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    Rannungen

    Sanierungen und Wasserversorgung beschäftigen Rannungens Räte

    Aufträge für fast 700.000 Euro vergab die Gemeinde Rannungen zum Bau des neuen Tiefbehälters für die Trinkwasserversorgung. Auch die Sanierung der Mehrzweckhalle und ein Bodengutachten für die Sanierung der Brunnenstraße standen auf der Tagesordnung.
    Die Brunnenstraße ist viel befahren und wird auch von Reitern benutzt. Dass  die Straßendecke sehr schadhaft ist, erkannt jeder auf den ersten Blick.  Doch auch die Abwasserleitungen sind stellenweise in einem schlechten  Zustand. Foto:  Dieter Britz       -  Die Brunnenstraße ist viel befahren und wird auch von Reitern benutzt. Dass  die Straßendecke sehr schadhaft ist, erkannt jeder auf den ersten Blick.  Doch auch die Abwasserleitungen sind stellenweise in einem schlechten  Zustand. Foto:  Dieter Britz
    Die Brunnenstraße ist viel befahren und wird auch von Reitern benutzt. Dass die Straßendecke sehr schadhaft ist, erkannt jeder auf den ersten Blick. Doch auch die Abwasserleitungen sind stellenweise in einem schlechten Zustand. Foto: Dieter Britz

    Arbeiten in Höhe von 691.313 Euro zum Bau des geplanten neuen Tiefbehälters für die Trinkwasserversorgung der Gemeinde vergab der Rannunger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Wie so oft in letzter Zeit standen auch die Sanierung der Mehrzweckhalle und der Schul- und Kirchhof auf der Tagesordnung .

    Das Fördergebiet für die Dorferneuerung wurde erweitert, das Bodengutachten für die Sanierung der Brunnenstraße vergeben, der Musikverein bekommt für das Projekt "WIM - wir musizieren", das er seit Jahren zusammen mit dem Musikverein Poppenlauer veranstaltet, im nächsten Schuljahr wieder einen Zuschuss von 1300 Euro.

    Zur Sicherung und Verbesserung der Wasserversorgung sind auf einem Grundstück westlich der Bergstraße auf freiem Feld zwei Wasserbehälter aus Stahl mit jeweils 200 Kubikmeter Fassungsvermögen geplant. Sie werden in einer etwa 21 mal 17 Meter großen Halle untergebracht, in der auch die gesamte Technik samt Drucksteigerungspumpwerk Platz findet. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurden drei Bau-Lose vergeben. Für das Los eins, die Bautechnik, gingen vier Angebote ein. Den Zuschlag bekam ein Maßbacher Bauunternehmen für insgesamt 336.562 Euro. Los zwei umfasst die Lieferung der Edelstahlbehälter für das Wasser. Drei Angebote gingen ein. Den Zuschlag bekam eine Firma aus Weisenbronn für 243.330 Euro. Drei Firmen reichten Gebote für den Bau der Halle ein. Das günstigste Angebot gab eine Stahlbau-Firma aus Niederlauer zum Betrag von 111.412 Euro ab. Die Gesamtkosten in Höhe von 691.313 Euro sind netto, dazu kommt also noch die Mehrwertsteuer. Das Haßfurter Planungsbüro Baurconsult hatte für diese drei Losen Gesamtkosten von 742.000 Euro errechnet. Die Gesamtkosten der Anlage wurden von dem Büro auf etwa 1,7 Millionen Euro berechnet. Baubeginn soll noch im Herbst sein.

