtete unter anderem den militärischen Hintergrund der Gemeinde. Aber Wildflecken ist deutlich mehr als eine Garnisonsgemeinde. Die Rhöner Kulturlandschaft, urwüchsige Wälder und Wiesen, zahlreiche Wanderwege und Mountainbike-Routen, die unmittelbare Nähe zum Kreuzberg, zu Skiliften und Wanderhütten ziehen immer wieder die Besucher an.

    Der neue Kurzfilm "Sommerfrische und Winterglück" ist der nunmehr zweite Film in der Reihe der zeitgeschichtlichen Film-Dokumente. Und vermutlich nicht der letzte. Er veranschaulicht, wie der Tourismus überhaupt erst mit dem Bau der Sinntalbahn im Jahre 1908 nach Wildflecken kam und was sich seitdem in Sachen Fremdenverkehr getan hat. Auch für diesen Kurzfilm wurde wieder der Filmemacher Thomas Rübbeck von "Singularity Film" aus Würzburg engagiert.

    Beeindruckende Naturaufnahmen, ein kurzer Abriss des kulturellen Lebens und der Freizeitgestaltung lassen den Zuschauer erahnen, welche Vielfalt Wildflecken, seine Ortsteile und die Rhön im Allgemeinen zu bieten haben. Beide Kurzfilme können ab sofort auf der Facebook-Seite oder im YouTube-Kanal der Marktgemeinde Wildflecken angeschaut werden.

    Große Resonanz in sozialen Netzwerken

    Das neue Filmprojekt entstand, wie auch schon der Vorgängerfilm "9000 Mann und 1500 Pferde", in enger Zusammenarbeit mit dem Konversionsmanagement des Landkreises Bad Kissingen und wurde durch das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie finanziell gefördert. Bis heute wurde die deutschsprachige Version des ersten Kurzfilmes über 28.000 Mal auf Facebook aufgerufen, die englischsprachige Variante wurde bereits über 67.000 Mal angeschaut.

    Bei der Filmpremiere zu "Sommerfrische und Winterglück" im Wildfleckener Sportheim berichtete Bad Kissingens Landrat Thomas Bold (CSU) über die Entstehung des Konversionsmanagments in Wildflecken und Hammelburg. Bold erinnerte dabei an den Abzug der amerikanischen Truppen aus Wildflecken und die zahlreichen Reformen innerhalb der Bundeswehr. Die Folgen des Wandels im militärischen Bereich seien weit über die Grenzen der Marktgemeinde Wildflecken und des Standortes Hammelburg hinaus spürbar. Das Konversionsmanagement helfe den Gemeinden und der Region dabei, den Strukturwandel zu bewältigen und zum Beispiel den Wegfall von Arbeitsplätzen aufzufangen und zu bewältigen.

    Bold machte nach der Premiere des neuen Kurzfilmes deutlich, dass er sich nach diesem erneut gelungenen Filmprojekt einen weiteren Kurzfilm wünsche, der dann den Blickpunkt noch stärker in die Zukunft der Region richtet. Wildfleckens Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) war vom neuen Film begeistert und machte deutlich, dass man als Einheimischer manchmal vergesse, welche Vorzüge die Rhöner Kulturlandschaft bietet. Cordula Kuhlmann vom Konversionsmanagement am Bad Kissinger Landratsamt lobte die Unterstützung durch die Bundeswehr in Wildflecken bei den Dreharbeiten.

    Auch die Rhön GmbH dreht einen Imagefilm

    Oberstleutnant Roman Jähnel war zur Filmvorführung ins Sportheim gekommen und signalisierte seine Bereitschaft, auch in Zukunft bei zeitgeschichtlichen Filmprojekten hilfreich zur Seite zu stehen. Thorn Plöger, Geschäftsführer der Rhön GmbH, zeigte sich sehr erfreut darüber, dass der neue Film die unterschiedlichen Facetten der Rhön gut herausarbeitet. Da die Rhön GmbH derzeit einen neuen Imagefilm erstellt, könne man hieraus wertvolle Anregungen mitnehmen. Die Beteiligung der einheimischen Bevölkerung bei derartigen Projekten sei ungeheuer wichtig, so Plöger.

    Gerade bei den Workshops zu den Kurzfilmen, die bislang größtenteils im Haus der Schwarzen Berge in Oberbach stattgefunden haben, hofft der Geschäftsführer in Zukunft auf noch mehr Resonanz aus der Bevölkerung. Alt-Bürgermeister Walter Gutmann, der maßgeblich am ersten Kurzfilm "9000 Mann und 1500 Pferde" beteiligt war, wünschte sich für künftige Filmprojekte einen stärkeren Blick auf die Wirtschaftskraft der Gemeinde, auf Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten. Auch die Vereine in den Ortsteilen könnten bei einem weiteren Kurzfilm in den Fokus gerückt werden.

    Bürgermeister Gerd Kleinhenz hofft, dass die Reihe der Kurzfilme ein wichtiger Bestandteil im touristischen Konzept werden. Gerade mit Hinblick auf den neuen Rhönexpress-Bahnradweg sagte Kleinhenz, dass der Tourismus weiterhin ein großes Entwicklungspotenzial habe. Einig war sich das Premierenpublikum, dass man bei weiteren Filmprojekten den Blick unbedingt nach vorne in die Zukunft richten müsse. Die Vergangenheit sei in den beiden ersten Kurzfilmen bereits ausführlich und anschaulich thematisiert worden.

    Sebastian Schmitt

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