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    Burkardroth

    Situation auf den Straßen beschäftigt Burkardroth

    Entlang der "Forstmeisterstraße" in Burkardroth fühlen sich die Anwohner vom Verkehr belästigt. Foto: Archiv: Kathrin Kupka-Hahn
    Entlang der "Forstmeisterstraße" in Burkardroth fühlen sich die Anwohner vom Verkehr belästigt. Foto: Archiv: Kathrin Kupka-Hahn

    Verkehrssicherheit ist besonders in der dunklen Jahreszeit ein Thema, das zeigte sich bei der Bürgerversammlung in Burkardroth . Beschlagene Verkehrsspiegel, abgefahrene Markierungen, Temposünder und Straßenschäden bereiten manchem Bürger Sorgen.

    "Es ist jeden Morgen im Herbst und Winter das Gleiche: Die Verkehrsspiegel sind beschlagen oder eingefroren. Muss denn erst ein Unfall passieren?", fragte Helmut Schneider aus Wollbach. Für ihn ist die Situation unverständlich, schließlich gibt es beheizbare Spiegel. Laut dem Burkardrother Rathauschef Waldemar Bug (ödp) handele es sich bei Verkehrsspiegeln lediglich um Hilfsmittel. "Grundsätzlich gilt, dass ich aus einer Kreuzung so rausfahre, dass ich Einsicht auf den Verkehr habe." Nichtsdestotrotz will die Verwaltung nachhören, welche Möglichkeiten es gibt, um das Problem zu lösen.

    Straßenmarkierungen sind ausgeblichen

    Nachbesserungsbedarf herrscht für die Bürger im Markt Burkardroth ebenfalls bei Straßenmarkierungen, etwa entlang der "unteren Marktstraße" oder auf der Verbindungsstraße zwischen Premich und Wollbach. "Die Verbindungsstraße haben wir vor drei Jahren gemacht - und sind stetig dran. Momentan geht es witterungsbedingt nicht", sagte Bug. Der Bürgermeister verwies deshalb auf den Frühling und Sommer des kommenden Jahres. Im Bereich der "unteren Marktstraße" sei die Kommune dagegen außen vor. Bei ihr handelt es sich um eine Staatsstraße. "Die Information geben wir also weiter", betonte Bug.

    Sicherheitsbedenken haben die Bürger in Burkardroth auch wegen rücksichtslosen Autofahrern am Marktplatz oder Temposündern im Bereich der "Forstmeisterstraße". Erlaubt sind in der "Forstmeisterstraße" abschnittsweise höchstens 30 km/h. In sieben Tagen im Dezember des vergangenen Jahres hat der Markt Burkardroth dort bei insgesamt 7712 Fahrzeugen die Geschwindigkeit gemessen. "54 Prozent der Verkehrsteilnehmer waren zu schnell", sagte Bug. Der Spitzenreiter brachte es auf 79 km/h.

    Lärmbelästigung für die Anwohner

    Doch nicht nur die Geschwindigkeit sehen Anwohner als Problem. "In Ruhe einen Kaffee auf dem Balkon trinken oder die Zeitung lesen geht wegen des Lärms nicht", brachte eine Betroffene vor. Eine Bürgerin nahm sogar Messungen mittels einer Smartphone-App vor. Diese hätte über 100 Dezibel ergeben. Bug verwies darauf, dass es im November einen Termin mit Polizei und dem Landratsamt gebe, bei dem man sich mit der Thematik auseinandersetzen wolle.

    Kritisch sahen die Bürger auch den Zustand der Straßen. Für Schlaglöcher und ähnliche Kleinschäden sind Mitarbeiter des Bauhof der Kommune zuständig. Anders sieht es etwa entlang der "Strengen Tür" und der "Bergstraße" aus. Die Fahrbahn befindet sich in einem schlechten Zustand. Allerdings stehen dort Arbeiten am Kanal und Gasnetz an, weshalb die Kommune die unterschiedlichen Gewerke takten will. "Dann müssen wir die neugeteerte Straße nicht noch mal aufreißen", sagte der zweite Bürgermeister, Daniel Wehner ( CSU ), gegenüber dieser Zeitung.

    Ein Bauprojekt, das vor der Umsetzung steht, ist der Anbau des Gerberkellers im Ortszentrum von Burkardroth . Dieser soll zum Beispiel für VHS-Kurse, Feste oder etwa Ausstellungen genutzt werden. Dort wartet die Kommune derzeit auf die Pläne und eine Kostenschätzung seitens des Planungsbüros. In der kommenden Sitzung des Marktgemeinderates am 12. November diskutiert das Gremium über die Aspekte, die Bürger an die Verwaltung herangetragen haben.

    Johannes Schlereth

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