    Mehrzweckhalle vertagt

    Auf der Tagesordnung stand der Antrag, das Einvernehmen der Gemeinde zur Baugenehmigung für die barrierefreie Sanierung der Mehrzweckhalle zu erteilen. Doch es gab keine lange Diskussion, denn Bürgermeister Fridolin Zehner ( CSU ) fackelte nicht lange und zog den Punkt sofort zurück. "Ich bekam heute erst den Plan dafür", begründete er seinen Schritt. Deshalb will er in der der ersten Sitzung des Gremiums nach der Sommerpause am 8. September den Punkt wieder auf die Tagesordnung setzen. Josef Holzheimer ( CSU /FW) begrüßte die Verschiebung, denn zum Beispiel sei der Schützenverein in die Planung gar nicht einbezogen worden. "Der Sportbereich wird nicht gefördert", begründete das der Bürgermeister. Auch die Tragwerksplanung, die etwa 17.000 Euro kosten würde, wurde noch nicht vergeben. Bevor entschieden wird, soll Planer Pollach die Frage beantworten, ob die Tragwerksplanung überhaupt schon jetzt benötigt wird. Der bisherige Tragwerksplaner hatte den Auftrag zurückgegeben, da er ihn nicht hätte termingerecht ausführen können.

    Straßensanierung und Wasserleitung

    Straßenbau-Sanierungsarbeiten im Bereich "an der Leite" und der Ludwig-Erhard-Straße, die Herstellung des Ringsschlusses der Wasserleitung im Bereich der Schulzengasse und die Reparatur der Schadstellen der Entwässerungsrinne in der Ludwig-Erhard-Straße wurden für insgesamt 135.058 Euro an ein Bauunternehmen in Elfershausen vergeben.

    Auf dem Schul- und Kirchhof will die Gemeinde einen Zaun, der die Parkplätze zum westlichen Nachbaranwesen abgrenzt, bauen. Der Auftrag geht für 2812 Euro an eine Zaunbaufirma aus Schweinfurt. Entschieden wurde auch, dass das auf dem Platz geplante Wartehäuschen ein Satteldach bekommt. Die 3. Bürgermeisterin und Vorsitzende des Musikvereins , Bettina Bonengel, nahm zum Antrag der Musikvereine Rannungen und Poppenlauer an die Gemeinde Stellung, wieder einen Zuschuss von 1300 Euro für die Aktion "WIM - wir musizieren" zu geben. Diese Kooperation der Musikvereine mit örtlichen Grundschulen soll das aktive Musizieren im Klassenverband und das Kennenlernen der verschiedenen Instrumente fördern und läuft hier seit acht Jahren. Nach Beginn der Corona-Pandemie musste diese Aktion an der Grundschule Poppenlauer im Frühjahr abgebrochen werden. Sie versicherte zum Fortgang im kommenden Schuljahr: "Kosten entstehen nur, wenn es wirklich läuft." Der Zuschuss wurde einstimmig bewilligt.

    Bodengutachten für Brunnenstraße

    Etwas länger diskutiert wurde das Bodengutachten für die Brunnenstraße. "Wir brauchen das Gutachten, um die Planung abschließen zu können. Ob diese dann umgesetzt wird, ist noch eine andere Frage", hob Bürgermeister Fridolin Zehner hervor. Die 2. Bürgermeisterin Sybille Büttner (Bürgerliste) ergänzte: "Ohne das Gutachten kann das böse Erwachen kommen, wenn wir mit den Arbeiten beginnen und zum Beispiel auf FCKW stoßen. Dann wissen wir auch, wie teuer alles wird." Ihr Vorschlag: "Das Gutachten auf die Pläne drauflegen, das Schubfach zumachen. Wenn Baubeginn ist, das Schubfach wieder aufmachen". Bei einer Gegenstimme wurde die Erstellung des Gutachtens für 2488 Euro an ein Unternehmen aus Gochsheim vergeben.

    Das Dorferneuerungsprogramm des Freistaates wurde 2018 um die Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung in "vitalen Dörfern" (so heißt es in der Beschlussvorlage für den Gemeinderat ) erweitert. Voraussetzung für eine Förderung ist allerdings die Ausweitung des Fördergebietes. Dem stimmte der Gemeinderat unisono zu. Der Förderantrag eines Rannunger Kleinstunternehmens liegt bereits beim Amt für ländliche Entwicklung (ALE) in Würzburg und kann nun bearbeitet werden.

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    Dieter Britz

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