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    Pfaffenhausen

    Schweißperlen und leckeren Duft inklusive

    Alle Hände voll zu tun hatten die freiwilligen Helfer des Lederhosenstammtischs beim Pizzafest in Pfaffenhausen.Gerd Schaar
    Alle Hände voll zu tun hatten die freiwilligen Helfer des Lederhosenstammtischs beim Pizzafest in Pfaffenhausen.Gerd Schaar

    Tomatensoße, Käseflocken, Salami, Schinken, Paprika und Gewürze landeten auf dem Pizzateig. Rein in den 300 Grad heißen Steinofen und frisch serviert. Auch heuer standen die Liebhaber dieses Klassikers wieder Schlange, denn am Samstag gab es das jährliche Pizzafest des Pfaffenhausener Stammtischs der Lederhosenträger.

    "Wir trinken ein Bier, essen eine Pizza und dann gehen wir wieder heim nach Fuchsstadt", sagte Besucher Berthold Volpert. Im Zelt hat er es sich zusammen mit Familie und Freunden gemütlich gemacht. Die Warteschlange für eine Pizza baute sich am späten Samstagnachmittag auf. Die meisten Besucher kamen aus Pfaffenhausen und den Nachbarorten wie zum Beispiel Hammelburg, Machtilshausen, Euerdorf, Elfershausen, Gauaschach, Obererthal, Windheim oder Schwärzelbach . Aber auch aus München war Besuch angereist. Man freute sich über das schöne Wetter des späten Sommertages.

    Die Frage "Wann ist es endlich soweit, dass ich die Pizza auf meinem Teller habe?" stand in den Gesichtern geschrieben. Die fertig belegten, aber ungebackenen Pizzen stapelten sich nämlich schon im Wartegestell. Doch erst musste noch die Glut aus den beiden Öfen entfernt werden. Diese Glut heizte die Schamottsteine der Öfen bis zu 430 Grad auf. Glut raus und Pizza rein. Dann lief es wie am Fließband.

    Keine Sonderwünsche

    Kein leichter ehrenamtlicher Job für die "Heizer" Karlheinz Glück und Stefan Hofbauer, die sich auch jetzt im 26. Jahr des Pizzafestes wieder als emsige Pizzabäcker bewährten. Rund 25 Helfer vom Stammtisch der Lederhosen waren im permanenten Einsatz. Während die gefroren angelieferten Pizzateige einer Hammelburger Bäckerei in einem Raum des Leonhardihauses aufgetaut und auf Bleche platziert wurden, warteten die fleißigen Frauen schon, sie mit den leckeren Zutaten zu belegen. Jede Pizza erhielt den selben Belag. Sonderwünsche gab es also nicht.

    Weitere Helfer transportierten dann die Bleche mit den belegten Pizzen eine Etage tiefer zu den Öfen. Wie lang die Pizza zum Backen braucht, das lasen die Pizzabäcker am Thermometer ab. "Ist der Ofen noch recht heiß, dann geht es schneller", kommentierte Glück. Am besten, man schaue bei geöffneter Ofenklappe rechtzeitig nach. Schweißperlen zeigten sich alsbald auf den Stirnen der Pizzabäcker.

    Und dann, nach wenigen Minuten, war die Pizza fertig. Gebacken wurden Riesenpizzen, die am Verkaufsstand zu Normalgrößen portioniert wurden. Dabei half ein Portioniereisen. So ging es beim Zerteilen gerecht zu. Aus einer Riesenpizza wurden fünf satt machende Portionen. Insgesamt 130 Riesenpizzen ergaben also rein rechnerisch 650 Portionen. Dann war endgültig das Ende in Sicht. Gefeiert werden durfte im Zelt noch bis in die Nacht hinein. Ein Alleinunterhalter sorgte für die musikalische Stimmung.

    Gerd Schaar

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