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    Bad Bocklet

    Saale-Ausbau mit drei Gegenstimmen gebilligt

    Das Konzept des Wasserwirtschaftsamt soll die Saale im Bereich des Kurparks Bad Bocklet aufwerten. Björn Hein

    Die Maßnahme "Ökologischer Ausbau der Fränkischen Saale im Bereich des Kurparks Bad Bocklet" stand erneut zur Beratung im Gemeinderat an. Hier wurde der Bauantrag des Wasserwirtschaftsamtes noch einmal behandelt. Einige Gemeinderäte hatten ihre Bedenken geäußert, dass durch die Maßnahme im Hochwasserfall die angrenzenden Wiesen, die landwirtschaftlich genutzt werden, in Mitleidenschaft gezogen werden können. "Das Konzept, das uns vorliegt, wird zu einer großen Aufwertung des Areals führen", meinte Bürgermeister Andreas Sandwall. Er gehe davon aus, dass man sich bei der Ausführung der Baumaßnahmen selbstverständlich an den Plan halte, so dass hier alles im Lot sei. "Wir können nur nach dem Bauantrag entscheiden. Natürlich werden wir ein Auge darauf haben, dass sich das Wasserwirtschaftsamt genau an diesen hält", stimmte Geschäftsleiter Thomas Beck dem Bürgermeister zu. "Wenn wir uns dagegen sträuben, ist die ganze Maßnahme in Gefahr. Außerdem gehe ich natürlich davon aus, dass man sich an den Bauantrag hält", so Barbara Schultze. "Die Maßnahmen werden eine große Attraktion sein, ich finde, dass sie unbedingt kommen müssen", sagte Christian Horn. "Die Natur wird sich ihren Weg suchen. Ganz genaue Aussagen zu künftigen Wegen des Wassers zu treffen ist sowieso nicht möglich", meinte der Bürgermeister. "Meine Furcht ist, dass die Wiesenflächen wertlos werden, wenn sie feucht werden", gab Horst Krapf zu bedenken. "Wichtig ist, dass der Weg außerhalb der Überschwemmungszeit trocken und begehbar ist", forderte Simone Götz. Mit drei Gegenstimmen wurde dem Bauvorhaben zugestimmt.


    Bauhofleiter Stefan Metz stellte die zukünftigen Bauarbeiten für den Lückenschluss Fuß- und Radweg Hohn - Steinach sowie die Sanierung des Fuß- und Radeweges von Aschach nach Großenbrach vor. Einstimmig votierte der Gemeinde, die Asphaltierung des Fuß- und Radweges von Hohn nach Steinach an die Firma Müller Bau GmbH in Großenbrach zu vergeben, die für die Maßnahme 98 000 Euro veranschlagt hat. Auch die Instandsetzung der Gemeindestraßen wurde an die Firma Müller Bau GmbH vergeben, hier werden Kosten in Höhe von 60 000 Euro anfallen. Die Maßnahme "Radweg Aschach" wird vom Bauhof vergeben und überwacht, die Kosten in Höhe von rund 11 000 Euro übernimmt dabei das staatliche Bauamt.


    Bauanträge

    In Rahmen der Gemeinderatssitzung in Bad Bocklet wurde unter anderem eine große Anzahl von Bauanträgen besprochen. Einstimmig beschloss man, dass mit dem Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit zwei KFZ-Stellplätzen in der Balthasar-Schmitt-Straße in Aschach nun begonnen werden kann. Im Amselweg in Bad Bocklet wurde zudem der Einbau von zwei Wohnungen im Dachgeschoss genehmigt. Dem Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Abstellraum im Hohner Weg in Bad Bocklet steht nun ebenso nichts mehr im Weg. Mit einer Gegenstimme entschloss sich der Gemeinderat, dem Vorhaben der Geländeaufschüttung und der Errichtung eines Gartenhäuschens im Kleinfeldlein in Bad Bocklet zuzustimmen.
    Eine größere Diskussion gab es bei der Errichtung einer Einfriedung auf einem Grundstück in der Straße "Am Stück" in Roth. Hier war der Antrag auf eine isolierte Befreiung gestellt worden, wobei es um die Errichtung eines Sichtschutzes ging. "Ich sehe das Ganze als genehmigungsfähig und optisch gelungen an", meinte Bürgermeister Andreas Sandwall. Hierbei ging es um einen künstlichen Sichtschutz, "ein natürlicher Sichtschutz wie eine Hecke könnte hier den Möglichkeiten des Bebauungsplans entsprechend um einiges höher werden", so das Gemeindeoberhaupt. Ein Problem bei der Sache sei, dass ein Nachbar seine Unterschrift für das Vorhaben verweigert hatte. "Ich finde die Konstruktion ebenfalls nicht sehr störend", stimmte Holger Tillmann zu. Mario Hümpfer meinte, dass er nicht verstehe, wie man hierüber in Streit geraten könne. Allerdings machte er auch klar, dass dies seine Meinung als Privatmann ist. "Ein Busch oder eine Hecke ist etwas anderes als der Sichtschutz, wie er uns hier vorliegt", gab Gerd Schmitt zu bedenken. "Ich möchte diesen als Nachbar nicht immer vor Augen haben". Jürgen Reuß fand den Sichtschutz als optisch gelungen, er könne jedoch verstehen, wenn jemand hier anderer Meinung sei. "Wenn es bei den Nachbarn keine Einigung gibt, dann müssen wir uns in unserer Entscheidung streng an den Bebauungsplan halten", schlug Christian Horn vor. Bei der Abstimmung votierten vier Personen für die Genehmigung des Sichtschutzes, die Mehrheit von elf lehnte die isolierte Befreiung ab. Bjoern Hein

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