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    Bad Brückenau

    Städtepartnerschaft mit Leben erfüllt

    Weithin sichtbar wies ein Banner auf das Partnerschaftstreffen am Wochenende in Bad Brückenau hin. Über einen derart herzlichen Empfang freute sich auch der Leiter der französischen Delegation, Christian Prévot (Bildmitte).Foto: Rolf Pralle
    Weithin sichtbar wies ein Banner auf das Partnerschaftstreffen am Wochenende in Bad Brückenau hin. Über einen derart herzlichen Empfang freute sich auch der Leiter der französischen Delegation, Christian Prévot (Bildmitte).Foto: Rolf Pralle

    "Wir haben eine lange und anstrengende Reise hinter uns", brachten es gleich mehrere Teilnehmer am Freitagabend beim Eintreffen an der Georgi-Kurhalle auf den Punkt. Aber alle Strapazen waren schnell vergessen angesichts des herzlichen Empfangs, den der Förderkreis Europäische Städtepartnerschaften Bad Brückenau den ausländischen Gästen bereitete. Die Wiedersehensfreude, einige Leute kennen sich schließlich schon seit Jahrzehnten, stand ganz klar im Vordergrund.

    Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks ( CSU ) machte bei der Begrüßung auch keine großen Worte, sondern wünschte der mehrtägigen Begegnung ein gutes Gelingen und dass es die Verbundenheit untereinander weiter stärken und zu neuen Kontakten anregen möge. Die Delegationsleiter Christian Prévot (Ancenis) und Adrian Long (Kirkham) hielten ihre Ausführungen ebenfalls erfrischend kurz, da die meisten Gäste doch eine gewisse Müdigkeit nicht verbergen konnten.

    Ein großes Dankeschön mussten die Förderkreis-Vorsitzende Barbara Glanc und die "gute Seele des Vereins", Helga Weißenberger, aber noch loswerden. Dieses galt in erster Linie dem Engagement vieler Bad Brückenauer Familien, bei denen die auswärtigen Gäste während ihres Aufenthalts an der Sinn privat untergebracht sind. Erleichterung zeigten alle Beteiligten, als die zeitraubende Zimmerverteilung endlich abgeschlossen war und sie sich wenig später erschöpft aber glücklich in die Federn fallen lassen konnten.

    Für den Samstag hatten die örtlichen Organisatoren ein Programm erarbeitet, das bei allen Altersgruppen praktisch keine Wünsche offen ließ. Schon am Morgen begannen sportliche Wettkämpfe zwischen Deutschen und Franzosen in der Turnhalle des Schulzentrums Römershag. Schließlich waren nicht weniger als 56 Handballer aus Ancenis angereist, der überwiegende Teil zwischen zwölf und 16 Jahren. Erholen konnten sich alle nach den Spielen zusammen mit ihren Gastgebern in der Therme Sinnflut .

    Etwas beschaulicher ging es fast zeitgleich auf dem Volkersberg zu, wo ausreichend Gelegenheit bestand, die Wallfahrtskirche "Zum heiligen Kreuz" und die Klostergärten zu besichtigen. Für die fachkundigen Erläuterungen in Deutsch, Englisch und Französisch waren hier Wilfried Beck, Vanora Hohmann, Helmut Krasser und Marie-Luise Geyer zuständig.

    Im Laufe des Vormittags wurden auch die letzten Langschläfer munter, um nicht die Abfahrt der Busse zur Bergsportschule Rhön in Poppenhausen oder alternativ zur Edelbrennerei Bischof in Wartmannsroth zu verpassen. Während sich die jungen Leute mit Elan spannenden In- und Outdoor-Abenteuern widmeten, zog es die Erwachsenen eher zur alkoholischen Exkursion, bei der sie von Priska Kolbeck mit dem Alphorn begrüßt wurden. Das nicht alltägliche Instrument hinterließ bei Engländern und Franzosen einen nachhaltigen Eindruck. Wer vor Ort in der Stadt geblieben war, musste keineswegs über Langeweile klagen. Für Abwechslung sorgten am Nachmittag beispielsweise ein gemütliches Beisammensein in "Hohmann´s Manufactur" oder ein Bummel durch die Ausstellung in der Galerie "Form+Farbe". Ganz konditionsstarke Leute machten abends sogar noch einen Abstecher zum Parkfest.

    Den Auftakt am Sonntag bildete im facettenreichen Besuchsprogramm ein ökumenischer Gottesdienst im Staatsbad. Freunde von Tanz und Musik kamen bei den Auftritten der Gruppe "La Javelle" sowie beim Konzert der Georgi-Bläser und der "Harmonie d´Ancenis" voll auf ihre Kosten. Zum Mittagessen tischte die Reservistenkameradschaft Bad Brückenau auf. Einen weiteren Bericht von der Begegnung mit den Freunden aus den Partnerstädten lesen Sie am Dienstag in dieser Zeitung.

    Rolf Pralle

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