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    Hammelburg

    Soldaten als Ersthelfer

    Für ihr beherztes Eingreifen verlieh Oberst Werner Klaffus (von links) dem Hauptgefreiten Eduard Zhussupov, den Oberstabsgefreiten Uwe Möller und Sebastian Antochin sowie Hauptfeldwebel Tobias Reder eine förmliche Anerkennung.  Foto: Andreas Kölb
    Für ihr beherztes Eingreifen verlieh Oberst Werner Klaffus (von links) dem Hauptgefreiten Eduard Zhussupov, den Oberstabsgefreiten Uwe Möller und Sebastian Antochin sowie Hauptfeldwebel Tobias Reder eine förmliche Anerkennung. Foto: Andreas Kölb

    Für ihr vorbildliches Verhalten als Ersthelfer bei einem Verkehrsunfall erhielten vier Soldaten des Vereinte-Nationen-Ausbildungszentrums Bundeswehr in Hammelburg jetzt eine förmliche Anerkennung. Nach einem tödlichen Frontalzusammenstoß zweier Lastwagen am 15. April auf der Kreisstraße KG 44 zwischen Fuchsstadt und Lager Hammelburg leisteten die vier Soldaten Erste Hilfe und sicherten die Unfallstelle ab.

    Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen war ein aus Mecklenburg-Vorpommern stammender 61-Jähriger mit seinem Klein-Lkw vom Lager Hammelburg in Richtung Fuchsstadt unterwegs, als er in einer leichten Rechtskurve aus bislang noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet und frontal mit einem entgegenkommenden Laster kollidierte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde er so schwer verletzt, dass für ihn jede Hilfe zu spät kam. Am Steuer des entgegenkommenden Lkw saß ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Kitzingen. Er wurde schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt.

    Hauptfeldwebel Tobias Reder kam unmittelbar nach dem Unfall an den Ort des Geschehens: "Ich bin sofort ausgestiegen und habe mir einen Überblick über die Lage verschafft." Unmittelbar vor ihm waren drei weitere Kameraden mit einem Transportpanzer (TPZ) Fuchs von Wildflecken in Richtung Hammelburg unterwegs. Die Oberstabsgefreiten Sebastian Antochin und Uwe Möller sowie der Hauptgefreite Eduard Zhussupov handelten unmittelbar und vorbildlich. "Als ich an den beiden verunfallten Lkw ankam, waren meine Kameraden schon mit der Erstversorgung des eingeklemmten Lastkraftwagenfahrers beschäftigt. Daraufhin begann ich die Unfallstelle abzusichern und den Verkehr zu regeln", sagt Reder. Die Soldaten versorgten den eingeklemmten 24-Jährigen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte und betreuten weitere an dem Unfall nicht beteiligte Verkehrsteilnehmer . Das beherzte und tatkräftige Handeln der Soldaten wurde vom Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Hammelburg bestätigt. Oberst Werner Klaffus, Kommandeur des Ausbildungszentrums, würdigte das vorbildliche Verhalten im Rahmen des Halbjahresappells. Die Soldaten erhielten eine förmliche Anerkennung, verbunden mit zwei Tagen Sonderurlaub.

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