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    Elfershausen

    Schäden sind noch nicht behoben

    Gut ein Jahr nach Inbetriebnahme sind der Deisselbach und das angrenzende Mehrgenerationenareal immer noch ein "heißes Thema" im Gemeinderat. Schuld daran ist der Starkregen , der im Mai das Wiesenbächlein in einen reißenden Sturzbach verwandelte, der auf dem daneben liegenden Spielplatz hohen Schaden anrichtete.
    Auch den Ort und sein Umland traf es hart. Anwohner klagten über vollgelaufene Keller und Landwirte über überflutete Felder und Wiesen. Bürgermeister Karlheinz Kickuth nahm mit einigen Betroffenen eine Ortsbesichtigung, speziell am Neuberg und am Stappberg, zu den Schutzvorrichtungen vor, wobei sich erwies, dass hier nachzuarbeiten ist.
    Als Grund für die Schäden am Mehrgenerationenplatz vermutete Rainer Kuhn die nicht ausreichend hohen Böschungszonen des Deisselbachs wie sich schon im Vorjahr zeigte. Doch Fremdmaterial gestattete das Wasserwirtschaftsamt beim Bau des Projekts nicht. Planer und ausführende Firmen mussten sich mit dem begnügen, was da war. Der Idee, Erdreich aus dem Baugebiet "Trimberger Weg" hier einzulagern, verweigerte sich die Behörde zunächst nicht - um sie jetzt zu widerrufen.
    Volker Partsch haderte mit dem Zustand des Geländes, für das der Zutritt gesperrt ist. "Wir müssen in die Gänge kommen. Es sind schon wieder Monate vergangen und am Generationenplatz hat sich nichts getan", wetterte er. Wie wahr. Das Areal liegt da, als wäre es vorgestern passiert. Warum wird nichts getan? "Wir dürfen mit den Arbeiten nicht beginnen, bevor ein Fachgutachten vorliegt", informierte Kickuth. Unternimmt die Gemeinde Maßnahmen ohne Zustimmung des Wasserwirtschaftsamts, sind die Zuschüsse gefährdet.


    Der Vorschlag des Bürgermeisters, der Bauhof könne das Schwemmgut und den Unrat im Bachbett beseitigen und die Arbeitsstunden dem Planungsbüro vorlegen, könnte gelingen, denn bis 27. Juni will die Behörde Bescheid über die Förderhöhe geben. Unmittelbar nach der Genehmigung will der Markt mit den Aufräumarbeiten beginnen.
    Die Vorschläge, das Büro Werner soll die Schadenshöhe ermitteln, die Empfehlungen der Landwirte bei der Besichtigung werden angenommen und ein Förderantrag an das Wasserwirtschaftsamt gestellt, nahm der Rat einstimmig an. Der Dank Kickuths galt abschließend der Firma Ullrich, die unentgeltlich bei der Reinigung im Ort half.
    Im Rahmen der Sitzung stellte sich die neue Rektorin der Johannes-Petri-Schule, Brigitte Dehe, im Gemeinderat vor, die Ende Februar als Nachfolgerin von Hubert Voll die Leitung der Schule übernahm. In Bonn geboren, im Allgäu aufgewachsen und "in Unterfranken hängen geblieben", sammelte sie Erfahrungen in Haupt- und Grundschulen in Güntersleben, Retzbach-Zellingen und in Hammelburg. Nach eigenem Bekunden fühlt sie sich an der Langendorfer Schule wohl und strebt eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Gemeinde an.
    Die von den Eltern gewünschte Ferienbetreuung von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren kann vonstatten gehen - allerdings nicht mehr in den bevorstehenden Sommerferien . Den Grundstein dafür legte die Petri-Schule, für die Rektorin Dehe Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die ein Betreuungspersonal-Angebot vorlegte. Eine Lösung wäre eine Kostenteilung von AWO und der Gemeinde Elfershausen , wie Verwaltungsleiter Elmar Schubert informierte. Beim Gemeindeanteil müssten die Kosten für die Reinigung, den Hausmeister, etc. einfließen.
    Vor dem Start der Maßnahme muss jedoch erst der Bedarf ermittelt werden. Denn mehr Betreute senken den Elternbeitrag. Über das finanzielle Engagement der Gemeinde will der Rat noch entscheiden. Vize-Bürgermeister Englert riet nur in den Pfingst- und Sommerferien zur Betreuung. Christine Neeb empfahl den gemeindlichen Anteil nicht zu hoch anzusetzen, um einem eventuellen "Abschieben" der Kinder vorzubeugen.
    Für den Antrag der Katholischen Kirchenstiftung Machtilshausen zur Restaurierung der Kreuzkapelle liegt auf Anfrage der Verwaltung noch kein Finanzierungsplan vor. Ein Beschluss über die 45 000 Euro teure Maßnahme verschob das Gremium bis zur Vorlage. Das Baugebiet "Trimberger Weg" erhält eine Fahrbahnmarkierung und einen Pflasterkurvensatz zum Gesamtbetrag von ca. 5200 Euro, entschied das Ratsgremium mehrheitlich.
    Den Antrag des Gleitschirmvereins Hammelburg auf einen Startplatz nahe der Trimburg will der Markt mit den Naturschutzbehörde klären. Der Verein soll zudem seinen Antrag im Gemeinderat vorstellen. Der Verkehrslärm in Machtilshausen - auch hier lag ein Antrag vor - fällt nach Ansicht der Räte nicht in die Kompetenz des Marktes sondern der Behörden. Einen Beschluss fällte der Rat daher nicht. Eine Anlieger-Versammlung zu den Straßensanierungen in Langendorf findet am Donnerstag, 28. Juni, um 19 Uhr im Vereinsheim Langendorf statt. Winfried Ehling

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