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    Euerdorf

    Sanierung der Grundschul-Turnhalle ist beschlossen

    Die Schulturnhalle der Einhard-Grundschule soll saniert werden. Gerd Schaar/Archiv

    Zwei unterschiedliche Kostenberechnungen für die Generalsanierung der Turnhalle in der Einhard-Grundschule legte Architekt Stefan Richter (Bad Brückenau) den Bürgermeistern von Aura, Euerdorf, Ramsthal und Sulzthal zur Beratung vor - eine Sparvariante und eine um etwa 150 000 Euro teurere Normalvariante. Nach längerer Diskussion entschieden sich die Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf als Aufwandsträger der Einhard-Grundschule unter Vorsitz von Bürgermeisterin Patricia Schießer (Euerdorf) doch für die bessere Ausführung in Höhe von 1,87 Millionen Euro.
    Vor fünf Jahren war das Schulgebäude bereits für 2,8 Millionen Euro generalsaniert worden. Nach dem Auszug der Mittelschüler wurden neue Räume für den Gruppenunterricht und im Obergeschoss ein Lernstudio eingerichtet. Auch das schadhafte Flachdach hatte erneuert werden müssen. Diese Maßnahme war das größte Investitionsprojekt in der 30-jährigen Geschichte der Verwaltungsgemeinschaft. Doch nach Abschluss der Schulsanierung im Sommer 2014 war man sich schon damals bewusst, dass in einem zweiten Schritt auch die Turnhalle mit Sanitäranlagen und deren räumliches Umfeld saniert werden müssen.
    Bei einer vorjährigen Ortsbegehung zur Feststellung der jetzt anstehenden Maßnahmen wurde nicht nur die erneute Schadhaftigkeit des Flachdaches, sondern auch Brandschutzmängel aufgelistet, die vom Architekten in seine Kostenberechnungen aufgenommen wurden. Überprüft wurden alle Oberflächen (Fußböden, Wände, Decken) und technischen Einrichtungen auf ihre Haltbarkeit für die nächsten 25 Jahre. "Die staatliche Förderung setzt diese Mindesthaltbarkeitsdauer voraus. Vorher gibt es für neue Maßnahmen keine Zuschüsse", klärte Richter die Bürgermeister und ihre Vertreter auf.
    Demnach sollen - um nur Beispiele zu nennen - im Untergeschoss die Fußböden erneuert, die Sanitäranlagen saniert und ein Behinderten-WC zusätzlich eingebaut werden. Außerdem ist ein Putzmittelraum erforderlich ebenso wie ein neuer Zugang vom Außengelände in den Flur zwischen Halle und Treppenhaus. Im Erdgeschoss soll der Sanitärbereich "nach Mindestvorgaben erweitert" werden, ein neuer Abstellraum sowie ein Umkleideraum für die Lehrer geschaffen und die Galerie durch eine Brandschutztür abgetrennt werden. Das schadhafte Flachdach soll nun durch ein schräges Pultdach ersetzt werden, um den Wasserabfluss zu ermöglichen.
    Die teurere, aber eigentlich notwendige Sanierungsvariante kalkulierte das Architektenbüro Richter mit 1,87 Millionen Euro. Bei der um 150 000 Euro günstigeren Sparvariante für nur 1,72 Millionen Euro würden an der Baukonstruktion 112 000 und an der Ausstattung knapp 2500 Euro gespart, wodurch sich auch die Baunebenkosten um 35 500 Euro verringern würden. "Baulich kann ich beide Varianten vertreten", versicherte Architekt Stefan Richter.
    Da nach Abzug der staatlichen Förderung die von der Verwaltungsgemeinschaft zu tragenden Mehrkosten, auf 25 Jahre gerechnet, auf nur 3 000 Euro pro Jahr geschätzt wurden, entschied sich die Verwaltungsgemeinschaft einstimmig für die teurere Sanierungsvariante. Außerdem wurde das Architekturbüro aufgefordert, für eine Sanierung der Außensportanlagen (Hartplatz, Rasenplatz, Laufbahn) die Kosten zu ermitteln. "Wir müssen auch diese Kosten jetzt in unseren Förderantrag aufnehmen, wenn wir in den nächsten 25 Jahren keine weiteren Zuschüsse bekommen", argumentierte die Vorsitzende Patricia Schießer. Die Versammlung stimmte diesem Vorschlag zu und will nach Vorlage der entsprechenden Kostenberechnung darüber entscheiden. Sigismund von Dobschütz

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