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    Ramsthal

    Ramsthal: Der Abschied vom Amt fällt ihm nicht leicht

    Der amtierende Bürgermeister von Ramsthal, Alfred Gündling, wird am 1. Mai von Rainer Morper abgelöst. Er war in der Stichwahl seinem Kontrahenten knapp unterlegen.
    Alfred Gründling ist ab dem 1. Mai nicht mehr Bürgermeister von Ramsthal. Er will sich aber weiterhin als Mitglied des Gemeinderats für seinen Heimatort einsetzen. Andreas Lomb       -  Alfred Gründling ist ab dem 1. Mai nicht mehr Bürgermeister von Ramsthal. Er will sich aber weiterhin als Mitglied des Gemeinderats für seinen Heimatort einsetzen. Andreas Lomb
    Alfred Gründling ist ab dem 1. Mai nicht mehr Bürgermeister von Ramsthal. Er will sich aber weiterhin als Mitglied des Gemeinderats für seinen Heimatort einsetzen. Andreas Lomb

    Alfred Gündling (59) gehört dem Gemeinderat seit 2008 an und gewann die Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren gegen einen favorisierten Gegenkandidaten. Zu Beginn seiner Amtszeit war er noch berufstätig . Als sein früherer Arbeitgeber sein Unternehmen aufgab, konzentrierte sich Gündling voll auf das Bürgermeisteramt. Sein Bestreben war, die gewählten Gemeinderäte der ersten gemeinsamen Liste in Ramsthal auf einen guten und erfolgreichen Weg für die Gemeinde zu bringen.

    Der Abschied von seinem Amt fällt Gündling nicht leicht. "Wenn ich etwas gemeinsam mit dem Gemeinderat erreicht habe", bewertet er als erfreulichste Erfahrung der vergangenen Jahre. In seine Amtszeit fiel eine Fülle von Maßnahmen, die teilweise vom vorherigen Gemeinderat schon initiiert waren oder auch neu angepackt wurden. Erneuerbare Energien hatten hierbei eine besondere Bedeutung. So wurde der Ramsthaler Windpark 2016 in Betrieb genommen. Auf der ehemaligen Erdaushubdeponie, die kostenneutral für die Gemeinde renaturiert wurde, entstand ein Solarpark, der der Gemeinde jährliche Einnahmen bringt.

    Die Realisierung der bestehenden Planung für den terroir f-Punkt war für ihn ein Höhepunkt. Der Aussichtspunkt wird von Wanderern gerne besucht und für diverse Veranstaltungen genutzt. Inzwischen konnte er dort bereits Trauungen mit Ausblick über das Weindorf vornehmen. Der zu den "Magischen Punkten des Frankenweins " zählenden Aussichtspunkt wurde mit Unterstützung der LWG Veitshöchheim und der unteren Naturschutzbehörde gebaut. Auch der in Zusammenarbeit mit dem "Fränkischen Saalestück" entwickelte Wein-Genuss-Weg wurde in seiner Amtsperiode zur Verbesserung der touristischen Struktur auf den Weg gebracht. Die Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" brachte eine Auszeichnung für die Gemeinde. Auch der Friedhof wurde als "Ort der Würde" ausgezeichnet. Im Bereich des Friedhofs entstanden auf Initiative aus dem Gemeinderat Urnenerdgräber und ein Urnenfeld.

    Die Straßenbeleuchtung in vielen Ortsbereichen wurde in Zusammenarbeit mit dem Bayernwerk auf energiesparende LED-Technik umgestellt, wie auch die Beleuchtung der gemeindeeigenen Gebäude. 2018 wurde der Zugang zum Sportheim behindertengerecht umgestaltet. Dies war auch im Haus "erLebenskunst" der Fall, neben einer Erneuerung der Eingangsanlagen und der Einbau eines Plattformlifts.

    Die Entwicklung eines neuen Baugebietes war eine Aufgabe die ihn besonders gefordert hat. Gemeinsam mit dem Gemeinderat gelang es der Gemeinde alle Grundstücke zu erwerben und Bauwilligen eine Möglichkeit zu geben sich in Ramsthal niederzulassen. Bei optimalem Ablauf, freut sich Gündling, kann noch 2021 mit einem Abschluss der Erschließung gerechnet werden. Die Realisierung eines immer wieder zurückgestellten erforderlichen Regenrückhaltebeckens wurde hinsichtlich Grunderwerb und Planung vorbereitet.

    Seit 2017 ist der Gemeinderat und der Bürgermeister mit den Anpassungsmöglichkeiten des Kindergartens an eine höhere Bedarfszahl durch die Kleinkinderbetreuung beschäftigt. Alternativ zu einem Umbau des bestehenden Kindergartens hat sich der Gemeinderat inzwischen für einen Neubau entschieden. Verschiedene Standorte für den neuen Kindergarten sind in den Überlegungen in der Prüfung. Die weiteren Schritte wird der neue Gemeinderat vornehmen.

    Als fester Vertreter war er auch Mitglied der VG-Versammlung. Sein Resümee hier ist: "Die Zusammenarbeit der VG-Gemeinden ist sehr wichtig für die Zukunft."

    Sein Bekenntnis, sich trotz der Wahlniederlage weiter für seine Gemeinde zu engagieren, zeigt Gündling dadurch, dass er sein Gemeinderatsmandat annimmt. Dazu sagt er: " Die Zusammenarbeit und Gemeinsamkeit für Ramsthal sollten im Vordergrund stehen. Persönliche und unsachliche Auseinandersetzungen haben dort nichts zu suchen." Er wird sich weiterhin stark im Ortsverband des Bayerischen Roten Kreuzes und in Ramsthaler Vereinen engagieren. "Im Interesse der Bürger sind in der nächsten Zeit erhebliche Investitionen durch die Gemeinde zu stemmen, um Ramsthal auf aktuellem Stand hinsichtlich seiner Infrastruktur zu bringen", meint er im Ausblick auf die nächsten Jahre für die Gemeinde.

    Seine berufliche Zukunft ist durch die momentane Corona-Situation noch nicht klar. Seine handwerkliche Ausbildung dürfte ihm beim bisherigen Fachkräftemangel einige Möglichkeiten bieten. hla

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    Andreas Lomb

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