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    Bad Brückenau

    Rhönallianz: Männer unter sich?

    Im Altlandkreis Bad Brückenau haben sich die meisten Kandidaten bereits an die Öffentlichkeit gewagt. Doch noch ist nichts entschieden. Bis zum 23. Januar können noch Wahlvorschläge eingereicht werden.
    Bisher bewerben sich drei Kandidaten als Bürgermeister von Bad Brückenau: Jan Marberg (von links,  in der Reihenfolge ihrer Nominierung), Jochen Vogel und Dirk Stumpe. Offen ist, ob noch ein Vierter - oder eine Vierte - dazu kommt. Fotos: S. Hildenbrand/T. Gerhard/K. Junker
    Bisher bewerben sich drei Kandidaten als Bürgermeister von Bad Brückenau: Jan Marberg (von links, in der Reihenfolge ihrer Nominierung), Jochen Vogel und Dirk Stumpe. Offen ist, ob noch ein Vierter - oder eine Vierte - dazu kommt. Fotos: S. Hildenbrand/T. Gerhard/K. Junker

    Spannend wird es bei der Kommunalwahl im Gebiet der Rhönallianz, vor allem in Bad Brückenau . Drei Kandidaten haben sich bereits zur Wahl gestellt: Kulturamtsleiter Jan Marberg ( SPD ), der Mottener Bürgermeister Jochen Vogel ( CSU ) und Dirk Stumpe (PWG), der seit 17 Jahren im Stadtrat sitzt. Auch im Stadtrat deuten sich Veränderungen an: Viele Räte kandidieren nicht mehr.

    In Geroda stellt sich der amtierende Bürgermeister Alexander Schneider ( CSU ) erneut zur Wahl. Zudem erweitert sich die Liste der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) um sieben neue Kandidaten. Hier findet eine deutliche Verjüngung statt. Dafür fällt die Liste der Freien Wählergemeinschaft (FWG) weg. Fred Hilfsdorf (FWG), Dritter Bürgermeister, wechselt dafür zur UWG. "Über andere Listen oder Gegenkandidaten ist uns zum aktuellen Zeitpunkt nichts bekannt", sagt Hilsdorf.

    Neuling in der Kommunalpolitik

    Was Motten angeht, so hörte die Redaktion zwar Gerüchte, doch faktisch ist Katja Habersack bisher einzige Anwärterin auf die Nachfolge von Bürgermeister Jochen Vogel . Sie wurde bereits von der Wählergemeinschaft Motten und der Wählergemeinschaft Speicherz ins Rennen geschickt. Die Freien Wähler Kothen-Motten-Speicherz zurren erst am 8. Januar ihre Liste fest. "Einen eigenen Kandidaten haben wir nicht", verrät Sprecherin Lena Böhm aber jetzt schon.

    In Oberleichtersbach ist heute schon klar, dass es einen Gegenkandidaten zum amtierenden Dieter Muth (Aktive Wähler ) gibt, der sich ebenfalls wieder zur Wahl stellt. Oliver Fell, ein 48-jährige Unternehmer aus Oberleichtersbach, geht für die CSU ins Rennen. Der kommunalpolitische Neuling strebt aus dem Stand das Amt des Bürgermeisters an.

    Die Freie Wählergemeinschaft Modlos hat - laut Versammlungsleiter der bereits stattgefundenen Nominierungsveranstaltung im November, Engelbert Klug - eine ansehnliche Zahl von elf neuen Bürgern auf der Liste. Nur einer von drei Gemeinderatsmitgliedern stellt sich zur Wiederwahl "Das sind alles unheimlich motivierte Leute", sagt Klug. Die Freie Christliche Wählergemeinschaft Oberleichtersbach (FCW) hat für die kommende Wahl eine eigene List aufgestellt. Bisher hatte die FCW gemeinsam mit der CSU eine Liste gebildet. Neben Sonja Beck und Maria Knüttel stehen auch sechs neue Gesichter auf der Liste. Einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt stellt die FCW nicht.

