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    Rannungen

    Rannungen: E-Bike-Ladestation auf dem Schulhof?

    Architekt Johannes Hahn erklärte den Gemeinderäten, wo die Ladestationen für E-Fahrzeuge installiert werden. Heike Beudert
    Architekt Johannes Hahn erklärte den Gemeinderäten, wo die Ladestationen für E-Fahrzeuge installiert werden. Heike Beudert

    Die Bandbreite der Änderungen reicht von ganz klein bis recht groß wie die Abdichtung der Gebäude oder der nötige, zusätzliche Erdaushub. Alle diese Veränderungen hat Architekt Johannes Hahn nun in einem Tekturplan zusammengefasst, der an das Amt für ländliche Entwicklung und die Diözese weitergeleitet werden muss.

    Bei einem Ortstermin erläuterte Johannes Hahn einige der Änderungen. So wird es auf dem Schulhof nur noch sieben statt neun Parkplätze geben. Ein Elektrokasten wurde verlegt, Pflanzbeete verändert, die Zisterne vergrößert, ein Behinderten gerechter Zugang optimiert. Nicht klar wurde in der Sitzung, auf welche Kosten sich die nachträglichen Änderungen mittlerweile belaufen. Weder Architekt noch Bürgermeister hatten in die Sitzung Zahlenmaterial mitgebracht. Fridolin Zehner schätzte die Summe aber mindestens auf rund 200 000 Euro. Damit steigen auch die Honorarkosten für den Architekten, bestätigte Johannes Hahn auf Anfrage aus dem Gemeinderat. Die zusätzlichen Aufwendungen für den erforderlichen Mehraushub an Bodenmaterial werden sich nicht auf das Honorar auswirken.

    Beim Ortstermin kam gleich ein weiterer Änderungswunsch. Dort, wo am Rathaus künftig Elektro-Autos Strom tanken sollen, sollte auch eine E-Bike-Ladestation installiert werden. Johannes Hahn will mit dem Stromversorger abklären, ob das möglich ist.

    Diskutiert wurde in der Sitzung über das Geländer, das entlang des behindertengerechten Aufgangs zum Schulhof und zur Kirche angebracht werden muss. Auch der neue Treppenaufgang braucht nach Angaben von Architekt Hahn einen Handlauf. Das sahen allerdings einige Gemeinderäte anders, weil ja bereits ein beidseitiges am Behindertenzugang erforderlich ist. Der Planer will bis zu einer der nächsten Sitzungen Gestaltungsvorschläge machen.

    Gemeinderat Franz Wolf fragte nach, ob die Risse in den neu verlegten Muschelkalkplatten im Winter auffrieren und die Platten beschädigen könnten. Das verneinte Johannes Hahn . Er verwies aber darauf, dass die Platten kein oder nur wenig Streusalz vertragen. Darauf müsste beim Winterdienst geachtet werden.

    Nicht im Kosten- und Sanierungsvolumen für die Platzumgestaltung ist die Restaurierung der bei einem Münnerstädter Restaurator eingelagerten Ölberg-Darstellung. Die Kommune fühlt sich auch nicht zuständig. "Wir gehen davon aus, dass das die Kirche bezahlt", so Bürgermeister Zehner.

    Ganz am Ende machte Architekt Hahn noch seinem Ärger Luft. "Ich bin gekränkt", erklärte er. Grund ist ein Rechtsanwaltsschreiben, das er von der Gemeinde erhalten hat. Das bezieht sich nicht auf den Schulhofausbau, sondern auf die Probleme mit der Messeinrichtung an der Kläranlage. Nachdem die Firmengewährleistung abgelaufen sei, suche die Gemeinde nun wohl einen Dummen, der dafür aufkommt, stellte Hahn fest. Ein Widerspruch seitens des Gemeinderates kam nicht. Fridolin Zehner führte dazu lediglich aus, es sei der Versuch, die unklaren Messergebnisse zu erklären. Es gibt seit langem Diskrepanzen zwischen der in Rannungen gemessenen Abwassermenge und der Menge, die in der Kläranlage ankommt.

    Heike Beudert

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