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    Euerdorf

    Rathaus-Projekt in Euerdorf wird teurer

    Die veranschlagten Kosten und der Fertigungstermin sind nicht zu halten beim Rathaus-Neubau in Euerdorf. Foto: Winfried...

    Der Einzug ins neue Rathaus verspätet sich, denn der ursprüngliche Fertigstellungstermin ist nicht zu halten, wie der Sitzung des Gemeinderats zu entnehmen war. Auch die veranschlagten Kosten steigen um knapp zwölf Prozent. Doch dies verwundert nicht. Die meisten Räte und Bürger erwarteten wohl solches bei einer komplexen Baumaßnahme wie der in der Hammelburger Straße.

    "Es ist die Rohbau-Situation, die uns hineinreißt. Alles andere ist in Ordnung", befand der sonst kritische Elmar Hofmann verständnisvoll. Damit liegt er richtig, denn was sich an unvorhergesehenen Problemen auftat, war weder im Aufwandsrahmen, noch in den Kosten planbar.

    Plus von 440 000 Euro

    Trotz Einsparungen an anderer Stelle klettern die Baukosten - veranschlagt mit 3,7 Millionen Euro - um runde 440 000 Euro die Leiter empor. Der Appell von Bürgermeisterin Patrizia Schießer, "wir müssen nicht jedes non plus ultra nehmen, sondern können auch Einfaches bevorzugen", könnte zwar beim Sparen helfen, genügt aber kaum, um die stattlichen Mehrkosten zu tilgen. Doch auch Lob kam von ihr. "Den Einsatz des Architektenteams Albert und den von Hansjörg Kaiser aus unserer Verwaltung muss man wirklich würdigen", betonte die Rathausobere.

    Architekt Alexander Albert gab zuvor einen detaillierten Einblick in Form eines Sachstandsberichts einschließlich Dia-Aufnahmen, die den Baufortschritt zeigten, aber auch die Schwierigkeiten aufdeckten - nicht zuletzt die Beengtheit in der Baustelle an der direkt angrenzenden, vielbefahrenen Hammelburger Straße. Wie der Planer berichtete, habe er die Zusage der ausführenden Firma Heil für die Fertigstellung des Rohbaus bis Ende November. "Etwa Ende März ist das Gebäude dann dicht", schätzte er.

    Der neue Amts- und Verwaltungssitz soll eine hellgelbe Farbe tragen, zumindest die beiden größeren Gebäude . Das dritte, das kleinste Haus, präsentiert sich in hell-orange. Die Blechfassade im Innenhof bekommt einen kräftigen Anthrazit-Ton wie auch die Fenster. Dem Sonnenschutz, den Fenstereinrahmungen und den Klappläden am Haus Nummer 10 gab der Marktgemeinderat seine mehrheitliche Zustimmung. Bezüglich einer Außenbeschriftung wartet die Gemeinde auf einen Vorschlag des Architekten. Wappen möchte Gemeinderat Hofmann nur im Innern des Gebäudes sehen.

    Der nächste Nachtrag für die Baumaßnahme, der 19., lag auch schon auf dem Tisch. Die Baufirma braucht eine Gerüsterweiterung im Innern der Gebäude , muss Kernbohrungen durchführen und eine zuzügliche Betonwand errichten. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 12 500 Euro. Wie die Bürgermeisterin abschließend informierte, beantragte der Markt wegen des Rathausbaus eine Verlängerung der verkehrsrechtlichen Anordnung für die Ampelregelung bis zum 31. Mai nächsten Jahres. Eine Info-Veranstaltung über die Friedhofsanierung ist für den 24. November im Saal des Feuerwehrhauses terminiert.

    Winfried Ehling

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