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    Römershag

    Rücksicht ist oberstes Gebot

    Vor rund zwei Jahren wurde das vier Meter hohe Holzkreuz auf dem Naturfriedhof in Römershag gesegnet. Demnächst soll auf der Anlage eine Tafel mit Informationen über die  Ruhestätte aufgestellt werden. Damit erfüllt die Stadtverwaltung einen Wunsch, der mehrfach aus der Bevölkerung kam. Rolf Pralle
    Vor rund zwei Jahren wurde das vier Meter hohe Holzkreuz auf dem Naturfriedhof in Römershag gesegnet. Demnächst soll auf der Anlage eine Tafel mit Informationen über die Ruhestätte aufgestellt werden. Damit erfüllt die Stadtverwaltung einen Wunsch, der mehrfach aus der Bevölkerung kam. Rolf Pralle
    Die Bad Brückenauer Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) freute sich über "die wie immer vollen Reihen" im Gasthaus Breitenbach. In einem kompakten Referat ließ sie noch einmal einige wichtige kommunale Ereignisse aus dem vergangenen Jahr Revue passieren. Brandneu war die Mitteilung, dass die Asphaltierung des künftigen Rhönexpress-Bahnradweges von Römershag in Richtung Stadt unmittelbar bevorsteht. "Heute war Baubegehung, am 23. April geht es los", sagte Meyerdierks am Donnerstagabend. Sie hofft, dass der komplette Radweg "im August fertig wird". In jenem Monat sollen übrigens auch die Arbeiten in der Kissinger Straße abgeschlossen sein.

    Der Radweg als touristische Attraktion war dann auch in der anschließenden Diskussion ein Thema, das unter verschiedenen Aspekten behandelt wurde. Gefragt wurde unter anderem danach, wie die allgemeine Verkehrssicherheit gewährleistet werden könnte und welche Beschilderung in diesem Zusammenhang geplant sei. Diese Thematik falle in die Verantwortung des Landratsamtes klärte Brigitte Meyerdierks auf.

    Einige Bürger hatten so ihre Bedenken, dass es schnell zu gefährlichen Situationen kommen könnte, wenn Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger und Hundehalter mit ihren Vierbeinern die Trasse gleichzeitig nutzen. Hier sei eben in erster Linie gegenseitige Rücksichtnahme gefragt. Wenn nicht gleich jeder auf sein vermeintliches Recht poche, könne es nach Einschätzung der Bürgermeisterin "ein konstruktives Miteinander aller Personengruppen geben". Das hätten die Erfahrungen aus anderen Regionen gezeigt.


    Verkehrstechnische Dinge standen auch im Mittelpunkt der weiteren Aussprache. So wurde von einem Betroffenen moniert, dass an einigen Ecken in Römershag der Winterdienst mit seinen großen Maschinen nur schwer oder gar nicht durchkomme. Auch die Landwirte seien von den Schwierigkeiten, die durch abgestellte Autos verursacht werden, betroffen. Der Rathauschefin war diese Problematik sehr wohl bewusst, "aber irgendwo müssen die Anlieger ja parken". Wie die Situation entschärft werden könnte, soll bei einer Ortsbegehung mit den zuständigen Experten der Fachbehörden erörtert werden. "Vielleicht wird sogar eine eigene Verkehrsschau für Römershag notwendig", sagte Meyerdierks.

    Den in seinen Augen desolaten Zustand der Straße zum Stockhof und zum Röderhof hatte ein Anlieger nach eigener Aussage schon mehrfach bemängelt. Gemacht worden sei trotzdem nichts. "Eigentlich waren alle Punkte aus der Bürgerversammlung des vergangenen Jahres abgehakt", entgegnete das Bad Brückenauer Stadtoberhaupt. Trotzdem werde die Verwaltung sich noch einmal speziell um diese Angelegenheit kümmern. Dann sollen auch gleich alle anderen Abschnitte, bei denen Reparaturbedarf besteht, in Augenschein genommen werden.

    Das leidige Problem der Taxiversorgung sprach Gastronom Steffen Herdt an. Erst kürzlich habe ein Gast aus München wieder ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Die Situation ist bekannt und verzwickt zugleich. Da zwei Unternehmer ihre Taxilizenz zwischenzeitlich zurückgegeben haben und Gäste nur noch auf Mietwagenbasis befördern, gibt es einen unüberbrückbaren Engpass, an dem sich vermutlich so schnell auch nichts ändern wird.

    Eine Anregung aus der Bevölkerung nimmt Formen an. Auf dem Naturfriedhof soll eine Informationstafel aufgestellt werden, "damit man sich vorstellen kann, wo die Grabstätten liegen".
    Auf das bevorstehende "Rama Dama" in Römershag wies 3. Bürgermeister Dieter Seban hin. Zu dieser Säuberungsaktion treffen sich die freiwilligen Helfer am Samstag, 21. April, um 10 Uhr am Gasthaus Herdt.

    Rolf Pralle

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