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    Münnerstadt

    Reichenbach: Spatenstich für neues Baugebiet

    Ein Blick in Pläne: (von links) Geschäftsführer (Firma Josef Hell) Frank Arnold, Bürgermeister Helmut Blank, Ortsreferent Fabian Nöth, Planer Matthias Kirchner, Polier Josef Mohr, Oberbauleiter Klaus-Peter Straub und Bauleiter Dirk Schlereth. Thomas Malz
    Ein Blick in Pläne: (von links) Geschäftsführer (Firma Josef Hell) Frank Arnold, Bürgermeister Helmut Blank, Ortsreferent Fabian Nöth, Planer Matthias Kirchner, Polier Josef Mohr, Oberbauleiter Klaus-Peter Straub und Bauleiter Dirk Schlereth. Thomas Malz

    Was mit einem Antrag von Neue Wege vor vier Jahren begonnen hat, wird jetzt zum Abschluss gebracht: Am Ortsrand von Reichenbach entsteht das neue Baugebiet "Lohe II" mit 13 Bauplätzen. Rund 614 000 Euro wird die Erschließung kosten, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Im nächsten Jahr können sich die potenzielle Häuslebauer dann ihren Traum vom Eigenheim erfüllen.

    Das neue Baugebiet sei nötig geworden, weil die Gefahr bestand, dass Bauwillige in andere Orte abwandern, sagen Bürgermeister Helmut Blank ( CSU ) und Ortsreferent Fabian Nöth (Neue Wege) beim Spatenstich. Die Stadt nahm Verhandlungen mit den drei Grundstücksbesitzern in dem Gebiet auf, diese wurden erfolgreich abgeschlossen. "Wir haben mit Herrn Kirchner einen guten Planer, der uns das Projekt ermöglicht", lobt das Stadtoberhaupt Matthias Kirchner. Federführend sei Fabian Nöth gewesen. "Er hat in den letzten Jahren viel Arbeit reingesteckt", so Helmut Blank .

    "Leicht war das nicht", sagt Fabian Nöth dazu. Weil es noch viele unbebaute Bauplätze in Reichenbach gibt, mussten alle Eigentümer angeschrieben werden. Weil fast alle nicht verkaufen wollten, sei der Stadt schließlich vom Landratsamt genehmigt worden, in die Planung für das neue Baugebiet zu gehen. Das alles habe seine Zeit gedauert. "Ich bin froh, dass der Haushalt beschlossen ist und es nicht noch mehr Verzögerungen gibt." Das ist aber nur die eine Seite. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", betont Fabian Nöth mit Blick auf das vom Stadtrat beschlossene Programm zur Ortskernrevitalisierung. In den letzten zwei, drei Jahren seien fünf Leerstände mit Leben erfüllt worden.

    "Es gilt das Prinzip: innen vor außen", sagt Matthias Kirchner vom Planungsbüro Bautechnik Kirchner. Letztendlich konnten aber doch der Flächennutzungsplan geändert, die Erschließungsplanung durchgeführt und die Arbeiten ausgeschrieben werden. Mit der Firma Josef Hell habe die Stadt einen leistungsstarken und bekannten Vertragspartner aus der Region, so Matthias Kircher. Die Firma war zuletzt an der Ortsdurchfahrt Seubrigshausen mit Neugestaltung des Dorfplatzes tätig gewesen. "Umso regionaler, umso besser", findet Matthias Kirchner. Frank Arnold, Geschäftsführer bei der Baufirma Josef Hell, Oberbauleiter Klaus-Peter Straub und Bauleiter Dirk Schlereth sprechen von einer sehr angenehmen Zusammenarbeit. "Ich war bei den Jour-fix-Terminen in Seubrigshausen dabei", sagt der Bürgermeister dazu. "Da lernt man einmal die Probleme der anderen kennen."

    Die Erschließung der 13 Bauplätze erfolgt ökologisch im Trennsystem, erläutert Matthias Kirchner. Das heißt, nur das Abwasser kommt über die Sammler in die Kläranlage, Regenwasser wird in den Reichenbach geleitet. Dabei kann auf vorhandene Gräben zurückgegriffen werden, dass Verlegen von zusätzlichen Rohren entfällt. Das neu entstehende Regenrückhaltebecken diene zudem als Hochwasserschutz für den Reichenbach. "Es entsteht ein attraktives Wohngebiet in beruhigter Lage ohne Durchgangsverkehr", erläutert Matthias Kirchner und verweist zudem auf die große Grünfläche im Zentrum des Baugebietes. Außerdem sei die Planung so angelegt, dass der Erdaushub weitgehend wiederverwendet wird. Dadurch lassen sich Kosten einsparen.

    "Wir wollen dieses Jahr fertig werden", meint der Planer zum Zeitplan. Für fast alle Grundstücke gebe es bereits Kaufinteressenten , fügt Fabian Nöth hinzu.

    Thomas Malz

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