    Nominierung wird wiederholt

    In Riedenberg ist das Bild übersichtlich: Bürgermeister Roland Römmelt ( CSU ) möchte noch eine zweite Amtszeit dranhängen. Am 17. Januar wird er von der Listenverbindung aus CSU und Freien Bürgern nominiert. Weil der kleine Ort schon zum zweiten Mal in Folge bei einer Kommunalwahl weniger als 1000 Einwohner hat, verkleinert sich der Gemeinderat von zwölf auf acht Räte. "Das ist sehr schmerzhaft", sagt Römmelt, zumal nur zwei Einwohner fehlen. Bisher muss der Bürgermeister nicht mit einem Gegenkandidaten rechnen. "Stand heute Nein", sagt Peter Hergenröder, Sprecher der Freien Wählergemeinschaft Riedenberg.

    In Schondra muss die CSU ihre Nominierungsveranstaltung wegen eines Formfehlers wiederholen. Ein anonymes Anschreiben an die Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau warf Fragen auf: Demnach habe die Veranstaltung nicht öffentlich auf dem Privatanwesen des amtierenden Bürgermeisters Bernold Martin stattgefunden. Axel Lagemann von der CSU Schondra betonte auf Nachfrage: "Um die Form zu wahren und jedem zur Wahl berechtigtem Bürger und jeder Bürgerin die demokratische Möglichkeit zu geben, sich aktiv am politischen Leben unserer Gemeinde zu beteiligen und einzubringen, wiederholen wir die Veranstaltung." Die Nominierungen des Bürgermeisterkandidaten und der gemeinsamen Gemeinderatsliste aus CSU und Christlichem Bürgerblock (CBB) findet am 30. Dezember statt.

    Alles ruhig im Sinngrund

    Die Aktiven Bürger Schondra (ABS) formieren sich neu. Zwei der drei Gemeinderäte möchten nicht wieder kandidieren. "Wir haben zum Glück Nachwuchs, der sich für die Gemeindepolitik interessiert", sagt Gerhard Schmitt , ehemaliger Gemeinderat. Einen Bürgermeisterkandidaten stellen die Aktiven Bürger allerdings nicht. "Durch das Ehrenamt ist es für die meisten nicht möglich, dieses ausfüllende Amt anzustreben", sagt er. Die Freie Wählergemeinschaft Schönderling (FWG), zu der auch Kreisrätin und Dritte Bürgermeisterin Beatrix Lieb gehört, hält ihre Nominierungsversammlung am 10. Januar ab. Ob aus diesen Reihen ein Bürgermeistervorschlag kommt, ist noch offen. Das berichtet Gemeinderatsmitglied Jochen Henz auf Nachfrage.

    In Wildflecken ist keine große Aufregung zu erwarten. Amtsinhaber Gerd Kleinhenz (PWW) stellt sich zur Wiederwahl. "Es wird einige Neuerungen im Gemeinderat geben", sagt er. Er rechne mit einer Verjüngung. Dritter Bürgermeister Herbert Nowak ( CSU ), Sprecher der gemeinsamen Liste aus CSU , PWG und OWII, bestätigt, dass das Bündnis nicht vorhabe, einen Gegenkandidaten zu stellen.

    Regelrecht harmonisch geht es in Zeitlofs zu. Dort gibt es eine gemeinsame Liste für den Gemeinderat. Er erhalte viele positive Rückmeldungen, berichtet Bürgermeisterkandidat Matthias Hauke, der bereits seit elf Jahren im Gemeinderat sitzt. Er erlebe gerade eine Aufbruchsstimmung im Markt.

    von Julia Raab und Ulrike Müller

    11 Kandidaten, darunter eine Frau, bewerben sich als Bürgermeister in den acht Kommunen der Rhönallianz.

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