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    Münnerstadt

    Stadtrat demonstriert Einigkeit

    In der Hennebergstraße sind mehrfach Einfahrten entstanden, durch die mehr Parkplätze geschaffen wurden. Solche Arbeiten werden künftig gefördert. Thomas Malz
    In der Hennebergstraße sind mehrfach Einfahrten entstanden, durch die mehr Parkplätze geschaffen wurden. Solche Arbeiten werden künftig gefördert. Thomas Malz

    Gute Nachrichten für Vereine: Wer eine Veranstaltung im Jahr 2020 in einer städtischen Liegenschaft durchführen will, die in Zusammenhang mit dem Stadtjubiläum 1250 Jahre Münnerstadt steht, bekommt einen vollständigen Gebührenerlass. Außerdem soll künftig die Schaffung von privatem Parkraum in der Innenstadt gefördert werden. Nicht einmal eine Stunde brauchten die Kommunalpolitiker , um die acht Tagesordnungspunkte einschließlich Unterpunkte abzuarbeiten.

    Thomas Klemm ( CSU ) hatte in der Sitzung zuvor angeregt, die städtischen Veranstaltungsräume und Plätze im Jahr 2020 den Vereinen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Nun war das Thema auf der Tagesordnung. "Ich finde den Antrag gut", meinte Andreas Trägner ( Freie Wähler ) in der jüngsten Sitzung dazu. Dieter Petsch ( Freie Wähler ) fragte nach, ob die fünf Prozent Umsatzbeteiligung der Stadt für die Anbieter beim Stadtfest bleiben. Das wurde bejaht. Mit dem Wegfall der Miete soll das Engagement der Vereine gefördert werden. Das gilt übrigens für alle städtischen Liegenschaften, also auch für die in sämtlichen Stadtteilen.

    Nebengebäude öffnen

    Ebenfalls in der Sitzung zuvor hatte Dieter Petsch angeregt, die Schaffung von privatem Parkraum in der Altstadt zu fördern und dies anschließend als Antrag formuliert, der nun zur Entscheidung stand. "Neben den bereits begonnen Projekten zur Parkraumerweiterung sind zusätzliche Maßnahmen für eine weitere Verbesserung der angespannten Stellplatzsituation innerhalb der Altstadt notwendig", heißt es in dem Antrag. Gefördert werden soll die Schaffung von Parkraum beispielsweise durch das Öffnen von Nebengebäuden oder Scheunen durch zusätzliche Einfahrten und Tore oder das Öffnen von Einfriedungen, um auf eigenen Grund einen Stellplatz zu ermöglichen. Er schlägt vor, dass pro Antragsteller und Stellplatz bei entsprechendem Nachweis und Nutzungsverpflichtung eine Förderung von 1000 Euro gezahlt werden.

    Bürgermeister Helmut Blank ( CSU ) meinte, dass er sich bereits mit Vertretern des Büros vom Sanierungsbeauftragten Schlicht Lamprecht Architekten unterhalten habe. Dort stehe man dem Vorschlag sehr positiv gegenüber. Weiteren Diskussionsbedarf sahen die Stadträte nicht. So beschlossen sie einstimmig nach dem Vorschlag von Dieter Petsch, dass die Verwaltung beauftragt wird, die bestehenden Förderprogramme bezüglich der Altstadtsanierung, insbesondere das Programm Stadtumbau West sowie die Kommunalen Förderprogramme, zu ergänzen und zu erweitern. "Ziel ist es, die Schaffung von privatem Parkraum innerhalb der Sanierungszonen beziehungsweise Geltungsbereiche voranzubringen."

    Für die Aufschotterung städtischer Feldwege in der Gemarkung Großwenkheim wird die Jagdgenossenschaft des Ortes einen Zuschuss in Höhe von 3500 Euro erhalten. 5500 Euro kostet der Schotter für die insgesamt 1315 Meter lange Strecke. Die verbleibenden Materialkosten sowie die Kosten für den Einbau trägt die Jagdgenossenschaft.

    Als erfreulich bezeichnete Bürgermeister Helmut Blank einen Tekturantrag über die Umstrukturierung und Sanierung des Juliusspitals. Das Vorhaben ist bereits genehmigt worden. Jetzt beabsichtigt der Bauherr, den Bereich des ehemaligen Küchentraktes im Erdgeschoss umzubauen. Unter anderem werden bestehende Doppelzimmer in Einzelzimmer umgewandelt. Außerdem ist der Einbau von Duschen vorgesehen. Die Altstadtsatzung wird von diesen Änderungen nicht berührt, weil sie im Inneren des Gebäudes geplant sind. Das Vorhaben bekam das gemeindliche Einvernehmen.

    Ebenso positiv standen die Stadträte einem Vorhaben in Maria Bildhausen gegenüber. Dort ist der Neubau einer Lager- und Fertigungshalle geplant. Die Halle soll an den bestehenden Klosterladen angebaut werden. Keine Beanstandungen gab es bei der geplanten Aufstockung eines Wohnhauses in Althausen. Außerdem nahmen die Stadträte von einem Wohnhausneubau in Reichenbach Kenntnis. Ein Beschluss war in diesem Fall nicht nötig. Die geplante Instandsetzung und Modernisierung des Wohnhauses Marktplatz 23 mit Abbruch eines Nebengebäudes für die Errichtung von Carports erhielt das gemeindliche Einvernehmen.

    Karin Richter vom Steuerbüro Richter und Partner erläuterte den Stadträten die Jahresabschlüsse für die Wasserversorgungsanlage der Stadt Münnerstadt und das geschlossene Hallenbad für das Jahr 2017. Beide Abschlüsse wurden einstimmig festgestellt. Schließlich stimmten die Kommunalpolitiker noch zwei Zweckvereinbarungen mit dem Landkreis Bad Kissingen zu.

    Thomas Malz

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