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    Münnerstadt

    Seubrigshausens Ortsmitte erstrahlt in neuem Glanz

    Nachdem nun auch noch die Sankt-Anna-Figur auf dem neu hergerichteten Sankt-Kilians-Platz neben der St.-Anna-Kirche steht, erfolgte nun die Einweihung in Seubrigshausen.
    Freie Fahrt! Zur offiziellen Freigabe der Ortsdurchfahrt zerschnitten  Vertreter aus Politik, Verwaltung, der Baufirma, der Geistlichkeit ein  Band. Die Stücke bekamen die Kinder aus den Kindergärten in Brünn und  Thundorf (vorne) als Erinnerung. Foto: Dieter Britz       -  Freie Fahrt! Zur offiziellen Freigabe der Ortsdurchfahrt zerschnitten  Vertreter aus Politik, Verwaltung, der Baufirma, der Geistlichkeit ein  Band. Die Stücke bekamen die Kinder aus den Kindergärten in Brünn und  Thundorf (vorne) als Erinnerung. Foto: Dieter Britz
    Freie Fahrt! Zur offiziellen Freigabe der Ortsdurchfahrt zerschnitten Vertreter aus Politik, Verwaltung, der Baufirma, der Geistlichkeit ein Band. Die Stücke bekamen die Kinder aus den Kindergärten in Brünn und Thundorf (vorne) als Erinnerung. Foto: Dieter Britz

    "Die Einweihung des Dorfplatzes findet im März 2020 statt, vor dem Berliner Flughafen", hatte Bürgermeister Helmut Blank bei einer Bürgerversammlung Ende November 2019 versprochen. Nachdem nun auch noch die Sankt-Anna-Figur auf dem neu hergerichteten Sankt-Kilians-Platz neben der St.-Anna-Kirche steht, wurde die schon vor längerer Zeit wieder freigegebene Ortsdurchfahrt der Kreisstraße KG 11 am Dienstag hochoffiziell eingeweiht.

    Die Zahl der Gäste, die Landrat Thomas Bold ( CSU ) und Bürgermeister Helmut Blank ( CSU ) begrüßen konnten, war groß. So viele Stadträte waren gekommen, dass das Gremium beschlussfähig war, und auch der Kreistag war gut vertreten. Nicht zu vergessen die vielen Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils. Ein Mann zählte durch und spottete dann vernehmlich "man merkt schon, dass bald Kommunalwahlen sind".

    "Jetzt erstrahlt die Ortsmitte von Seubrigshausen in neuem Glanz", freute sich der Landrat. Die Straße und die Gehwege seien nun für alle Verkehrsteilnehmer sicherer, die Bushaltestellen und die Fahrbahnübergänge nun behindertengerecht ausgebaut. Daneben seien die Pflanzflächen neugestaltet worden, sodass das gesamte Ortsbild jetzt einladender sei. Damit sei eine erhebliche Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer , ob Autofahrer , Radfahrer oder Fußgänger, erreicht worden.

    2014 bereits Pläne

    Bold dankte allen Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit und beglückwünschte die Stadt zu ihrem modernen neuen Ortsbild im Stadtteil Seubrigshausen . Der Landrat erläuterte, dass die Pläne zum Ausbau der Ortsdurchfahrt ihren Ursprung im Jahr 2014 hatten. Die Stadt wollte die Ortsdurchfahrt, die Teil der Kreisstraße KG ist, erneuern. Daneben sollten auch der Sankt-Kilians-Platz mit dem Bereich um die Kirche und das Feuerwehrhaus neugestaltet werden, denn die Gehwege waren schadhaft und schmal, die Fahrbahn war in die Jahre gekommen die Bushaltestellen und Fahrbahnübergänge waren nicht behindertengerecht. Für die eigentliche Fahrbahn ist der Landkreis zuständig, doch die Gehwege und der Platz sind Sache der Stadt. Deshalb sei eine gemeinsame Baumaßnahme beschlossen worden.

    Neue Wasserleitung, sanierter Kanal

    Auch die Wasserleitung in der Kreisstraße wurde im Zuge dieser Arbeiten erneuert, und die Kanal-Hausanschlüsse saniert. Im Juni 2017 begann die Firma Hell aus Eltingshausen mit den Arbeiten, die in drei Etappen durchgeführt wurden. "Nicht nur überirdisch, sondern auch unterirdisch wurde alles auf den neuesten Stand gebracht: Auch die Wasserleitungen wurden erneuert sowie Glasfaserkabel verlegt", betonte Bold. Für die Wasserversorgung in Seubrigshausen ist der Zweckverband Stadtlauringer Gruppe zuständig, dessen Vorsitzender, der Stadtlauringer Bürgermeister Friedel Heckenlauer bei der Einweihung der Ortsdurchfahrt zugegen war.

    Münnerstadts Bürgermeister Helmut Blank erinnerte daran, dass alles mit dem Wunsch aus dem Stadtteil anfing, auf dem Sankt-Kilians-Platz eine Sankt-Anna-Statue aufzustellen. Daraus entwickelte sich dann nach und nach die Idee, den Platz und die Ortsdurchfahrt zu sanieren. Er erinnerte daran, dass die Ortsdurchfahrt des Stadtteils Wermerichshausen abgeschlossen ist und die Arbeiten in Reichenbach nun beginnen.

    Freibier und Bratwürste

    Er dankte besonders dem Ortsbeauftragten und Stadtrat Burkard Schodorf ( CSU ) und dem geschäftsleitenden Beamten Stefan Bierdimpfl für die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern. Hierfür seien einige Samstage erforderlich gewesen. Ein besonderer Dank galt Josef Mohr, dem Polier der Firma Hell. Dieser habe einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die Arbeiten so schnell und reibungslos vonstatten gingen. Burkard Schodorf überreichte ihm ein Geschenk. Schließlich betonte er, dass das von ihm und Bürgermeister Egon Klöffel (Thundorf) versprochene Freibier samt Bratwürsten für alle Bürger des Stadtteils nach Abschluss der Baumaßnahme nicht vergessen ist.

    Auch Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner war bei der Freigabe der Ortsdurchfahrt dabei. Die Landkreise würden finanziell so ausgestattet, dass sie solche Baumaßnahmen umsetzen können, freute er sich. Ein willkommener Nebeneffekt sei, dass das eine oder andere Haus von seinen Eigentümern renoviert werde. Die Straße segnete Pfarrer Anton Schilhan. "Es hat mich nicht immer gefreut, wenn die Schuhe dreckig waren, oder es gestaubt hat", meinte er zu den Bauarbeiten. Nicht zu vergessen: Kinder aus den Kindergärten Brünn und Thundorf waren gekommen und inszenierten eine Szene als Bauarbeiter . Es gab viel Beifall für sie.

    Zahlen und Daten

    Gesamtkosten für die 725 Meter lange Ortsdurchfahrt 2,9 Millionen Euro, von denen der Freistaat Bayern 960.000 Euro übernimmt. Kostenanteil der Stadt 562.000 Euro für Gehwege, 790.000 Euro für den Sankt-Kilians-Platz, 170.000 Euro für Kanäle, 57.000 Euro für den Parkplatz und 6000 Euro für die Ladesäule. Kosten für Wasserleitungen in Höhe von 461.000 Euro übernimmt der Zweckverband zur Wasserversorgung der Stadtlauringer Gruppe. Außerdem wurden Glasfaserkabel von der Firma NefTV und Telekommunikationsleitungen der Telekom verlegt. Das Bayernwerk führte Elektroarbeiten durch.

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    Dieter Britz

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