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    Rannungen

    Ratsgremium: Gudrun Popp folgt auf Werner Keller

    Großbaustelle ist zur Zeit die Fläche zwischen der Kirche, dem Rathaus und  der alten Schule in Rannungen. Der Gemeinderat legte bei einem Ortstermin  den Standort für den Christbaum fest. Er soll zwischen der Hauptstraße und  der Kirche auf der linken Seite  stehen.Dieter Britz
    Großbaustelle ist zur Zeit die Fläche zwischen der Kirche, dem Rathaus und der alten Schule in Rannungen. Der Gemeinderat legte bei einem Ortstermin den Standort für den Christbaum fest. Er soll zwischen der Hauptstraße und der Kirche auf der linken Seite stehen.Dieter Britz

    Der bisherige Gemeinderat und Zweite Bürgermeister Werner Keller ist nun auch offiziell nicht mehr im Amt. Der Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung seinem Rücktritt einstimmig zu. Bürgermeister Fridolin Zehner teilte mit, dass Keller seinen Rücktritt bereits in der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt gegeben hatte. Das sei früher nur bei Vorliegen wichtiger Gründe möglich gewesen, heute sei es auch so möglich. "Wenn er es macht, dann weiß er warum. Mir persönlich tut das sehr leid", sagte Zehner dazu.

    Da Werner Keller auf der Rannunger Bürgerliste in den Gemeinderat gewählt worden war, rückt nun Gudrun Popp nach, da Andreas Diemer aus beruflichen Gründen nicht antreten kann. Sie hat zugesagt, das Amt zu übernehmen, so der Bürgermeister und wird in der nächsten Sitzung des Gremiums vereidigt. Diese dürfte auch deshalb interessant werden, weil ein neuer Zweiter Bürgermeister gewählt werden muss. "Wer hat Ambitionen?", fragte Zehner beim Blick in die Runde.

    Zwei Punkte zur laufenden Neugestaltung des Schul- und Kirchhofs standen auf der Tagesordnung. Zuerst ging es um den Standort für den Christbaum. Bei einem Ortstermin vor der alten Schule entschied sich das Gremium nach kurzer Diskussion einstimmig, den Standort auf der Fläche vor der Kirche, von der Hauptstraße aus auf der linken Seite, festzulegen. Auch die Errichtung einer Ersatzmauer für die Einfriedung des Sandkastens auf dem Kindergartengelände, das direkt an den Schul- und Kirchhof angrenzt, gehört dazu. Der Gemeinderat genehmigte 4000 Euro für eine einen Meter hohe Bruchsteinmauer. Bisher war der Sandkasten des Kindergartens durch die Außenwand des kürzlich abgebrochenen Jugendtreffs abgegrenzt worden. Deshalb muss die Gemeinde für Ersatz sorgen.

    Kindergarten eigentlich zu klein

    Der Gemeinderat genehmigte für den Kindergarten außerdem einen freiwilligen Zuschuss von 360 Euro monatlich ab dem 1. September für die Dauer eines Jahres, damit die Einrichtung eine Praktikantin beschäftigen kann. Damit solle die Personalsituation entlastet werden, hieß es. "Unser Kindergarten ist gut ausgelastet, eigentlich ist er zu klein", sagte dazu der Bürgermeister.

    Friedhof muss erweitert werden

    Auf dem Urnenröhrenfeld Friedhof der Gemeinde ist nur noch ein Platz frei. Deshalb sei eine Erweiterung um fünf weitere Stellen nötig, so Bürgermeister Fridolin Zehner. Der Gemeinderat beschloss deshalb, fünf neue Urnenerdrohre für je 295 Euro netto zu kaufen. Der Standort wird in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen bei einem Ortstermin festgelegt.

    Seit längerer Zeit wird die Anlage eines offiziellen Grillplatzes im Gemeinderat immer wieder diskutiert, wegen zahlreicher behördlicher Auflagen konnte aber nie eine positive Entscheidung getroffen werden. Bürgermeister Zehner hat mit dem Landratsamt Kontakt aufgenommen. Die Errichtung eines Grillplatzes auf dem Milchberg sei möglich, allerdings sei ein ordentlicher Bauantrag einzureichen. Bürgermeister Zehner soll nun ein Planungsbüro mit der Erstellung der Baueingabeunterlagen beauftragen. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bad Neustadt hat in einer ersten vierseitigen Stellungnahme an das Landratsamt bereits einen umfangreichen Katalog von Anforderungen formuliert. Da heißt es unter anderem, dass das Feuer ständig von mindestens zwei volljährigen Personen zu beaufsichtigen sei. Die Feuerstätte sei vollständig, etwa mit Natursteinfindlingen, einzufassen. Bei Wind dürfe kein Feuer entzündet werden, ein bereits bestehendes Feuer sei bei Wind zu löschen.

    Gemeinderat Harald Klopf stellte den Antrag, die Gebühren für das Oberflächenwasser, die in Rannungen bei 15 Cent pro Quadratmeter liegen, auf die Tagesordnung zu setzen. Acht Gemeinderäte waren dafür, drei dagegen.

    Dieter Britz

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