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    Bad Bocklet

    Raus aus der Scheune und ab zum Treffen

    Da staunt sogar die heimische Ziege, was es beim Traktortreffen so alles zu sehen gibt. Foto: Sigismund von Dobschütz
    Da staunt sogar die heimische Ziege, was es beim Traktortreffen so alles zu sehen gibt. Foto: Sigismund von Dobschütz

    Der Verein der Fendt-Freunde Bocklet lädt bereits zum siebten Mal auch heuer wieder sowohl aktive Teilnehmer als auch Schaulustige am ersten Juni-Wochenende zum beliebten Traktortreffen auf den großen Parkplatz neben dem Bad Bockler Kurgarten ein. Motor- und Technik-Fans und alle anderen Besucher dürfen wieder auf tolle Überraschungen gespannt sein, denn nicht einmal die Organisatoren wissen, wie viele und welche Fahrzeuge, teilweise sogar mit angehängtem Ackerbaugerät, zur Veranstaltung kommen werden. Nur eines steht schon jetzt fest: Stimmung und Unterhaltung werden wieder von beliebten Blaskapellen aus der Region angeheizt. Natürlich wird auch für Essen und Getränke gesorgt.

    Aus der fixen Idee einiger junger Traktorfreunde um Manfred Söder, heute Vorsitzender des veranstaltenden Vereins der Fendt-Freunde Bocklet e.V., wurde sehr schnell ein heute weit über die Region bekanntes Treffen von Besitzern alter oder auch neuer Traktoren unterschiedlichster Typen und Marken. "Wer und was genau kommt, wissen wir nicht", ist selbst Söder gespannt. Denn jeder, der zuhause einen Traktor in der Scheune oder Garage stehen hat, kann zum Traktortreffen nach Bad Bocklet kommen. Die Teilnahme ist kostenlos - für die Aktiven ebenso wie für alle Schaulustigen. Denn das ist das Besondere dieser Veranstaltung: Das Traktortreffen ist und bleibt trotz seines Erfolgs ein friedliches und stimmungsvolles Fest für alle, die Traktoren lieben.

    Im vergangenen Jahr waren mehr als 400 Fahrzeuge gekommen, teilweise mit Hänger oder Arbeitsgerät im Schlepp. Ganz genau wissen es Söder und seine 40 Fendt-Freunde gar nicht. Nur eines wissen sie: Jedesmal waren in den Vorjahren besondere Überraschungen dabei. Mal war es ein besonders alter Traktor aus den Dreißiger Jahren, mal war es ein exotisches Fahrzeug einer argentinischen Marke. Die größte Spannung für die Fendt-Freunde ist deshalb immer die Ankunft der Schlepper, wenn sie sich auf dem großen Parkplatz, der an beiden Tagen für den Pkw-Verkehr gesperrt ist, ordentlich in Reih' und Glied aufstellen. "In den Nachkriegs- und Wirtschaftswunderjahren gab es mehr als 300 Hersteller allein in Deutschland", sagt Söder. "Heute produzieren nur noch Fendt und Deutz, beide in Bayern."

    Zünftig wie die Fahrzeugschau ist auch das gastronomische Angebot bis zum speziellen Fendt-Bier. Zünftig ist teilweise sogar das Rahmenprogramm. Denn zum ersten Mal kommt Holzschnitzer Robert Reuscher aus Burghausen. Wenn Reuscher seine Kettensäge ansetzt, dann fliegen die Späne. Ungefährlich ist dagegen das Kinderschminken, das Toben in der Hüpfburg oder der Streichelzoo mit den Rhön-Alpakas und den Tieren vom Bauernhof.

    Am Sonntag (2. Juni), gleich nach dem Weißwurstfrühstück (9 Uhr) mit Bürgermeister Andreas Sandwall ( CSU ), wird zum ersten Mal die Jugendband Project Heaven den traditionellen Jugend- und Familiengottesdienst (10 Uhr) mit Pfarrer Michael Kubatko begleiten. Anschließend gibt es die obligatorische Traktorsegnung. Da kann es durchaus passieren, dass der motorbegeisterte Pfarrer in einen der Traktoren steigt und selbst fährt.

    Musik aller Art gibt es an beiden Festtagen: Am Samstagabend (1. Juni) macht die Musikkapelle Poppenhausen Stimmung, am Sonntag (2. Juni) gibt es ab 11 Uhr den Frühschoppen mit der Blaskapelle Bad Bocklet , nach dem Mittagessen haben die Kinder der "Bockleter Saalehüpfer" ihren Tanzauftritt und nachmittags heizen die acht Musiker von "Bedörend Röhrend" ein. Krönender Abschluss ist natürlich auch heuer wieder die aufregende Traktorparade am Sonntag um 15 Uhr.

    Sigismund von Dobschütz

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